Wer ist besonders von Kaufsucht betroffen?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Kaufsucht kann grundsätzlich jeden Menschen treffen – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft. Die Gründe, warum jemand kaufsüchtig wird, sind verschieden. Sie hängen ab von der eigenen Lebenssituation, der Vergangenheit und dem aktuellen Umfeld. Besonders gefährdet sind Personen, die Schwierigkeiten haben, mit unangenehmen Gefühlen wie Stress, Einsamkeit oder Frust umzugehen und das Einkaufen dazu nützen, sich kurzfristig besser zu fühlen.

Auch Menschen, die in ihrer Kindheit wenig emotionale Nähe, aber viele materielle Geschenke erhalten haben, entwickeln häufiger eine Kaufsucht. Weitere Risikofaktoren sind Angststörungen, Depressionen, Selbstwertprobleme sowie belastende Lebensereignisse. In solchen Fällen wird das Kaufen oft dazu benützt, um das innere Gefühlsleben wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Stimmung zu heben.

Es gibt keine „typische“ kaufsüchtige Person. Entscheidend ist, wie das Kaufverhalten das Leben beeinflusst. Wenn das Shoppen zunehmend wichtiger wird, man die Kontrolle übers Einkaufen verliert oder negative Folgen wie finanzielle Probleme oder Konflikte mit dem Umfeld auftreten, kann dies auf eine Kaufsucht hindeuten.

Wichtig ist: Kaufsucht ist eine ernstzunehmende Verhaltenssucht, die professionelle Unterstützung erfordert. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kaufverhalten ausser Kontrolle gerät, zögern Sie nicht, sich Hilfe zu holen. Sie sind nicht allein – und es gibt Wege, wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen.

Falls Sie eine erste Einschätzung zum eigenen Kaufverhalten erhalten möchten, können Sie z. B. den folgenden Selbsttest ausfüllen: https://suchtpraevention-zh.ch/selbsttests-freundetests/selbsttests/ .


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