Meine Freundin konsumiert 1-2 mal pro Monat 1 Gramm Kokain. Wenn man sich an einem Abend ein gramm Koks gibt, ist das "heftig"? Müsste ich mir da Gedanken machen?

Hallo zusammen

Seit knapp einem Jahr bin ich (29) nun mit meiner Freundin (26) zusammen. Sie war von Anfang an ehrlich und sagte das Sie gelegentlich Kokain konsumiere. Als Bedingung nannte ich das ich wissen will wenn Sie konsumiert hat, dies war in diesem Jahr 1-2 mal pro Monat der Fall. Sie sagte aber auch das Sie früher sehr viel mehr (3-4 mal wöchentlich) konsumiert hatte.

Heute konsumiert Sie wie gesagt 1-2 mal pro Monat 1 gramm.

Leider habe ich überhaupt keine Erfahrung mit Drogen. Wenn man sich an einem Abend ein gramm Koks gibt, ist das "heftig"? Müsste ich mir da Gedanken machen?

Mich stört der Konsum grundsätzlich nicht, da Sie das im Ausgang oder bei einer Freundin zu Hause macht. Ich kann allerdings auch überhaupt nicht einschätzen ob das nun viel ist oder wenig.

Sich schämt sich auch immer etwas wenn Sie mir am nächsten Tag sagt das Sie konsumiert hatte.

Auch das es eine Hassliebe sei und Sie am besten nie angefangen hätte da Sie nun nicht mehr aufhören kann.

Ich bin verunsichert wie ich damit umgehen soll.

Wie gesagt, grundsätzlich stört es mich nicht, ich habe nur Angst das ich etwas tun oder sagen sollte und dies nicht begreife weil ich irgendwelche "Zeichen" falsch deuten könnte.

Vielen Dank für eure Hilfe!!

Marius

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Hallo Marius1337

Herzlich Willkommen im Forum SafeZone.ch.

Sie erzählen von ihrer Beziehung zu einer Frau, welche seit Jahren Kokain konsumiert. Auf der einen Seite beschreiben sie, dass es ihnen Grundsätzlich nichts ausmacht und trotzdem möchten sie wissen, wann sie konsumiert hat. Sie sagt dies ihnen auch, schämt sich dabei und sie fühlen sich in der ganzen Sache unsicher. Habe ich das so richtig verstanden?

Sie suchen um Hilfe und zeigen dies auch mit den zwei Ausrufezeichen am Satzende. Sie haben hier im Forum ihre Gedanken niedergeschrieben und merken gegen Ende des Schreibprozesses, dass doch ein Leidensdruck vorhanden ist?

Es ist schön lesen zu können, dass sie ehrlich sind in der Beziehung und offen über das Thema Kokain sprechen können. Das ist ein erster wichtiger Schritt, einen gelungeneren Umgang mit dem Thema zu finden.

Was sie neben dem Konsum bei ihrer Freundin beobachten und ihnen Sorgen bereitet, könnten sie vielleicht in einer Mail-Beratung etwas präziser heraus arbeiten.

Das wäre dann eine gute Grundlage, damit sie die Situation besser verstehen (begreifen) können. Dann könnten sie ihre Unsicherheit , was sie tun oder sagen sollten, auf ihre primären Bedürfnisse abstützen. Das gibt Sicherheit und Wohlbefinden.

Wir unterstützen sie gerne bei einem solchen Prozess in der Mail-Beratung.

Was denken die anderen Forenteilnehmer und Forenteilnehmerinnen?

Herzlicher Gruss

Arno


SafeZone.ch-User schreibt:

Hallo Marius

Generell denke ich, dass eine Situation dann problematisch ist, wenn sie von jemandem als problematisch beurteilt wird.

Es gibt klare Kriterien nach denen ein Konsum in Suchtverhalten eingeteilt wird, jedoch ist auch Suchtverhalten immer individuell zu verstehen.

Ob Kokainkonsum heftig ist? Klar ist es ein Einwirken auf den persönlichen Zustand, ob man dies in seiner eigenen Definition für gut oder schlecht befindet, sei jedem selbst überlassen. Es gibt aber klare Unterschiede in der Konsumform. Konsumiert jemand über die Nase, intravenös oder raucht er Kokain? In Bezug auf den Kokainkonsum macht das einen enormen Unterschied. Wirkt sich der Konsum auf den Alltag deiner Freundin, auf euer Beziehungsleben aus? Und ich komme zurück zu meinem Eingangs-Statement: Sobald du die Situation für dich als problematisch empfindet besteht für dich sicher eine Art von Handlungsbedarf.

Gibt es Signale die dir zeigen, wann du reagieren musst? Nun ja, sobald der Konsum sich auf den Alltag (Arbeit, Freunde treffen, Finanzen, Körperpflege, Freizeitaktivität) und die Beziehung auswirkt, sobald deine Freundin nicht mehr entscheiden kann ob sie konsumieren will oder nicht, ist sicher ein kritischer Punkt erreicht. Aber dies würdest du sicher daran erkennen, dass du die Situation als unangenehm/schwierig/konfliktreich/bedrückend oder ähnliches empfindest.


SafeZone.ch-User schreibt:

Hey Leute

Vielen Dank für die Antworten!

Das hat mir doch schon sehr geholfen.

Da ich keine Erfahrungen habe mit Drogen ging es vor allem darum zu wissen ob es bestimmte Zeichen gibt auf welche ich achten sollte, und das hat Phoenix eigentlich sehr schön erklärt.

Ich werde mal darauf achten wie sich alles entwickelt und wenn nötig das Gespräch suchen.


Mehr Fragen zu Kokain

Vor einigien Tagen kam ich nach Hause im wissen, mein Mann wäre zu Hause und würde uns das Nachtessen machen. Er war nicht da. Ich konnre ihn auch nicht erreichen. Irgendwann bekam ich dann ein Anruf von ihm, er hat ein Problem er müsse mir was beichten, wisse jedoch nicht wie er es sagen soll. Er sagte dann, er hätte Kokain genommen und es sei nichz das erste mal, er hätte immer mal wieder genommen. Auch ab und zu Tabletten probiert. Er wollte es mir beichten da er diesmal zu viel genommen habe und darum auch nicht nach Hause kam. Hab erfahren, dass er mit 22 Jahren ungefähr schon ab und an konsumiert hat, danach nicht mehr. Jetzt seit vieleicht zwei Jahren oder so nehme er ab und zu wieder Kokain. Mal konnte er 4 Monate nichts nehmen, diesen Monat aber wieder drei mal. Ich hab ihn abgeholt und nach Hause gefahren,konnte jedoch keine Fürsorge zeigen. Ich konnte nur Wut zeigen. Ich war so entsetzt und entäuscht. Dazu kommt, dass wir an Kinderplanung dran sind mit einer Klinik. Noch ein Grund mehr, dass ich wütend war denn ich das sehr verantwortungslos finde, bei Konsum noch ein Kind erzeugen zu wollen. Ich kann ihm im Moment keine Liebe zeigen, mein Vertrauen ist so angekrazt ich bin nur noch kalt und distanziert. Ist das ganze Verhalten von mir normal oder übertreibe ich das? Auch würde mich wunder nehmen, ist sein Konsum schon unter Sucht einzustufen?

Kokain und Alkohol beim Partner - wie kann ich ihm helfen damit aufzuhören, ohne mich selber kaputt zu machen ?

Hallo,ich kann nicht mehr mit meinem Alkohol und Kokainsüchtigen Partner umgehen.Er trinkt jeden Tag Whisky,mindestens eine halbe Flasche bis mehr als 1 Flasche.Er kokst täglich und kifft. Er ist überall beliebt und hat sein Leben,Job und Familie im Griff.Ich halte das aber nicht mehr aus.Trennung kommt nicht in Frage,da wir ein Kind haben und ich ihm niemals das Kind über längere Zeit überlassen könnte.Will mich nicht auf ei n Psychostreit ums Kind einlasse.Er würde durchdrehen.War schon oft der Fall als ich ihn verlassen wollte.Aber vor dem kesb gibt er den Vorzeigefamilienvater.Niemand glaubt mir wie er sein kann wenn er im Rausch wütet.Was soll ich machen????

Fragen von Angehörigen

Mein Bruder ist Alkoholiker. Er trinkt seit vielen Jahren, aber seit der Scheidung vor zwei Jahren ist es sehr schlimm geworden. Er hat auch schon Äusserungen gemacht, dass er nicht mehr leben will. Leider lehnt er jede Hilfe kategorisch ab. Gibt es eine Möglichkeit, ihn in den Entzug einzuweisen?

Hallo, ich weiß nicht mehr weiter, zu mir ich bin __ Jahre alt und mein Partner __, wir beide haben psychische Probleme und Vorerkrankungen, haben uns vor über einem Jahr auf Therapie kennen gelernt und sind ziemlich schnell auch zusammen gezogen, seit Monaten ist er sehr aggressiv und gemein zu mir. Ich habe herausgefunden das er heimlich wieder Kokain genommen hat, er hat sich auch sehr dafür entschuldigt ( war lange kokainsüchtig) allerdings hat er das kiffen wieder angefangen und mich stört das so sehr, da ich mit diesen Thema auch schlechte Erfahrungen gemacht habe da meine Schwester dadurch auch süchtig wurde, und er weiß das. Immer dreht sich alles am nur um das kiffen wir machen gefühlt gar nichts mehr weil er nur zuhause sein will und kiffen will. Ich fühl mich so alleine und ständig will er mich überreden das ich doch einfach mit rauchen soll und das ja gut ist. Er steht es sich auch nicht ein das er wieder eigentlich abhängig ist ( da es teilweise jeden Tag passiert ) Wir wollten beide das ich schwanger werde aber ich hab große Zweifel da ich nicht will das der Vater meiner Kinder täglich kifft? Oder allgemein sich alles um das Thema dreht. Ich hätt ihm schon so oft angeboten das ich ihn helfe aber er meinte immer ich übertreibe?

Es wird immer schwieriger. Wie kann ich meine Tochter am besten vom alkoholabhängigen Papa schützen?

Suchen Sie jemanden, dem Sie sich anvertrauen können oder der Sie berät?

Wir sind in einer anonymen Online-Beratung für Sie da.