Was kann ich machen, um nicht kaufsüchtig zu werden?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Um eine Kaufsucht zu verhindern, ist es hilfreich, sich selbst und das eigene Kaufverhalten bewusst zu beobachten.

Eine Kaufsucht entwickelt sich oft langsam. Häufig entsteht sie, wenn Dinge gekauft werden, um unangenehme Gefühle zu verdrängen oder sich einfach «gut zu fühlen». Eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Kaufverhalten kann bereits ein wichtiger Schritt sein, um sich vor einer Kaufsucht zu schützen. So bemerkt Sie vielleicht frühzeitig, wenn sich ihr Verhalten in eine negative Richtung entwickelt und können etwas unternehmen.

Weitere Hilfsmittel können sein, sich klare finanzielle Grenzen zu setzen und diese konsequent einzuhalten. Ein Haushaltsbuch oder eine Budget-App können helfen, den Überblick zu behalten und überflüssige Ausgaben zu erkennen. Wenn Sie etwas kaufen möchten, machen Sie einen Moment lang eine Pause und fragen Sie sich: «Brauche ich das wirklich?“ oder „Was erhoffe ich mir von diesem Kauf?“ Diese kurzen Momente des Innehaltens und des «in sich hineinhören» können helfen, problematische Muster frühzeitig zu erkennen und zu durchbrechen.

Schauen Sie ausserdem zu sich selbst. Wer lernt, mit Stress, Langeweile oder Frust auf andere Weise umzugehen – etwa durch Bewegung, Gespräche, kreative Tätigkeiten oder Entspannungstechniken – reduziert das Risiko, Einkaufen als Bewältigungsstrategie zu nutzen. Reden Sie mit Menschen, denen Sie vertrauen über Ihre Bedenken und ihre Ängste. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie alleine mit Ihrem Kaufdrang umgehen können, zögern Sie nicht professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die meisten dieser Angebote sind kostenlos und auf Wunsch anonym. So auch unsere Online-Beratung bei SafeZone: https://www.safezone.ch/de/beratung

Eine Übersicht über verschiedene Hilfsangebote vor Ort findet sich auf der Webseite Suchtindex: https://suchtindex.infodrog.ch/#/?offerings=16,48&specializations=5


Fragen von Betroffenen

Ich kiffe jedes Wochenende. Kann man deshalb sagen, dass ich süchtig bin?

Anfangs konsumierte ich 2 Gläschen Wein pro Tag. Dann wurden es 3. Jetzt bin ich pro Tag bei einer 3/4 Flasche. Aber ich schaffe es zwischendurch mal 1-2 Tage ohne Alkohol. Wie schaffe ich es, nur auf 2 Gläser Wein pro Tag zu kommen? Ich habe Depressionen, und habe eine DIS. Danke für eine Antwort.

Ich bin 55jahre alt und kam mit 26 zum ersten mal mit Kokain in Kontakt . Ab und zu habe ich es ausprobiert und dann wieder 7-10 Monate nichts gemacht . Ich habe nie aufgehört. Es macchiato mich glücklich wenn ich es ab und zu nehme. Habe aber Angst. Ich bin sicherlich abhängig. Habe sehr viel Stress und mit kokain komme ich zu Ruhe. Ich werde gerne aufhören, aber finde den Anfang nicht. Arbeite sehr viel und kann nicht für mehrere Monaten einfach weg. Was soll ich machen? Habe Familie mit drei Kindern und mein Mann weißt es .

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