Ein Freund ist geldspielsüchtig. Was kann ich machen?
SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:
Sie machen sich Sorgen um Ihren Freund mit einer Geldspielsucht und fragen sich nun, was Sie tun können. Indem Sie sich informieren, machen Sie einen wichtigen ersten Schritt! Eine Geldspielsucht führt oft zu einer Abwärtsspirale. Häufig sind es Angehörige, die Betroffene dazu bringen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn früh Hilfe geholt wird, können Folgeprobleme verringert werden. Wenn Sie Ihren Freund unterstützen möchten, ist das Aussprechen Ihrer Sorge ein wichtiger erster Schritt. Erzählen Sie ihm von Ihren Sorgen und Beobachtungen. Es gibt einige Tipps, wie dieses Gespräch gut gelingt. Das Wichtigste dabei ist, Anschuldigungen zu vermeiden und Ihrem Freund zu zeigen, dass Sie ihm helfen möchten. Weitere Tipps finden Sie auch auf unserer Seite https://www.safezone.ch/de/unterstuetzen.
Wenn das Gespräch nicht unmittelbar eine Veränderung mit sich bringt, seien Sie nicht enttäuscht. Oft braucht es Zeit, bis die betroffene Person einsieht, dass sie ein Problem hat und Hilfe in Anspruch nehmen sollte.
Die betroffene Person muss selber merken, dass es eine Veränderung braucht. Sie können diesen Prozess unterstützen, indem Sie der Person kein Geld leihen, keine Kreditkartenverträge für sie unterzeichnen und auch keine Schulden für die Person begleichen. Das kann sich hart anfühlen. Es ist aber für die betroffene Person ein wichtiger Beitrag, um selbst zur Einsicht zu kommen, dass sie einen Weg aus der Sucht suchen muss.
Ist Ihr Freund bereit für die Veränderung, zeigt die Erfahrung, dass dies meist nur durch die Unterstützung von professionellen Fachpersonen gelingt. Sie können Ihrem Freund raten, professionelle Unterstützung anzunehmen und ihn auch z. B. dorthin begleiten. Wichtig dabei bleibt, dass Sie sich von den Problemen Ihres Freundes möglichst abgrenzen und auf Ihre eigene Gesundheit und Ihr eigenes Wohlbefinden achten.
Sprechen Sie mit Freund:innen und Verwandten über Ihre Sorgen und Ihre Situation. Wenn Sie möchten, holen Sie sich Rat von einer Fachperson, wie Sie mit der Geldspielsucht der betroffenen Person umgehen können. Suchtberatungsstellen sind auch für Angehörige da und beraten und begleiten in der Regel kostenlos und auf Wunsch anonym.
Auf der Webseite Suchtindex finden Sie Beratungsstellen, die Sie oder Ihren Freund vor Ort beraten.
https://suchtindex.infodrog.ch/#/?offerings=16,48&specializations=5
Auf SafeZone können Sie oder Ihr Freund sich online und anoym beraten lassen: https://www.safezone.ch/de/beratung
Vielleicht fällt es ihm aber auch leichter, den ersten Schritt mit Selbsthilfetools zu machen? Hier finden Sie Apps und einen Online-Kurs, die ihren Freund in einem ersten Schritt unterstützen können.
https://www.safezone.ch/de/selbsttests/spielsucht#selbsthilfe
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Ich würde gerne wissen, welche Möglichkeiten der Selbsttherapie es bei Mediensucht oder starker Abhängigkeit gibt, wenn man keine autoritäre Person hat, die den Konsum einschränken kann. Ein "kalter Entzug" von heute auf morgen habe ich in letzter Zeit häufig probiert, allerdings hat dieser nie länger als eine Woche maximal gehalten. Oder ist die Selbsttherapie der falsche Ansatz und ich sollte zu einem Arzt/Therapeut?
Meine Kolleginnen sagen, ich könne ja nicht mehr ohne mein Handy leben. Zugegeben, ich schaue schon öfter mal etwas im Internet nach, checke meine Nachrichten oder game ein bisschen. Aber bin ich deshalb gleich handysüchtig?
Hallo Ich bin Zuviel und zu lange in den Soziale dienste (Facebook/ Twitch / Instagram) unterwegs. Sobald ich am Handy bin, habe ich wie ein Tunnelblick und komme nur noch schwer wieder los. Sobald ich am Handy sitze, bekomme ich wie ein Tunnelblick und ich höre meine Umgebung auch nicht mehr. Mir fällt es auch schwer eine grenze zu setzen, wie lange ich am Handy sein soll. Bei den Reels sagt man sich immer wieder noch eins und dann ist Schluss. Da ich dies jedoch immer wieder sage und dann 1h später immer noch schaue, durch das verbringe ich immer mehr zeit in den Sozialen diensten. Nun habe ich eingesehen, dass dies ein Problem ist und das ich etwas ändern muss. Was für Möglichkeiten gibt es für dies wieder in den Griff zu bekommen? Wie kann man die Spirale des online Konsum durchbrechen und sich auf andere wichtiger Sachen Fokussieren?
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Mein Freund möchte einen Methadon Entzug machen und in dieser Zeit möchte ich ihn so gut es geht unterstützen. Was kann man tun um die Entzugserscheinungen zu lindern?
Hallo, ich war 10 Jahre mit einem drogenabhängigen Mann zusammen und bin mittlerweile getrennt, allerdings haben wir noch Kontakt. Die Beziehung war sehr einseitig, da er die Zeit, wann wir uns gesehen haben und wie lange, bestimmt hat. Ich selbst habe erst nach ca. 6 Jahren Beziehung und vielen Tränen gemerkt, dass ich mit ihm meine Kindheit wiederhole und eine Trauma Therapie begonnen Hier habe ich gelernt mich zu fühlen, meine Bedürfnisse auszudrücken und mich selbst zu regulieren. Durch meine Entwicklung und ausdrucken meiner Wünsche kam es dann vermerkt zu Streits, die für mich mit verbaler Gewalt und Gefühlskälte endeten. Daraufhin folge tsgelanges Schweigen seinerseits. Anfangs habe ich noch mit Trennung gedroht, welches ich damals aber nicht umgesetzt habe. Als ich merke, dass ich mich trennen muss und meine Therapie zu Ende war, habe ich viel im Internet gelesen und auch noch eine weitere Therapie angefangen, die ich jetzt noch mache. Trotzdem lasse ich ihn nicht ganz los. Meine Frage nun: Er kosumiert täglich mehrfach Cannabis aus der Bong und mehrmals die Woche bis mehrmals täglich Speed. Vor der Arbeit Speed, nach der Arbeit Cannabis, meist dann wieder Abend Speed, wenn er noch was erledigen muss und vor den Schlafen wieder Cannabis. Samstag schläft er meist bis nachmittag, hat nur Elan mit Speed und schlechte Laune. Sonntags würde er am liebsten bis abends schlafen. Frage ich nicht nach Treffen kommt sehr selten was von ihm. Ca. alle 1,5 Wochen. Wenn ich Zeit mit ihm möchte und er will nicht, gibt es keine Kompromisse. Er wirkt auf mich sehr kalt nach dem Konsum von Speed und zieht ohne Rücksicht auf mich seinen Tagesplan durch. Werde ich mal ärgerlich, wird er extrem wütend und bricht die Unterhaltung mit " verpiss dich " ab. Mittlerweile gehe ich dann. Habe aber eine starke Hilflosigkeitkeit, da ich weiß jetzt kommt sein Tagelanges schweigen wieder. Ist es möglich, dass allein der Drogenkonsum dieses Verhalten bei ihm erzeugt? Erkennt sich jemand als Konsument ode ehemaliger Konsument in der Schilderung wieder? Ich versuchen ihn immer noch zu verstehen..... Lieben Dank
Seit der Primarschule weiss ich, dass mein Vater Drogen nimmt. Ich weiss manchmal nicht, wie fest ich nachfragen soll... Und ich weiss vor allem nicht, wie fest man einem Drogenabhängigen wirklich vertrauen kann?