Mein Freund nimmt Kokain und ich weiss nicht, wie ich ihm helfen soll. Ich weiss, wenn er es selbst nicht wirklich will, kann ich nicht viel machen, als mich zurück zuziehen... Aber die Liebe zu ihm ist zu gross.

Hallo Miteinander,

ich bin am Ende meiner Kräfte und weiß einfach nicht mehr weiter. Mein Freund betreibt, wie ich es gerne nenne "Wintersport". Dies tat er schon bevor ich ihn kannte aber nicht so oft wie jetzt. Es wird immer häufiger und ich mache mir grosse Sorgen. Er sagt selbst er will eigentlich aufhören. Aber tief in seinem Inneren, will er es irgendwie doch nicht. Seine Persönlichkeit verändert sich extrem. Er wird immer kälter und gemeiner. Konsumiert er, ist er am nächsten Tag so down, dass er nur auf dem Sofa liegt. Ich weiß nicht wie ich ihm helfen soll. Er sagt da ich es nicht mache, verstehe ich ihn nicht. Aber ich denke, dass ich nicht selbst konsumieren muss, um zu merken das es nicht gut für ihn oder mich ist. Ich weiss, wenn er es selbst nicht wirklich will, kann ich nicht viel machen, als mich zurück zuziehen .. Aber die Liebe zu ihm ist zu gross.

Liebe Grüße Moretta

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Guten Abend Moretta und willkommen im Forum von SafeZone!

Sie beobachten, dass Ihr Freund immer öfter Kokain konsumiert. Das bereitet Ihnen verständlicherweise ziemliche Sorgen. Sie stellen zudem fest, dass sich seine Persönlichkeit negativ verändert und er sich Ihnen gegenüber gemein verhält. Und obwohl er sagt, er wolle mit dem Konsumieren aufhören, zweifeln Sie an der Ernsthaftigkeit seiner Absicht. Kein Wunder, dass Ihnen die Kraft ausgeht.

Gerne möchten Sie dem Freund helfen, wissen aber, dass Sie bei aller Liebe ohne Veränderungswillen von seiner Seite nicht viel tun können. Das Argument, dass Sie ihn nicht verstehen, weil Sie selber nicht konsumieren ist nicht besonders hilfreich. Gut, dass Sie sich nicht darauf einlassen wollen, eigene Erfahrungen mit Kokain zu machen. Damit würden Sie höchstens sich schaden, auf das Konsumverhalten des Freundes hätte es bestimmt überhaupt keinen Einfluss. Sie tun daher gut daran, die Finger von einem solchen Experiment zu lassen!

Ich hoffe, dass Sie im Forum einige Antworten erhalten, die Sie weiterbringen. Wenn Sie sich gerne vertieft mit Ihren Fragen auseinandersetzen wollen empfehle ich Ihnen, sich für eine persönliche Mailberatung bei SafeZone zu melden.

Wer hat Erfahrung als Angehörige eines Menschen, der Kokain konsumiert? Erlebt ihr auch negative Persönlichkeitsveränderungen? Hat jemand Ideen, was Moretta tun kann, um gut mit dieser belastenden Situation umzugehen? Liebe User, eure Gedanken und Tipps sind gefragt - wer schreibt etwas dazu? Eure Anregungen freuen uns!

Herzliche Grüsse

Helen


Fragen von Angehörigen

Ein Familienmitglied ist suchtkrank Opiate und war auch für mehrere Monate in Therapie. Als er weg war, ging es mir geistig und körperlich besser, da ich eine Co Abhängigkeit entwickelt habe. Seit er wieder Zuhause ist, lief es am Anfang sehr gut. Nur seit ca.3 Wochen merke ich das er Drogen zu sich genommen hat, ich spreche ihn ganz vernünftig an, aber er streitet alles ab. Das treibt mich zur Verzweiflung und ich werde immer unruhiger, schlafe kaum noch, meine Gedanken drehen sich nur noch darum. Weil ich es schon 4 Jahre miterlebe, wie schlimm es sein kann, wenn ein Mensch dem man Nähe steht suchtkrank ist. Ich weiss nicht mehr weiter, Versuche ruhig zu bleiben, aber meine Kontrollsucht fängt wieder an. Ich weiss nicht wie ich mit der Situation umgehen soll, mit dieser Co Abhängigkeit. Wie komme ich daraus?

Mein Freund hat manchmal Phasen in denen er sehr viel Alkohol und Drogen konsumiert. Nun veliert er langsam aber sicher die Kontrolle. Wie soll ich mit ihm umgehen?

Meine Frau ist Alkoholikerin und nicht berufstätig. Meistens geht es so einigermassen zu Hause. Nun bin ich wegen der Coronakrise im Home Office und kann nicht viel nach draussen gehen. Das Zusammenleben ist nun sehr schwierig geworden und ich befürchte jederzeit eine Eskalation. Was soll ich tun?

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