Ich bin substituiert mit Subutex und konsumiere manchmal noch Kokain. Ist diese Mischung gefährlich? Was passiert wenn ich diese Substanzen mische und was sind die Risiken?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Sie fragen sich, ob Sie mit Ihrem Beikonsum von Kokain ein Risiko eingehen und sich möglicherweise schaden. Grundsätzlich gilt: Eine risikolose Kombination von Drogen gibt es nicht.

Kokain wirkt stimulierend auf das zentrale Nervensystem, das Opioid Subutex wirkt dämpfend – somit sind die Wirkungen gegenteilig. Der Mischkonsum von Opioiden mit Stimulanzien (wie Kokain, Amphetamin) belastet den Körper und das Herz-Kreislauf-System stark. Die Wirkungen können sich gegenseitig überdecken, sodass sie subjektiv schwächer empfunden werden. Es kann sein, dass Sie deshalb nicht merken, wie stark Ihr Körper belastet ist und das Risiko für Überdosierung steigt.

Vermutlich haben Sie irgendwann die Entscheidung für eine Substitution mit Subutex getroffen, um Ihre Lebensqualität zu verbessern. Das Kokain spielt aber neuerdings oder nach wie vor eine Rolle in Ihrem Leben. Was genau möchten Sie mit dem Kokainkonsum erreichen? Welches Bedürfnis möchten Sie damit befriedigen? Bräuchten Sie allenfalls eine höhere Dosis Subutex, damit Sie sich besser fühlen? Oder könnte es hilfreich sein, mit jemandem über die Situation zu sprechen?

Falls der Kokainkonsum für Sie als unverzichtbar erscheint, empfehlen wir Ihnen, sich bei Ihrer Substitutionsstelle zu erkundigen. Dort kennt man Ihre Situation und Ihre medizinische Vorgeschichte und kann Ihnen allenfalls eine entsprechende Einschätzung geben, wie sie am besten damit umgehen.


Mehr Fragen zu Kokain

Hallo, ich bin 35 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder (11 und 8 Jahre). Vor einem Jahr habe ich herausgefunden, dass mein Mann regelmäßig kokst. Am Anfang war ich völlig am Boden zerstört und wusste nicht, wie ich damit umgehen soll. Da er geschäftlich viel unterwegs ist, ist mir lange nichts aufgefallen – bis ich begonnen habe, genauer hinzuschauen. Dabei habe ich auch Abrechnungen von verschiedenen Puffs gefunden. Das hat mich psychisch komplett kaputt gemacht. Ich frage mich bis heute, was er dort gemacht hat. Er schwört mir immer wieder, dass nichts mit Prostituierten passiert sei. Aber was macht man sonst dort? Eigentlich ist unser Sexleben gut, weshalb ich noch weniger verstehe, warum er überhaupt hingeht. Ich hatte so viel Kopfkino, so viele Streitereien, so viel Leid. Wenn er konsumiert hatte, war er am nächsten Tag nicht mehr er selbst. Irgendwann hat er es geschafft, fünf Monate lang nichts zu nehmen – bis es vor Kurzem wieder passiert ist. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Ich habe keine Kraft mehr, ständig mit ihm zu diskutieren. Ich tue mir selbst nur noch leid – und meine Kinder auch, weil sie meinen Frust und meine Wut spüren. Ich will nicht mehr jeden Tag kontrollieren müssen, ob er etwas genommen hat oder nicht, vor allem weil ich es ja sowieso nicht ändern kann. War jemand schon einmal in einer ähnlichen Situation?

Mein Freund ist kokainabhängig und hat schon vieles probiert, um davon wegzukommen, wird aber immer wieder rückfällig. Egal wie ich reagiere, verständnisvoll, wütend, ein Ultimatum stellend usw. es ändert nichts. Ich weiss nicht mehr, was ich noch für ihn tun kann.

Mein Freund nimmt Kokain und ich weiss nicht, wie ich ihm helfen soll. Ich weiss, wenn er es selbst nicht wirklich will, kann ich nicht viel machen, als mich zurück zuziehen... Aber die Liebe zu ihm ist zu gross.

Fragen von Betroffenen

Mein Mann hat immer gerne getrunken, ich allerdings auch… nun ist alles am Ende, ist alles meine Schuld?

Hallo Forum, ich habe schon ein paar Fragen diesbezüglich durchgelesen aber ich bin noch auf keine richtige Antwort gestoßen. Ich konsumiere seid mehr als 10 Jahren Speed. Am Anfang war es eher nur am WE und seit ca 3 Jahren wurde es täglich. Mittlerweile kenn ich gar kein richtig drauf sein mehr. Ich konsumiere manchmal am Tag bis zu 5 Gramm ohne eine Wirkung zu erzielen. Ich nehme es über die Nase auf und mache mir Kapsel fertig, ich habe dann meistens ein kurzen Anstieg meiner Körpertemperatur aber das klingt nach kurzer Zeit wieder ab. Meistens kann ich danach schon was essen, schlafen etc. Alles was sonst nicht möglich war. Ich habe am Anfang nur 1 Gramm für ein ganzes WE gebraucht und war noch Std nach letzter Line wach. Mittlerweile könnte ich mich nach dem ziehen direkt hinlegen. Kann es passieren das der Körper eine totale Toleranz gegen Amphetamine herstellt ? Wie gerade beschrieben eine leichte Veränderung merke ich aber ich kann nach dem ziehen schlafen, essen und ein drauf sein kenn ich gar nicht mehr. Mfg

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