Mein 13-jähriger Sohn raucht - ich leider auch. Welche Argumente könnten helfen, ihn davon abzuhalten?
Ich rauche seit meiner Jugend und nun habe ich festgestellt, dass auch mein Sohn raucht. Ich bin ihm ein sehr schlechtes Vorbild, möchte aber nicht, dass er weiter macht. Geht es anderen auch so? Welche Argumente könnten helfen, ihn davon abzuhalten?
SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:
Guten Tag ficus und herzlich willkommen im Forum von SafeZone.
Ganz bestimmt kennen auch andere Eltern Ihre Situation und ich hoffe, dass wir bald weitere Beiträge dazu hier lesen können.
An dieser Stelle vorerst ein paar Denkanstösse von meiner Seite:
Sie sind vielleicht nicht das beste Vorbild punkto rauchen, aber Ihr Sohn kann wenigstens nicht behaupten, Sie wüssten nicht, wovon Sie reden. Dies als kleiner Trost vorneweg.
Sie schreiben, dass Sie leider rauchen. Für mich schwingt da ein Bedauern mit darüber, dass Sie rauchen. Und manchmal ist vom Bedauern bis zum Versuch einer Veränderung nur ein kleiner Schritt.
Ist es für Sie ein Thema, mit dem Rauchen aufzuhören? Damit würden Sie natürlich innert Kürze vom schlechten zum guten Vorbild! Ich will nicht behaupten, dass Ihr Sohn deswegen auch aufhört zu rauchen - aber es wäre schon ein starkes Zeichen. Und Sie selbst könnten nur gewinnen dabei.
Wenn Rauchstopp für Sie ein Thema ist, möchte ich Sie ermutigen, sich hierzu beraten zu lassen. Auf unserem Forum gibt es übrigens auch das Thema „Rauchstopp“, wenn Sie sich mit anderen dazu austauschen wollen.
Was könnte Ihren Sohn bewegen, mit dem Rauchen aufzuhören: für Jungs in diesem Alter gibt es v.a. drei Gründe, auf Zigaretten zu verzichten: die Kosten, wenn die körperliche Attraktivität (schlechter Mundgeruch) oder die sportliche Leistungsfähigkeit leidet.
Bei Punkt zwei und drei haben Sie wahrscheinlich wenig Einflussmöglichkeiten. Aber Sie könnten z.B. mit Ihrem Sohn mal auf die Seite www.feelok.ch gehen , eine Seite, die speziell für Jugendliche gemacht wurde. Dort gibt es einen Rechner, mit dem Ihr Sohn z.B. ausrechnen könnte, welch schickes Auto er sich leisten könnte mit 18 Jahren, wenn er das Geld nicht verqualmt. Sind schon eindrücklich, die Zahlen!
Oder Sie stellen eine Belohnung in Aussicht, wenn Ihr Sohn eine bestimmte Zeit lang nicht geraucht hat. Am besten fragen Sie ihn da selbst, wofür es sich für ihn lohnen würde, das rauchen aufzugeben.
Und wenn alles nichts nützt, können Sie immer noch hoffen, dass Ihr Sohn sich bald in eine nette Nichtraucherin verliebt, die ihn nicht küssen will, weil er aus dem Mund stinkt ☺
Freundliche Grüsse
SafeZone-Katja-Scherrer
SafeZone.ch-User schreibt:
Danke für ihre ausführliche Antwort, Frau Scherrer. Ja, natürlich bedauere ich es, dass ich rauche aber es fällt mir sehr schwer, damit aufzuhören. Ich habe schon einige Versuche gestartet und sie haben Recht, um meinem eigenen Kind ein Vorbild sein zu können, das sollte Motivation genug sein...die Beiträge zum Thema Rauchstopp verfolge ich im Forum und ich will darüber nachdenken, wie ich es schaffen kann, einen neuen Versuch zu starten und diesen auch mit Erfolg.
Auf der Seite FeekOK war ich bereits, ich finde sie ganz toll gemacht! Bin nur nicht sicher, ob mein Sohn das cool findet, wenn ich ihm Vorschlage diese Seite zu besuchen. Aber auch das will ich probieren.
Ich muss es zunächst einmal schaffen, das Thema überhaupt zu thematisieren, denn er bestreitet zuweilen, dass er regelmässig raucht, und tut so, als sei das ganze harmlos. Ist für mich auch schwierig einzuschätzen, ich kann und will ihn ja nicht ständig überwachen. Ich denke das Problem liegt auch darin, dass ihm das Gefühl für mittel - und langfristige Konsequenzen dennoch fehlt.
So hoffe ich auch auf die Lösung mit der Freundin :-* , denn das würde sich wohl als Konsequenz direkt bemerkbar machen... :-Z
SafeZone.ch-User schreibt:
ich gehe davon aus, dass Sie beide auch auf eine verbesserung hoffen, wenn der sohn sich mit einem jungen zusammen tut. den er gerne auf den mund küsst
dies nur so als denkanstoss. ich möchte darauf hinweisen, wie leichtfertig wir alle manchmal von gewissen pesudo-realitäten ausgehen.
übrigens: darauf zu hoffen, wenn der nachwuchs erst 13 ist, mag ja sehr modern scheinen; der realität näher kommt aber wohl 15-16.
:¥(
SafeZone.ch-User schreibt:
@kunterbunt: gegen einen jungen mann, den er auf den mund küssen will hätte ich also auch nichts einzuwenden, wäre wohl etwas übertrieben gewesen diese von ihnen genannte "pseudo realität" auch noch zu gendern, wenn ich das richtig verstanden habe ;)
was das alter angeht..mal abwarten was noch kommt
SafeZone.ch-User schreibt:
@ficus Doch, ich hätte den umstand, dass ein junger mann vielleicht lieber einen jungen mann küsst als eine junge frau, gerne gedendert gesehen. es ist wichtig, dass wir alle verinnerlichen, dass das ja möglich ist.
mit "pseudo realität" meinte ich: wir (ich eingeschlossen) gehen immer davon aus, dass ein junger mann lieber weibliche wesen küsst als männliche. zugegeben, in 9 von 10 fällen ist es ja auch so.
okay, das wärs. so wichtig ist dieses thema an dieser stelle auch wieder nicht.
have a nice weekend. :thumbsup:
SafeZone.ch-User schreibt:
ich nochmals ganz kurz:
im tv war kürzlich eine sendung zum thema rauchstopp zu sehen: http://www.srf.ch/sendungen/puls/rauchstopp-lohnt-sich-umkehrplastik-standardpatienten
zum rauchen gibt es eigentlich nur wenig zu sagen: sofort aufhören - es gibt kaum etwas dümmeres und weniger lohnenedes. 8=x besser alle 10 tage mal eine pille schmeissen, das bringt mehr. :-D
:P)
Mehr Fragen zu Tabak
Ich glaube mein Sohn (17) konsumiert Tabak (Snus und / oder Vape). Als ich ihn vor ein paar Monaten fragte, verneinte er es. Ich glaubte ihm und sagte, dass ich erleichtert sei, weil ich mir um seine Gesundheit Sorgen machte. Jetzt habe ich Zweifel, ob er mich nicht doch angelogen hat. Was soll ich tun? Habe ich etwas in seiner Erziehung falsch gemacht? Warum macht er das?
Ich bin 16(fast 17) ich habe 9 Jahre meine erste Zigarette probiert und 10 Jahre angefangen. Ich habe vor 8 Monaten angefangen Marihuana zu rauchen. Eigentlich wıll ich ein bisschen wenig rauchen und kiffen wıe kann ich das erreichen ? Ich wıll eigentlich nicht aufhören ein bisschen wenig rauchen.
Ich bin 41-jährig und rauche schon seit über zwanzig Jahren. Mein Mann, Nichtraucher, sorgt sich jetzt wegen dem Coronavirus um meine Gesundheit. Er will mich überzeugen, aufzuhören. Aber bringt das nach so langer Zeit überhaupt noch etwas, lohnt sich die Mühe?
Fragen von Angehörigen
Mein partner heroinabhängig versucht zurzeit einen Wiedereingliederungsversuch auf Substitution. Ich frage mich, ob das real ist, so weiter zu machen oder ob ich mir da was vormache?
Ich habe 12 g Hasch im Zimmer meines Sohnes gefunden. Er weiss, das wir den Besitz von Cannabisprodukten untersagen und haben früher schon mit ihm darüber geredet. Es ist nicht der 1. Fall. Wir fanden auch schon Gras bei ihm. Wir suchen nicht sein Zimmer ab, sondern guckten nur bei Verdacht. So auch dieses Mal. Er ist fast 18. Er meint selber er sei süchtig. Eine Suchttherapie brach er bereits einmal ab. Nun meint er, daß er das Hasch wieder zurück haben will. Wie gehen wir vor? Rechtlich?
Ich habe Menschen in meinem Freundeskreis die - so scheint es mir - ein Problem mit Alkohol haben. Wie spreche ich das Konsumverhalten eines anderen an?