Wir konsumieren mind. 1x in der Woche Kokain. Im Verlauf von ca. 3 Jahren wurde auch die Dosis erhöht. Auslöser für die Lust danach ist immer Alkohol. Wir brauchen Hilfe, bevor wir mehr verlieren als Geld. Aber wo? Und wie? Und wie bringe ich meine Partnerin dazu, mitzumachen?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Schleichend hat das Kokain einen Platz in ihrer Beziehung gefunden. Im Laufe der Jahre hat sich die Dosis – und vielleicht auch die Häufigkeit des Konsums? – gesteigert. Wenn es gelingt, im nüchternen Zustand auf den Konsum zu verzichten, ist dies nach dem Konsum von Alkohol nicht mehr so einfach. Die euphorisierende Wirkung des Alkohols steigert die Lust nach einem intensiveren Erlebnis. Diese Erkenntnis führt zu einem mulmigen Gefühl und zur Angst davor, die Kontrolle zu verlieren. Was können Sie tun?

Sicher führt kein Weg daran vorbei, mit Ihrer Partnerin das Gespräch zu suchen. Wie geht es ihr in dieser Hinsicht? Wünscht sie eine Veränderung oder hat sie eine andere Haltung dazu? Vielleicht macht sie sich ähnliche Gedanken wie Sie, vielleicht sieht sie das Problem aber (noch) nicht? Möglicherweise fällt es Ihnen nicht leicht, dieses Gespräch mit Ihrer Partnerin zu führen. Falls das zutrifft, empfehle ich Ihnen, sich an die Mailberatung von SafeZone zu wenden. Zusammen mit einer Fachperson können Sie alle offenen Fragen diskutieren und sich gut auf das Gespräch vorbereiten.

Nehmen Sie Ihre Gefühle und Ihre Befürchtungen, mehr zu verlieren als Geld, ernst und holen Sie sich die Hilfe die Sie brauchen. Optimal wäre natürlich, wenn Sie und ihre Partnerin den Weg gemeinsam gehen könnten. Falls die Bereitschaft ihrer Partnerin aber nicht vorhanden ist, sollten Sie dennoch den Schritt unternehmen und sich an eine Beratungsstelle wenden. Unter der Rubrik „Hilfe vor Ort“ auf der Homepage von SafeZone finden Sie alle nötigen Informationen die sie brauchen.


Mehr Fragen zu Alkohol

Ist das Craving bei alkoholentzug vergleichbar mit dem verlangen nach einer zigarette wenn man aufhört oder noch schlimmer?

Ich bin seit 10 Jahren mit einem Alkoholiker zusammen. Die Sucht habe ich relativ früh erkannt weil er sich sehr auffällig verhielt, wenn er zu viel getrunken hatte oder die Fahne war zu penetrant. Wir hatten unzählige Streitereien wegen dem Alkohol, er ist mir mehrmals fremdgegangen, hat mich immer wieder belogen...immer unter Alkoholeinfluss. Mittlerweile hat das Ganze neue Dimensionen angenommen, er ist zum ersten Mal unentschuldigt der Arbeit ferngeblieben und war unter drogen und alkoholeinfluss mit dem Auto unterwegs. Wenn er nüchtern ist, weiss er selber, dass das was er macht ein absolutes no go ist. Jedoch ändert sich kaum etwas nach unseren Gesprächen und Vereinbarung die getroffen wurden, werden nicht eingehalten. Ich habe ihn immer wieder versucht zu verstehen und die Dinge aus seiner Perspektive zu sehen. Ich merke jedoch, dass ich einfach nicht mehr die Energie habe seine Eskapaden weiterhin zu ertragen. Wir verstehen uns wenn er nüchtern ist super, haben es lustig zusammen und alles ist harmonisch. Aber der Alkohol macht diese Harmonie immer wieder zunichte. Ich liebe ihn trotz allem noch und weiss, dass er im Grunde ein toller Mensch ist. Den Alkohol als ständigen unerwünschten Begleiter jedoch hasse ich mittlerweile wie die Pest. Er gesteht sich die Sucht auch ein und sagt selber, dass er davon loskommen möchte. Aber nichts hat bis jetzt geholfen, keine Psychotherapie, keine Suchtberatung und keine Medikamente. Einen stationären Entzug lehnt er vehement ab. Ist es also egoistisch von mir, wenn ich nun lieber auf meine Bedürfnisse achten möchte? Lasse ich ihn fallen, wenn ich mich von ihm trenne, obwohl wir ja auch schöne Momente zusammen hatten und auch immer noch haben? Die Entscheidung fällt mir extrem schwer aber so wie es jetzt ist, kann es nicht mehr weitergehen...ich weiss keinen Rat mehr.

Ich habe ein Alkoholproblem. Nach schon gemachtem Entzug will ich jetzt mindestens ein halbes Jahr abstinent bleiben. Meine Sorge: was kann ich tun, um an Geschäftsaperos und Familienweihnachten trocken zu bleiben, wenn Alkohol angeboten wird, ohne gleich allen von meinem Problem erzählen zu müssen?

Fragen von Betroffenen

Ich bin seit 6 jahren Kokain abhängig. Jetz möchte ich diese schlechte Geschichte hinter mir lassen. Kann man einen Stationären Entzug machen? Wenn dem so ist, wo?

Kann Kokain, einige Tage nach Einnahme, beim Küssen auf eine andere Person nachweislich übertragen werden?

Ich nehme seit 2 Jahren Aripiprazol 20mg für meine manische depression. Nun möchte ich gerne Mdma konsumieren. Können Wechsel Wirkungen auftreten ? Hat es eine Auswirkung auf die eigentliche Wirkung?

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