Da ich ab und zu trinke und auch mal zu viel, habe ich mit meinem Mann viel stress, es passiert immer, nach einer sehr stressigen arbeitswoche, wenn ich nicht abschalten kann. Ich habe vor einem Monat gesagt, dass mir fehlt mit jemandem zu sprechen und er meinte, er wolle mir besser zu hören. Bisher hat das nicht wirklich geklappt. Nun habe ich gemerkt, dass er jeden Einkauf von mir kontrolliert. Kann man mit denn Punkten. Ich kann ihn verstehen, trotzdem macht es mich wütend und fühle mich kontrolliert. Wie soll ich damit umgehen?
SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:
Wenn ich Sie richtig verstehe, dann haben Sie versucht, mit Ihrem Mann einen Deal zu machen. Sie trinken weniger, unter der Bedingung, dass er sich Ihnen als Gesprächspartner zur Verfügung stellt. Er hat dies bisher noch nicht zu Ihrer Zufriedenheit erfüllt. Stattdessen mussten Sie feststellen, dass er Sie kontrolliert.
Nun ist es bekanntlich schwierig, das Verhalten des Partners zu steuern. Sie können mit ihm über die Kontrolle der Einkäufe sprechen, darüber, dass Sie das nicht so gut finden, oder dass er immer noch nicht so zuhört, wie Sie sich das wünschen. Die Chance ist gross, dass Sie in Streit geraten und sich gegenseitig Vorwürfe machen. Das bringt Sie beide wahrscheinlich nicht weiter. Ich vermute einmal, Ihr Mann macht sich Sorgen und fühlt sich Ihrem Alkoholkonsum gegenüber ratlos und möglicherweise gestresst. Daher kontrolliert er Sie und versucht sie am Trinken zu hindern.
Sie könnten beispielsweise über die Kontrolle der Einkäufe augenzwinkernd hinwegschauen und selbst den Anfang der Veränderung in die Hand nehmen. Wie würde sich Ihre Beziehung verändern, wenn es Ihnen gelingt, Ihren Alkoholkonsum zu kontrollieren? Statt zu trinken, könnten Sie Ihrem Mann mitteilen: «Du, heute bin ich sehr gestresst von der Arbeit und kann gar nicht so gut abschalten. Ich bräuchte deine Unterstützung, um mich zu beruhigen.» Was würde das bei Ihrem Mann und auch bei Ihnen auslösen?
Kämen Sie dann vielleicht besser ins Gespräch miteinander und könnten sich auf Augenhöhe begegnen? Was würde passieren, wenn es nicht mehr um den Alkohol gehen würde und Sie nicht diejenige wären, die «angeklagt» ist? Könnte das auch den Effekt haben, dass dieser Stress mit Ihrem Mann wegfallen könnte?
Vielleicht lohnt es sich einmal auszuprobieren, was passieren würde.
Mehr Fragen zu Alkohol
Kann man sich bei Entgiftung in Einanderstraße Krankenhaus überweisen lassen wenn man nicht in der Stadt bleiben wilk
Gefangen in der Sucht des Partners - wenn ich so weiter mache, bekomme ich selber psychische Probleme. Bitte helft mir und sagt mir wie ich aus diesem Teufelskreis heraus komme.
Weil mein Alkoholkonsum überbordet ist, will und muss ich einen Entzug machen. Für mich kommt aber nicht in Frage, in eine Klinik zu gehen. Ich habe von ambulantem Entzug gehört. Gibt es Bedingungen, wie lange dauert es und wie läuft das überhaupt ab?
Fragen von Betroffenen
Jemand hat mir gesagt, dass ich am Morgen nach einem Rausch nicht Auto fahren soll, weil ich noch Restalkohol im Blut habe und das bei einer Kontrolle angeben würde, selbst wenn ich mich nüchtern fühle. Stimmt das wirklich?
Ich habe vor zwei Wochen zu Hause einen Alkoholentzug gemacht. Ich merke, dass es mir von Tag zu Tag besser geht. Es war gar nicht so schwer, das Trinken zu stoppen und ich habe das Alkoholproblem jetzt voll im Griff. Meine Frau ist da anderer Meinung. Das ärgert mich. Was meinen Sie dazu?
Ich tinke jeden Tag Alkohol, die Wochenenden sind am schlimmsten. Langsam bin ich verzweifelt und man sieht mir den Alkoholkonsum an. Was kann ich tun?