Mein Lebensgef., 43J, 8 Monate Beziehung, konsumiert Kokain, seit Jahren, mittlerweile jeden 3. Tag mit zweitägen Ausfällen, verschwinden über die Nacht oder auch zwei Nächte. Reuephase, Wutausbrüche und Aggression mir gegenüber. Alles versucht - meinerseits volle Hilfestellung. Was soll ich tun??

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Sie schreiben von Ihrem Lebensgefährten, der seit Jahren regelmässig Kokain konsumiert. Wenn jemand über einen längeren Zeitraum regelmässig Drogen einnimmt, ist vermutlich von einem süchtigen Konsumverhalten auszugehen. Als nahestehende Person sind Sie von der Kokainabhängigkeit mit all ihren negativen Folgen mitbetroffen. Gut, dass Sie sich Gedanken machen und aktiv nach Lösungen suchen, denn der Lebensalltag mit einem süchtigen Partner ist eine grosse Herausforderung.

So wie Ihnen ergeht es in der Schweiz Tausenden von Angehörigen. Es macht hilflos, ohnmächtig, manchmal auch wütend zu sehen, wie alles aus dem Ruder läuft. Nicht selten verlaufen gutgemeinte Hilfsversuche ganz anders als erhofft und erwünscht. Anstelle einer Verbesserung wird das Ganze noch schlimmer als zuvor. Das zehrt an den Kräften und ist äusserst frustrierend.

Der Ausstieg aus einer Abhängigkeit ist nicht einfach. Um die Entgiftung und den anschliessenden Entzug durchzustehen müssen Betroffene aus eigener Überzeugung zum Konsumstopp bereit sein. Sie müssen die Verantwortung für alle nötigen Veränderungsschritte übernehmen. Es braucht eine klare Absicht sowie viel Durchhaltewillen, um sich von einer Sucht zu befreien. Oft ist dabei Unterstützung von einer Fachperson angezeigt.

Wie können Sie als Partnerin helfen? Zu viel Engagement für suchtbetroffene Personen ist nicht gut. Angehörige laufen sonst Gefahr, sich in die Sucht zu verstricken und Verantwortung zu übernehmen, die der süchtige Mensch selber tragen muss. Stattdessen ist ganz wichtig, sorgfältig auf sich, die eigene Befindlichkeit und allfällige Grenzen zu achten. Es gilt herauszufinden, wie Angehörige ihre Rolle in der Suchtgeschichte einer nahestehenden Person gestalten können, um gut mit der Situation umzugehen. Für die Begleitung in diesem Prozess ist eine Angehörigenberatung hilfreich.

Welche Angebote gibt es? Bei SafeZone finden regelmässig moderierte Selbsthilfechats für Angehörige von Suchtbetroffenen statt. Unter https://beratung.safezone.ch/views/chat/index.html sind die Daten für die nächsten Chats ersichtlich. Weiter bieten Suchtberatungsstellen Einzel- und oft auch Gruppengespräche für Nahestehende von Menschen mit einem Suchtverhalten an. Adressen von Beratungsstellen in der Nähe finden Sie unter https://www.safezone.ch/suchtindex.html. Als dritte Variante kann unsere Sprechstunde https://beratung.safezone.ch/views/chat/einzelchats.html für einen individuellen Einzelchat gebucht werden. Und selbstverständlich gilt das Mailberatungsangebot https://beratung.safezone.ch/views/mailberatung/index.html auch für Angehörige.


Mehr Fragen zu Kokain

Hallo ich wurde gestern von der Polizei angehalten die einen Drogen schnell test bei mir gemacht haben der hat positiv auf Kokain angeschlagen ich habe aber selber nichts genommen. Ich war vor 2 Tagen bei Freunden die Kokain durch eine Pfeife rauchen kann deswegen der test positiv gewesen sein?

Mein Freund trinkt, nimmt drogen und spielt. Und ich steh im zur Seite, aber ich bräuchte einfach mal ein paar Ratschläge wie ich weiter fahren soll.

Mein Hintergrund / Konsumverhalten Ich bin weiblich, fast 30 Jahre alt, und arbeite nebenberuflich als DJ – dadurch bin ich regelmäßig im Nachtleben unterwegs. Mein Substanzkonsum hat sich in den letzten 9 Monaten problematisch entwickelt: Besonders zwischen September und November 2024: • Fast jedes Wochenende gefeiert, oft zwei Nächte hintereinander. • Kokain jedes Wochenende konsumiert (1–2g pro Wochenende). • Sehr wenig Schlaf (teilweise nur 3–4 Stunden pro Wochenende). • Immer häufiger Afterhours und impulsiver Konsum. • Deutliche körperliche und psychische Nebenwirkungen: Herzrasen, Schwäche, Angstzustände. Dezember 2024: • Einen Monat auf Reisen gewesen – komplett ohne Konsum. • Festgestellt, dass mein Konsum stark ans Nachtleben gekoppelt ist und nicht an meinen Alltag. Seit Januar 2025: • Regelmäßigen Kokainkonsum gestoppt. • Genieße manchmal auch nüchterne Abende zu Hause – was früher undenkbar war. • Habe beim Feiern Kokain grösstenteils durch MDMA ersetzt. • Konsumiere meistens 0,5–1,5 Pillen pro Abend (jeweils in Vierteln, alle 1–2 Stunden nachgelegt). Manchmal noch 2-3 Lines Koks zum Schluss. Und das ca. 3-4x pro Monat. • Jedes Mal nehme ich mir vor, nüchtern zu bleiben oder wenig zu konsumieren – schaffe es aber meistens nicht. • Zwischen den Events habe ich kein Konsumverlangen, aber im Clubumfeld werde ich extrem getriggert. • Gesundheitlich geht es mir aktuell okay, aber ich spüre eine deutliche Erschöpfung meines Körpers und Nervensystems. • Ich habe Angst, dass mein Körper irgendwann nicht mehr mitmacht. Kritische Ereignisse • Vor ca. 1,5 Monaten: Zwei Kreislaufkollapse nach Konsum von Kokain und MDMA. • Vor kurzem: Während des Feierns Pupillen fast komplett nach oben wegrutschend, sodass fast nur noch das Weiße sichtbar war. • Freunde hatten echte Angst um mich. • Diese Ereignisse haben mir bewusst gemacht, dass ich mein Konsumverhalten nicht mehr unter Kontrolle habe

Fragen von Angehörigen

Meine Partnerin hat einen (in meinen Augen) risikoreichen Alkoholkonsum. Beim essen mit Freunden werden gerne mal 5-8 Standardeinheiten konsumiert. Konzerte/Festivals/Mädels-Ausgang sind undenkbar ohne Konsum. Dabei wird nicht auf die Menge geachtet, sondern getrunken „so lange ich Lust darauf habe. Ich möchte meine Konsum nicht begrenzen und zählen, wie viele Drinks ich nehme“. Bei Gesprächen kommen wir nicht weiter. Sie fühlt sich „eingeengt“ und nicht akzeptiert. Das trinken und betrinken gehöre nun mal zu ihr, das sei ein Teil von ihr. Sie möchte ihr Verhalten nicht ändern, ich kann meine Meinung nicht ändern und ihr Trinkverhalten gutheissen/akzeptieren. Wie kann eine solche Situation gelöst werden?

Mein Mann kifft, ich hasse seinen Konsum. Wir haben zwei Kinder und ich will ihnen sicher keine Trennung antun. Was kann ich tun, damit ICH irgendwie einen Weg für MICH finde - einen gemeinsamen Weg wird es nicht geben.

Meine Partnerin ist ein sehr lieber Mensch. Leider trinkt sie öfters zu viel und handelt sich damit Probleme ein. Nachher hat sie ein schlechtes Gewissen und verspricht, nie mehr so viel trinken zu wollen. Der gute Vorsatz hält aber immer nur ein paar Tage. Wieso kann sie nicht einfach aufhören?

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