Hallo zusammen, ich konsumiere ab und zu am Wochenende Amphetamine (Speed), es gibt viele Auswirkungen auf den Körper und vor allem auf die Psyche des Konsumenten. Angefangen habe ich damit vor ca.2,5/3 Jahren. Es ist kein regelmäßiger Konsum und vor allem nicht alleine. Ich habe festgestellt, dass ich noch nie längerfristige Nebenwirkungen gespürt habe, wie zum Beispiel Depressionen, Aggressivität, leichte Veränderung der Persönlichkeit oder wovon ich schon häufig gehört habe, das Defizit im Umgang mit Menschen, zum Beispiel beim Einkaufen, wenn es darum geht mit fremden Menschen zu sprechen. Auch von körperlichen Defiziten bin ich bisher verschont worden. Dazu muss ich noch sagen, dass es auch häufiger vorgekommen ist, dass ich mehrere Wochenenden hintereinander/mehrmals an einem Wochenende etwas konsumiert habe und die Toleranzgrenze dabei auch schon angestiegen ist, also ein Indiz für zu häufigen Konsum. Trotz dessen, habe ich noch keine Erfahrung mit solchen Auswirkungen gemacht und meine Frage ist, ob das jemandem auch so geht und ob mein Körper/meine Psyche mit chemischen Drogen besser umgehen kann (baut er die Substanz besser/schneller ab? ), als es bei anderen der Fall ist. Oft hört man davon, dass man eine gesunde Psyche haben sollte und man besser von allem Chemischen und Psychoaktivem Abstand halten sollte (klar, man sollte auch so eigentlich nicht unbedingt konsumieren!), wenn man nicht fest im Leben steht, aber ehrlich gesagt, bin ich was das angeht, keine besonders stabile Person und deshalb bin ich sehr gespannt, was eure Antworten hierzu sind. --> Ich will hiermit NICHT den Konsum von Drogen verharmlosen, ich bin mir über langfristige Folgen bewusst und was Drogen im allgemeinen mit einem verursachen können! Es kann immer vorkommen, dass etwas schief geht und man in ein tiefes Loch fällt, auch bei mir persönlich schließe ich das nicht aus, Drogen sind unberechenbar! Danke schon mal im Voraus, vielleicht kennt sich ja jemand gut mit diesem Thema aus :) Mit freundlichen Grüßen

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Danke für Ihre Anfrage und die Aufforderung an andere SafeZone User, ihre Erfahrungen mitzuteilen.

Mir als Fachperson bei SafeZone gehen folgende Gedanken durch den Kopf: Sie schreiben: «Drogen sind unberechenbar». Dem kann ich Ihnen zustimmen. Amphetamine im Labor hergestellte Substanzen sind und man als Konsument nie weiss, was darin enthalten ist und welche Wirkung sie auf den Organismus haben, siehe: https://www.saferparty.ch/warnungen.html?year=2021

Sie konsumieren schon seit einiger Zeit, haben sich aber bisher Konsumregeln aufgestellt, wie z.B. nicht alleine und nicht regelmässig. Diese Konsumregeln scheinen sich so langsam aufzulösen. Sie konsumieren schon mal mehrere Wochenenden hintereinander und auch mehrmals an einem Wochen-ende und haben eine Steigerung der Toleranzgrenze bei sich festgestellt. Ich vermute, Sie brauchen inzwischen eine grössere Menge Amphetamine, um die gewünschte Wirkung zu erreichen. Diese Entwicklung scheint sich fast unbemerkt eingeschlichen zu haben.

Sie scheinen Ihre Grenzen weiterhin auszutesten, beschreiben sich als nicht besonders stabile Person und schliessen es nicht aus, dass Sie aufgrund des Konsums in ein Loch fallen könnten. Ein Teil in Ihnen ist anscheinend alarmiert und fragt sich, ob es so klug ist, mit dem Konsum so weiter zu fahren. So verantwortungsvoll Sie bislang damit umgegangen sind, wäre es vielleicht doch eine gute Idee, sich einmal eine Pause zu gönnen. Auf diese Weise schützen Sie sich davor, in ein Loch zu fallen. Sie müssen sich dann nicht fragen: «Warum bin ich da nur reingefallen. Ich habe doch geahnt, dass das passieren könnte!» Es braucht nämlich viel Energie und Kraft, um aus dem Loch wieder herauszufinden. Diese fehlen dann für die positiveren Entwicklungsmöglichkeiten im Leben. Vielleicht steht ein Lebensthema hinter Ihrem Konsum und es könnte Ihnen viel bringen, sich das einmal genau anzuschauen und dadurch vielleicht auch eine grössere Stabilität in sich selbst zu finden. Eine Suchtberatung könnte Ihnen da bestimmt weiterhelfen. Hier finden Sie die Adresse in Ihrer Nähe: https://suchtindex.infodrog.ch/de


Fragen von Betroffenen

Hallo liebes Safezone-Team Ich wollte gerne wissen ob Suchtverlangen also Craving auch bei Gewohnheiten vorhanden sein können und falls ja was ist dann genau der Unterschied zwischen dem "Gewohnheitsverlangen" und dem Suchtverlangem oder etwas allgemeiner zwischen der Sucht und der Gewohnheit? Liebe Grüsse Stefan

Ich habe seit 7 Jahren eine Automatenspielsucht das immer heftiger wird. Ich habe schon sehr viel Geld verloren und die Einsätze werden immer größer obwohl ich mir immer wieder sagte das ich wenn ich schon Spiele, kontrolliert Spiele. Ich schaffe es nicht, sobald ich gewinne ist dann alles wieder weg und dann bin ich tagelang fix und fertig, Schuldgefühle und mir geht es sehr schlecht. Nun passierte es wieder und am nächsten Tag gleich nach der Arbeit wieder und solange bis ich kein Geld mehr hatte. Nun habe ich noch mehr Drang unbedingt wieder zu spielen und überlege wie ich am besten zu Geld komme. Ich denke mit allen Mitteln daran, Geld zurück zu holen, obwohl ich immer die Erfahrung machte das es nicht funktioniert weil ich immer erst aufhören kann wenn alles weg ist. Ich war schon in der Beratung öfters, Nichts bringt es. Ich fühle mich total mies. Ich weiß nicht mehr weiter.. besonders jetzt ist alles sehr schlimm nach dem heftigen Rückfällen..mein Gehirn ist nur darauf gerichtet Geld zu haben und spielen zu gehen. Aber mehr Geld, wegen 100 oder 300 Euro bin ich nicht mehr zufrieden.. furchtbar ist das,. ich habe Angst.

Ich nehme jetzt seit ca 2 Jahren GBL zu mir, nun bin ich mal wieder auf kalten Entzug. Ist es normal, dass man bei einem kalten Entzug Albträume bekommt?

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