Ich kiffe jedes Wochenende. Kann man deshalb sagen, dass ich süchtig bin?
SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:
Neben Konsummenge und –häufigkeit gibt es weitere Faktoren, die eine Suchtentwicklung begünstigen. So sind beispielsweise Jugendliche stärker gefährdet als Erwachsene, weil ihr Gehirn noch nicht ausgereift ist. Psychische Probleme, belastende Familienverhältnisse, fehlende berufliche Perspektiven und ähnliche Schwierigkeiten erhöhen das Abhängigkeitsrisiko.
Eine Abhängigkeit entsteht jedoch nicht von einem Tag auf den anderen, sondern ist das Resultat einer meist länger dauernden Entwicklung. Am Anfang steht gelegentlicher Konsum aus Experimentierlust, Spass oder Neugierde, Mitmachen in der Clique. Über die Gewöhnung - wenn das Kiffen beispielsweise fix zu einem gelungenen Wochenende gehört - und das missbräuchliche Kiffen bei fast jeder sich bietenden Gelegenheit kann es schliesslich zu einer Abhängigkeit kommen.
In deinem Fall stellt sich die Frage, ob bereits eine Gewöhnung eingetreten ist. Am einfachsten findest du das heraus, indem du mal ein oder, noch besser, ein paar Wochenende nichts konsumierst. Vielleicht ist das gar kein Problem. Möglicherweise stellst du jedoch fest, dass es dir ganz schön schwerfällt, weil ohne das Kiffen etwas fehlt. Letzteres wäre ein Hinweis, dass du deinen Cannabiskonsum überdenken solltest.
Wenn du genauer herausfinden willst, wie es mit einer Suchtgefährdung aussieht empfehle ich dir, einen Selbsttest auf unserer Website, https://www.safezone.ch/selbsttests.html auszufüllen. Oder du meldest dich unter https://beratung.safezone.ch/views/mailberatung/index.html für eine Mailberatung an, um deine persönliche Situation mit einer Fachperson anzuschauen.
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Mein 22jähriges Göttikind lebt viele Kilometer entfernt im Ausland und hat mich vor einiger Zeit besucht. Wir pflegen ein herzliches und vertrauensvolles Verhältnis. Mein Göttikind habe ich wegen Corona viele Monate nicht gesehen. Beim Besuch fiel mir seine Gewichtsabnahme und sein extrem überschwängliches Auftreten auf. Ausserdem ging es mit bekannten Gleichaltrigen in den Ausgang, feierte bis zum nächsten Vormittag und kam Sturz betrunken heim und übergab sich zunächst. Mein Göttikind erzählte z.B. auch von Personen aus ihrem Bekanntenkreis daheim, die „harten“ Drogen konsumierten und verkauften. Wenige Wochen später besuchte ich mein Göttikind. Der Zustand war diesmal besorgniserregend: die Party am Vortag und die Arbeitswoche haben ihm so schwer zu schaffen gemacht, dass mein Göttikind völlig ausgelaugt, geschwächt und extrem müde war. Ich habe mein Göttikind noch nie so erlebt! Nun habe ich aber über ein Geschwisterteil meines Göttikindes erfahren, dass es wohl neben Cannabis auch Kokain konsumieren würde. Plötzlich sah ich die o.g. Zustände bei den 2 Treffen in einem anderen Licht. Das Geschwisterteil musste ich versprechen, die Eltern nicht zu kontaktieren. Denn es hat bereits Ärger von allen Seiten erhalten, als es den Verdacht gegenüber den Eltern und meinem Göttikind aussprach. Ich fragte bei den hiesigen Bekannten nach und sie bestätigten mir, dass mein Göttikind ihnen von seinem Kokainkonsum erzählte. Ich frag mich nun, was ich tun kann. Welche Möglichkeiten gibt es für nahestehende Bezugspersonen, bei Verdacht auf Drogenkonsum die Betroffenen darauf anzusprechen. Mein Göttikind hat es gegenüber ihrer Familie strikt abgestritten. Was kann ich tun? Muss ich auf dieser weiten Entfernung abwarten und aushalten, dass sich mein Verdacht erhärtet und mir die Hände gebunden sind? Normalerweise rede ich sehr offen und bin transparent mit ihm. Aber hier hab ich das Gefühl, dass ich auf Ärger und Ablehnung stosse, wenn ich meine Sorge anspreche. Um einen Tipp wäre ich sehr dankbar…
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