Wer ist besonders von Kaufsucht betroffen?
SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:
Kaufsucht kann grundsätzlich jeden Menschen treffen – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft. Die Gründe, warum jemand kaufsüchtig wird, sind verschieden. Sie hängen ab von der eigenen Lebenssituation, der Vergangenheit und dem aktuellen Umfeld. Besonders gefährdet sind Personen, die Schwierigkeiten haben, mit unangenehmen Gefühlen wie Stress, Einsamkeit oder Frust umzugehen und das Einkaufen dazu nützen, sich kurzfristig besser zu fühlen.
Auch Menschen, die in ihrer Kindheit wenig emotionale Nähe, aber viele materielle Geschenke erhalten haben, entwickeln häufiger eine Kaufsucht. Weitere Risikofaktoren sind Angststörungen, Depressionen, Selbstwertprobleme sowie belastende Lebensereignisse. In solchen Fällen wird das Kaufen oft dazu benützt, um das innere Gefühlsleben wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Stimmung zu heben.
Es gibt keine „typische“ kaufsüchtige Person. Entscheidend ist, wie das Kaufverhalten das Leben beeinflusst. Wenn das Shoppen zunehmend wichtiger wird, man die Kontrolle übers Einkaufen verliert oder negative Folgen wie finanzielle Probleme oder Konflikte mit dem Umfeld auftreten, kann dies auf eine Kaufsucht hindeuten.
Wichtig ist: Kaufsucht ist eine ernstzunehmende Verhaltenssucht, die professionelle Unterstützung erfordert. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kaufverhalten ausser Kontrolle gerät, zögern Sie nicht, sich Hilfe zu holen. Sie sind nicht allein – und es gibt Wege, wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen.
Falls Sie eine erste Einschätzung zum eigenen Kaufverhalten erhalten möchten, können Sie z. B. den folgenden Selbsttest ausfüllen: https://suchtpraevention-zh.ch/selbsttests-freundetests/selbsttests/ .
Mehr Fragen zur Onlinesucht
Weil ich viel häufiger Sex will als meine Freundin findet sie, dass ich sexsüchtig bin. Ab wann kann man von einer Sexsucht sprechen?
Mein Partner mit dem ich seit einem Jahr zusammen bin und seit 2 Monaten zusammen wohne, hat eine starke Pornosucht. Er hatte diese bereits Jahre vor unserer Beziehung, doch seit dem zusammenleben, hat diese vermehrt Einfluss auf uns. Vorher haben wir noch eine Fernbeziehung geführt und uns nur selten gesehen, daher war es nie ein Thema. Wir haben bereits ein paar Mal darüber geredet und beim letzten Mal als ich ihn erwischt habe, hat er mir versichert, er will etwas ändern und er weiss, dass er das nicht alleine schafft. Doch es geschieht nichts. Er konsumiert immernoch regelmäßig, täglich, und masturbiert auch oft dazu. Das Ausmaß ist wirklich heftig. Er speichert die Bilder und Videos alle auf seinem Handy und dem Computer und hat sogar alles abgeordnet. Ich weiss davon, da die Bilder auf dem gemeinsamen Serverspeicher sind und auf seinem Handy habe ich es gesehen, als ich etwas von seinem Handy ausdrucken wollte und dazu das Bild suchen und öffnen musste. Unser Sexleben ist auch davon betroffen ( deutlich weniger ) auch wenn hier sein Alltagsstress noch reinspielt. Vorher war es sehr ausgeprägt und wir sind beide auch sehr offen und probieren vieles aus. Er hat mir erzählt, dass er damals damit angefangen hat, weil die sexuelle Zuneigung gefehlt hatte. Mittlerweile ist es zu einem Zwang geworden und sobald ihm langweilig ist, oder der Zwang aufkommt, konsumiert er wieder. Er möchte auch nicht mehr darüber reden, da er nicht mehr wie das übliche dazu sagen kann und es ihm sehr, sehr unangenehm ist. Ausserdem macht mir der Kontent den er konsumiert sehr zu schaffen. Es sind zu 90% Trans/Shemale/Futa Videos/Bilder, etwa 8% ist Pegging und der Rest sind hetero cis Frauen. Ich selbst schaue das alles auch gerne und es würde mich auch nicht stören, wenn er es ab und zu macht. Aber dazu kommt noch, dass er sehr auf Pegging steht ( das üben wir auch oft aus und es macht uns beiden grossen Spass ) und auch bereits etwas mit einer Transfrau hatte. ( Was genau da lief wollte ich nicht wissen, daher habe ich dazu keine weiteren Infos. ) Ich frage mich jedes Mal, ob ich ihm zu wenig bin da ich nun mal ein weibliches Geschlechtsorgan habe und kein männliches und er dieses ja anscheinend sehr begehrt. Ich möchte ihn auch nicht fragen, wieso er das tut oder was ihn reizt oder ob er halt auf Transfrauen steht und nicht auf hetero cis Frauen, da ich bedenken habe, er könnte mich dazu einfach anlügen und es ja sowieso privatsache ist, was man konsumiert und mich daher auch nichts anzugehen hat. Zu Anfang unserer Beziehung haben wir auch offen darüber geredet was wir uns alles anschauen und daher wusste ich das bereits. Aber das es wie bereits gesagt doch 90% des Kontents ausmacht lässt viele Fragen bei mir offen und ich habe Mühe mit dem Thema und es ist mir unangenehm. Ich habe ihm bereits in einem Gespräch gesagt, dass ich das gefühl habe, ihm nicht zu genügen und das etwas fehlt was er gerne möchte. Das hat er verneint und mir versichert, dass er mehr als nur zufrieden ist mit mir und unserem Sexleben. ( Das Gespräch handelte nicht vom Kontent den er konsumiert, daher könnte es auch sein, dass er nicht wusste von was ich rede. ) Ich möchte versuchen, damit umgehen zu können, doch habe keine Ahnung wie ich das schaffen kann. Ich habe Tage, an denen ist es einfach und an anderen überkommts mich wieder. Im Internet findet sich nicht wirklich etwas darüber und man verliert sich schnell im Reddit-Hole. Ich danke Euch schon Mal für die Hilfe.
Meine Mutter hatte früher ein Alkoholproblem. Heute trinkt sie nicht mehr, sie ist aber kaufsüchtig geworden. Da sie viel Geld hat, leidet niemand darunter. Seit vier Jahren geht sie regelmässig in die Suchtberatung. Verändern tut sich an ihrer Kaufsucht aber nichts. Ich finde das frustrierend.
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Meine kinderlose Tante (75) hat seit dem Tod des Partners immer Geldprobleme. Ich dachte die Rente sei wohl zu knapp. Jetzt habe ich gehört, sie kaufe ständig wahllos teure Sachen und schenke sie Bekannten, die das gar nicht wollen. Ist sie kaufsüchtig? Was kann ich tun? Ich wohne leider weit weg.
Meine Mutter hatte früher ein Alkoholproblem. Heute trinkt sie nicht mehr, sie ist aber kaufsüchtig geworden. Da sie viel Geld hat, leidet niemand darunter. Seit vier Jahren geht sie regelmässig in die Suchtberatung. Verändern tut sich an ihrer Kaufsucht aber nichts. Ich finde das frustrierend.
Kaufsucht - welche Beratungsangebote für Betroffene gibt es im Kanton Thurgau?