Crack / Freebase – Informationen zur Substanz, Wirkungen und Nebenwirkungen

Crack und Freebase sind rauchbare Formen von Kokain. Sie werden meist in einer kleinen Pfeife geraucht oder seltener auch auf einer Alufolie. Crack wie Freebase haben eine starke, aber sehr kurzfristige Wirkung. Daher ist die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit gross.

Crack entsteht durch die Mischung von Kokainpulver mit Backpulver (Natron) und Wasser. Dieses Gemisch wird erhitzt, wodurch feste Klumpen – sogenannte «Crack-Steine» oder «Rocks» – entstehen. Der Name kommt vom knisternden, knackenden Geräusch, welches beim Rauchen entsteht (crack = knacken). Freebase unterscheidet sich von Crack in der Herstellung, denn statt Natron wird dabei Ammoniak verwendet. Beim Erhitzen mit Ammoniak lösen sich zudem Verunreinigungen (Streckmittel) teilweise aus dem Gemisch, weshalb Freebase einen höheren Reinheitsgehalt als Crack aufweist. Jedoch birgt die Verwendung mit Ammoniak Risiken, da dieses zu schweren Vergiftungen führen kann.

Welche Wirkungen und Nebenwirkungen hat der Konsum von Crack und Freebase?

Crack und Freebase werden durch die Lunge aufgenommen. Dadurch gelangt der Wirkstoff (Kokain) sehr schnell über die Lunge ins Blut. Hinsichtlich ihrer Wirkung sind beide Zubereitungsformen gleich. Es kommt zu einem kurzen, aber intensiven Rausch. Die Wirkung setzt innerhalb von Sekunden ein und hält wenige Minuten an. Nach dem Rausch folgt oft ein starker Stimmungseinbruch, der mit depressiven Gefühlen und Angst verbunden sein kann. Dies führt häufig zu einem intensiven Verlangen nach erneutem Konsum (Craving), was das hohe Abhängigkeitspotenzial erklärt.

Die Wirkung von Crack und Freebase ist stark euphorisierend. Konsumierende fühlen sich leistungsfähiger, wacher, gesprächiger und energiegeladen. Auch sexuelle Erregung, der Abbau von Hemmungen und Ängsten sowie eine erhöhte Risikobereitschaft können auftreten. Im Verlauf des Konsums kann sich die positive Stimmung jedoch ins Gegenteil verkehren. Es kann zu Angstzuständen, Misstrauen oder sogar Verfolgungswahn kommen. Die Umgebung wird dann als bedrohlich wahrgenommen. Manche Personen reagieren mit Aggressivität oder verlieren die Fähigkeit, Situationen richtig einzuschätzen. Auch das Schmerzempfinden kann abnehmen, gelegentlich treten auch Taubheitsgefühle auf.

Zudem bewirken Crack und Freebase eine Verengung der Blutgefässe, eine Erhöhung des Blutdrucks, Durchblutungsstörungen und einen Anstieg der Körpertemperatur. Weitere Risiken sind Schlafprobleme, Reizbarkeit, unkontrollierte Muskelzuckungen, Krämpfe sowie epileptische Anfälle und Störungen der Herzfunktion. Auch andere körperliche Beschwerden können auftreten. Bei einer Überdosis besteht die Gefahr eines Atem- oder Herzstillstands, was tödlich enden kann.

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Langzeitfolgen des Konsums und der Abhängigkeit von Crack und Freebase

Kokain (und damit auch Crack und Freebase) gehört zu den Substanzen mit dem höchsten Abhängigkeitspotenzial. Der regelmässige Konsum von Crack und Freebase kann schnell in die Abhängigkeit führen. Die Folgen können für Betroffene körperlich wie auch psychisch sehr belastend sein. Dazu gehören Unterernährung, Zahnprobleme, Durchblutungsstörungen sowie Schädigungen des Gehirns, des Herzens, der Leber und der Nieren. Ein bekanntes körperliches Problem ist die sogenannte «Cracklunge». Dabei wird die Lunge durch den Rauch stark geschädigt. Falls bereits eine Lungenerkrankung besteht, kann sich diese deutlich verschlimmern. Wenn Betroffene zusätzlich zu Crack und Freebase auch andere Substanzen wie z.B. Alkohol konsumieren, verstärkt dies die körperliche Belastung, insbesondere für das Herz-Kreislauf-System. Diese gesundheitlichen Probleme können die Lebensqualität stark beeinträchtigen und erfordern oft medizinische Betreuung.

Auch psychische Probleme wie depressive Zustände oder Angstzustände können ausgelöst oder verstärkt werden. Das starke Verlangen nach dem nächsten Crackstein – das sogenannte «Craving» – kann zur Vernachlässigung grundlegender Bedürfnisse wie Essen, Trinken oder Körperhygiene führen. Menschen mit einer Crack- und Freebase-Abhängigkeit schlafen manchmal über mehrere Tage nicht. Manche Betroffene leiden zudem häufig an einer Verschlechterung der persönlichen und sozialen Situation (Verlust der Wohnung, Armut).

Wirkungen von Crack auf das ungeborene Kind

Kokainkonsum (und somit auch der Konsum von Crack oder Freebase) bewirkt durch die Verengung der Blutgefässe Infarkte der Plazenta und dadurch eine Minderversorgung des ungeborenen Kindes. Häufiger Konsum von Kokain während der Schwangerschaft erhöht das Risiko einer Frühgeburt und schlimmstenfalls Totgeburt, hemmt das Wachstum des Fötus und kann spätere Verhaltensauffälligkeiten begünstigen.

Weiterführende Informationen zu Kokain

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Ihre Fragen und unsere Antworten zum Thema Kokainkonsum und Sucht

Hallo zusammen Habe eine Frage.....muss am Dienstag eine Urin Probe abgeben habe aber am Samstag 0.1g Kokain konsumiert....sieht man das im Urin immer noch? PS: Habe einen sehr guten Stoffwechsel.

Mein Partner kokst. Er sagt, dass er damit aufhören möchte, aber er kann nicht. Das macht mich immer so unendlich traurig. Ich möchte ihm helfen, weiss aber nicht wie.

Mein Partner konsumiert regelmässig (ungefähr 1-2x in der Woche) Kokain. Er möchte damit aufhören und kann sogar mehrere Wochen Drogenfrei sein, solange er nicht seine Freunde trifft! Er entschuldigt sich nach jedem konsum und verspricht das nächste Mal nichts zu nehmen.

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