Der Weg aus der Spirale: Nach dem Studium startete ich meine Karriere in einer Grossfirma und bin im mittleren Kader angekommen. Doch leider startete damit auch mein Dilemma. Plötzlich war das Bier nicht mehr nur Genuss, sondern auch Stressbewältigung.

Hallo Zusammen

Ich bin nun 32 Jahre alt habe eine gute Ausbildung und eine wunderbare Familie. Ich bin das was mitunter als "Genussmensch" bezeichnet wird. Ich koche gerne und kenne viele Traubensorten, Single Malt und ihre Regionen und all möglichen lokalen und internationel Craftbiere. Nach dem Studium startete ich meine Karriere in einer Grossfirma und bin mittlerweile im mittleren Kader angekommen. Doch leider startete damit auch mein Dilemma. Plötzlich war das Bier nicht mehr nur Genuss, sondern auch Stressbewältigung. Vor ein paar Jahren was das Feierabendbier im Zug noch eine monatliche Ausnahme, irgendwann wöchentlich, dann täglich und plötzlich mussten es zwei Dosen sein. Zu Hause habe ich dann nicht mehr getrunken, aber zusammen mit den "Genuss" Momenten am Wochenende gab es keine Alkoholfreien Tage mehr. Seit ein paar Monaten habe ich morgens, wenn ich an die frische Luft gehe, zwei-dreimal ein Trockenwürgen. Das Googlen nach dem Symptom öffnete mir dann die Augen. Ich bin nun seit 10 Tagen Alkoholfrei, das Trockenwürgen begleitet mich immer noch. Ich hoffe aber das sich das nun auch bald legt und sich mein Körper erholen kann.

In diesen 10 Tagen musste ich aber auch feststellen wie fest Alkohol in unserer Gesellschaft verwurzelt ist...

Ich hoffe nun auf einem guten Weg zu sein. Ich weiss noch nicht ob ich irgendwann mal wieder ein Glas Rotwein trinken werde, aber momentan muss diese Spirale durchbrochen werden. Wünscht mir Glück...

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Lieber Informatiker

Ein herzliches Willkommen im Forum von Safe Zone.

Sie beschreiben in kurzen und prägnanten Worten, wie sich der Konsum von Alkohol schleichend steigern kann, bis er schliesslich zur täglichen Gewohnheit wird.

Ihr Bericht, wie Sie auf die negativen Auswirkungen des Alkoholkonsums reagiert haben zeigt, dass Sie grundsätzlich einen sorgsamen, verantwortungsvollen Umgang mit sich selber haben. Weiter so! Lassen Sie sich nicht beirren und bleiben Sie auf dem neu eingeschlagenen Weg. Sollen die anderen sagen was sie wollen.

Haben andere Safe Zone User ähnliche Erfahrungen gemacht? Die Forum-Community freut sich über jeden Beitrag.


SafeZone.ch-User schreibt:

Nicht schlecht ich denke das hasst du echt gut gemacht. Da dieser Beiträg schön ein wenig älter ist nimmt es mich wunder wie es aktuell bei dir aussieht und wie du es geschafft hast. Den auch ich selber habe ein wenig schwierigkeiten mit alkohol. Ich bin auch informatikerin jedoch jetzt im letzten ausbildungsjahr in einer gross firma. So kommt es immer dazu das ich am abend bier trinke einmal habe ich nur 1L getrunken das war das wenigste seit langem jetzt bin ich wieder bei mind. 2L kann aber auch mal locker auf 4L gehen. Deshalb nimmt es mich wunder wie du es geschafft hast. Wie lange dauerte es bis das trockenwürgen weg war den auch dies nervt mich täglich aber etwas zu ändern fällt mir schwer.

Gruss frescolino


SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Liebe Frescolino

Herzlich willkommen im Forum von SafeZone.

Ich finde es super, dass Sie dieses Thema wieder aufgenommen haben denn tatsächlich ist es sehr hilfreich zu erfahren, wie andere es schaffen das Trinken zu reduzieren. Sicher gibt es viele verschiedene Möglichkeiten und nicht jede ist für alle geeignet. Umso wichtiger sind Beiträge jeglicher Art die anregen, einen Versuch zu starten.


SafeZone.ch-User schreibt:

Hallo Frescolino

Ich habe das gleiche im 2014 durch gemacht ganz langsam habe ich Bier getrunken und habe mir gesagt na ein Geierabendbier kann nicht schaden! Januar 2015 wurde es sehr schlimm immer wen ich frei Hatte einen Tag in der Woche und Wochenende habe ich sehr viel getrunken und bemerkt das ich Hilfe brauche den ich kam nicht alleine raus ich ging zu den Berner Gesundheit aber leider war ich zu mir nicht Ehrlich und zum Betreuer auch nicht!

Habe also im August eine Klinik für 16 Wochen besucht und auch noch gleich den Wohnort gewechselt weil ich merkte das ich ja nicht mehr alleine wohnen kann und Gesellschaft brauche ohne Alkohol!

Nun leider hatte ich im Betreuten wohnen Rückfälle, nicht mehr so schlimm wie im 2015. Jetzt bin ich wieder in einer Klinik und bin seit 10 Wochen hier und jetzt weis ich das ich es schaffen werde.

Alleine hätte ich es nicht geschafft und das musst du selber wollen sohnst geht's nicht!

Ich werde auch draussen noch viel kämpfen den auch hier in der Klinik hatte ich Rückfälle wen ich draussen war aber so lernte ich mit dem Alkohol umzugehen warum das ich trinke nicht nur weil es mir schmeckte sondern weil ein Problem da ist! Das muss ich immer sofort lösen und auch auf mich achten das ich merke wann es anfähngt zu tiggern.

Nun viel Erfolg beim selber rausfinden und lass Dir helfen den das Leben ist sehr schön ohne Alkohol!

Schönen abend

Lachchäfer


SafeZone.ch-User schreibt:

Hoi Lachäfer,

Danke für deinen Beitrag, es hat mir wiedereinmal gezeigt wie doof eigentlich Alkohol ist und was es aus Menschen machen kann. Das mit dem steigendem Konsum kann ich sehr gut nach voll ziehen nur schon als ich der letzte Beitrag erfasst habe und jetzt auf meinen Konsum schaue hat dieser sich massiv erhöht. Aber ich habe mich in zwischen Zeit bei einer Fachstelle gemolden und bin bei einem ersten Gespräch gewesen und ich werde auch nächste Woche wieder gehen.

Schöne Tag.

Frescolino


SafeZone.ch-User schreibt:

Waw du hast mein respekt und bewunderung. Weil ich selber mit sucht kämpfe bist du ein vorbild und ich glaube an dir fest. Glaube an uns!

Viel kraft!!!


SafeZone.ch-User schreibt:

Hallo.

Ich bin mit gut 19 Jahren in die Spielsucht geraten. Damals noch, als es bei uns Spielsalons gab. Nun bin ich über 40, habe Familie und einen guten Job aber es zieht mich immer wieder. Einen grossen Schuldenberg haben wir nicht, aber Angespartes auch nicht. Das ist schon debrimierend.

In der Schweiz bin ich gesperrt. Leider gibt es im nahen Ausland jede Menge Möglichkeiten.

Welche Erfahrungen haben andere gemacht und wie kommt man endlich im Kopf davon los?

Gruss


SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Hallo Nichtgut

Herzlich willkommen in unserem Forum.

Toll, dass Sie sich überlegen, wie Sie einen Weg aus der Spielsucht finden! Es macht ja wirklich keine Freude, wenn der gute Lohn immer wieder zu einem grossen Teil in der Kasse von Casinos landet, statt dass Sie sich davon für sich und Ihre Familie etwas Schönes leisten können...

Ich hoffe, dass Sie von anderen Usern gute Ideen und hilfreiche Tipps erhalten, wie es gelingen könnte, die Gedanken ans Spielen aus dem Kopf zu bringen.

Falls Sie eine persönliche Beratung wünschen, dann kann ich Ihnen die Mailberatung von SafeZone empfehlen. Unsere Beraterinnen und Berater stehen Ihnen gerne für einen Austausch zur Verfügung.

Liebe User, hat jemand ähnliche Erfahrungen wie Nichtgut gemacht? Wie ist es gelungen, von der Sucht loszukommen? Was war für euch hilfreich, um Gedanken, die sich immer wieder ums Spielen drehten, aus dem Kopf zu bringen? Welcher Weg führte für Euch aus der Spirale?


Mehr Fragen zu Alkohol

Ich fühle mich so schrecklich allein, während mein Mann seiner Sucht nach geht… wie geht es anderen Beroffenen?

Meine Frau ist Alkoholikerin und nicht berufstätig. Meistens geht es so einigermassen zu Hause. Nun bin ich wegen der Coronakrise im Home Office und kann nicht viel nach draussen gehen. Das Zusammenleben ist nun sehr schwierig geworden und ich befürchte jederzeit eine Eskalation. Was soll ich tun?

Hallo zusammen, ich konsumiere ab und zu am Wochenende Amphetamine (Speed), es gibt viele Auswirkungen auf den Körper und vor allem auf die Psyche des Konsumenten. Angefangen habe ich damit vor ca.2,5/3 Jahren. Es ist kein regelmäßiger Konsum und vor allem nicht alleine. Ich habe festgestellt, dass ich noch nie längerfristige Nebenwirkungen gespürt habe, wie zum Beispiel Depressionen, Aggressivität, leichte Veränderung der Persönlichkeit oder wovon ich schon häufig gehört habe, das Defizit im Umgang mit Menschen, zum Beispiel beim Einkaufen, wenn es darum geht mit fremden Menschen zu sprechen. Auch von körperlichen Defiziten bin ich bisher verschont worden. Dazu muss ich noch sagen, dass es auch häufiger vorgekommen ist, dass ich mehrere Wochenenden hintereinander/mehrmals an einem Wochenende etwas konsumiert habe und die Toleranzgrenze dabei auch schon angestiegen ist, also ein Indiz für zu häufigen Konsum. Trotz dessen, habe ich noch keine Erfahrung mit solchen Auswirkungen gemacht und meine Frage ist, ob das jemandem auch so geht und ob mein Körper/meine Psyche mit chemischen Drogen besser umgehen kann (baut er die Substanz besser/schneller ab? ), als es bei anderen der Fall ist. Oft hört man davon, dass man eine gesunde Psyche haben sollte und man besser von allem Chemischen und Psychoaktivem Abstand halten sollte (klar, man sollte auch so eigentlich nicht unbedingt konsumieren!), wenn man nicht fest im Leben steht, aber ehrlich gesagt, bin ich was das angeht, keine besonders stabile Person und deshalb bin ich sehr gespannt, was eure Antworten hierzu sind. --> Ich will hiermit NICHT den Konsum von Drogen verharmlosen, ich bin mir über langfristige Folgen bewusst und was Drogen im allgemeinen mit einem verursachen können! Es kann immer vorkommen, dass etwas schief geht und man in ein tiefes Loch fällt, auch bei mir persönlich schließe ich das nicht aus, Drogen sind unberechenbar! Danke schon mal im Voraus, vielleicht kennt sich ja jemand gut mit diesem Thema aus :) Mit freundlichen Grüßen

Fragen von Betroffenen

Mein Abstieg - wie Alkohol und Drogen mein Leben verändert haben. Ich sehne mich so sehr nach einem normalen Leben. Was kann ich tun?

Hallo zusammen Ich kiffe schon fast 30 jahre täglich und habe nun aufgehört seit mehr als 3 Monate da ich sehr viele schicksalsschlage erleben musste im 2021. Nun habe ich so eine komische wahrnehmung im freien kam nach ca. 2 wochen abnistenz, alles wie im film und fühle mich wie dumm und nicht mehr selbstbewusst. Alles erscheint anders ich kenne zwar die umgebung jedoch fällt mir jeden tag auf, Dies war sonst nie der fall auch wenn ich mal 2 wochen im urlsub nicht rauchte. Kennt ihr das undcgeht dss wieder weg? Gruss tom

Ich bin 41-jährig und rauche schon seit über zwanzig Jahren. Mein Mann, Nichtraucher, sorgt sich jetzt wegen dem Coronavirus um meine Gesundheit. Er will mich überzeugen, aufzuhören. Aber bringt das nach so langer Zeit überhaupt noch etwas, lohnt sich die Mühe?

Möchten Sie jemanden, dem Sie sich anvertrauen können oder der Sie berät?

Wir sind in einer anonymen Online-Beratung für Sie da.