Ich shoppe oft und manchmal mehr, als ich mir eigentlich leisten kann. Woran erkenne ich, ob ich kaufsüchtig bin?
SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:
Es ist gut, wenn Sie über Ihr Kaufverhalten nachdenken. Wer sich bewusst macht, wie er oder sie einkauft, kann Probleme wie Kaufsucht vermeiden.
Es ist normal, manchmal mehr Geld auszugeben als geplant – zum Beispiel bei besonderen Anlässen oder wenn man sich etwas gönnt. Aber wenn das Einkaufen oft ausser Kontrolle gerät und Schwierigkeiten entstehen, sollten Sie genauer hinschauen.
Ein Warnzeichen ist, wenn Einkaufen nicht mehr nur Freude macht, sondern dazu dient, schlechte Gefühle wie Stress, Einsamkeit oder Frust zu verdrängen. Wenn Sie oft spontan Dinge kaufen, die Sie nicht brauchen, und danach Schuldgefühle haben, kann das ein Problem sein. Auch wenn Sie Einkäufe verheimlichen oder finanzielle Probleme bekommen, ist das ein ernstes Signal.
Kaufsucht bedeutet, dass jemand einen starken Drang zum Kaufen hat, den er kaum kontrollieren kann. Das Einkaufen wird immer wichtiger im Leben. Aber nicht alle, die gerne shoppen, sind kaufsüchtig. Entscheidend ist, ob das Verhalten zu Stress führt und ob Sie wegen dem Einkaufen Probleme in wichtigen Bereichen des Lebens wie Geld, Beziehungen oder Selbstwert haben.
Wenn Sie sich in einigen Punkten wiedererkennen, kann es helfen, mit einer psychologischen Fachperson zu sprechen. Sie kann eine Einschätzung geben und Wege zeigen, wie Sie Ihr Kaufverhalten besser verstehen und ändern können. Fall Sie möchten, können Sie auch mit einem Selbsttest eine erste Einschätzung Ihres Kaufverhaltens machen: https://suchtpraevention-zh.ch/selbsttests-freundetests/selbsttests/. Gerne können Sie auch in einer persönlichen Online-Beratung von SafeZone mit einer Fachperson schauen, was Sie gerade brauchen.
https://www.safezone.ch/de/beratung
Möchten Sie eher eine Beratung vor Ort, finden Sie eine Fachstelle in Ihrer Nähe auf der Webseite Suchtindex:
https://suchtindex.infodrog.ch/#/?offerings=16,48&specializations=5
Fragen von Betroffenen
Ich war Alkohol- und Kokainsüchtig, habe Therapie gemacht und bin seither clean. Dann habe ich angefangen zu Laufen. Der Langstreckenlauf ist nun meine grösste Leidenschaft und ich verbringe täglich bis zu vier Stunden damit. Mein Partner wirft mir nun vor ich sei sportsüchtig. Kann das sein?
Da ich ab und zu trinke und auch mal zu viel, habe ich mit meinem Mann viel stress, es passiert immer, nach einer sehr stressigen arbeitswoche, wenn ich nicht abschalten kann. Ich habe vor einem Monat gesagt, dass mir fehlt mit jemandem zu sprechen und er meinte, er wolle mir besser zu hören. Bisher hat das nicht wirklich geklappt. Nun habe ich gemerkt, dass er jeden Einkauf von mir kontrolliert. Kann man mit denn Punkten. Ich kann ihn verstehen, trotzdem macht es mich wütend und fühle mich kontrolliert. Wie soll ich damit umgehen?
Kürzlich habe ich mit einem Freund zusammen Cannabis geraucht. Dieses hatte eine viel intensivere Wirkung als sonst. Mein Freund sagte, es sei synthetisches Cannabis. Er habe es mal ausprobieren wollen. Im Netz liest man nur schlechtes darüber. Was sind denn die Unterschiede?