Ein Familienmitglied ist suchtkrank Opiate und war auch für mehrere Monate in Therapie. Als er weg war, ging es mir geistig und körperlich besser, da ich eine Co Abhängigkeit entwickelt habe. Seit er wieder Zuhause ist, lief es am Anfang sehr gut. Nur seit ca.3 Wochen merke ich das er Drogen zu sich genommen hat, ich spreche ihn ganz vernünftig an, aber er streitet alles ab. Das treibt mich zur Verzweiflung und ich werde immer unruhiger, schlafe kaum noch, meine Gedanken drehen sich nur noch darum. Weil ich es schon 4 Jahre miterlebe, wie schlimm es sein kann, wenn ein Mensch dem man Nähe steht suchtkrank ist. Ich weiss nicht mehr weiter, Versuche ruhig zu bleiben, aber meine Kontrollsucht fängt wieder an. Ich weiss nicht wie ich mit der Situation umgehen soll, mit dieser Co Abhängigkeit. Wie komme ich daraus?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Sie haben erlebt, wie entlastend es sein kann, sich nicht um das Suchtproblem Ihres Familienmitglieds zu kümmern. Im Wissen, dass dieses in der Therapieinstitution gut aufgehoben ist, konnten Sie sich wieder auf Ihr eigenes Leben konzentrieren und sich entspannen. Jetzt ist das Familienmitglied rückfällig geworden und damit ist Ihre Sorge zurückgekehrt. Sie versuchen möglicherweise, durch Ihre Kontrolle und das Ansprechen des Konsums Schlimmeres zu verhindern, stossen damit jedoch auf Widerstand. Ihr Familienmitglied scheint aktuell noch nicht dazu bereit zu sein, den Konsum zu stoppen und schämt sich möglicherweise sehr, wenn es ertappt wird. Sie könnten mit ihm darüber sprechen, wie Sie damit umgehen sollen, wenn Sie den Konsum bemerken und auch Ihre Ratlosigkeit mitteilen. Die Verantwortung für eine Veränderung hat jedoch ausschliesslich Ihr Familienmitglied, Es weiss Bescheid, dass es Hilfsangebote gibt und wo es diese finden kann. Therapieeinrichtungen schauen in der Regel, dass Ihre Patienten eine ambulante Begleitung haben, wenn sie entlassen werden. Dieses Angebot scheint Ihr Familienmitglied noch nicht in Anspruch zu nehmen. Was wäre, wenn Sie im Wissen, dass es erreichbare Hilfe gibt, versuchen, sich wieder mehr auf sich selbst zu konzentrieren und allenfalls mit dem Familienmitglied darüber sprechen, ob etwas mehr Abstand Ihnen beiden guttun könnte. Sicherlich finden Sie auf der Homepage https://www.nahestehende-und-sucht.ch/wie-kann-ich-helfen/was-kann-ich-fuer-die-betroffene-person-tun weitere Anregungen.

Ansonsten können auch Sie sich an die Suchtberatung in Ihrer Region wenden und sich beim Umgang mit Ihrem Familienmitglied unterstützen lassen.


Fragen von Angehörigen

Ich bin seit 10 Jahren mit einem Alkoholiker zusammen. Die Sucht habe ich relativ früh erkannt weil er sich sehr auffällig verhielt, wenn er zu viel getrunken hatte oder die Fahne war zu penetrant. Wir hatten unzählige Streitereien wegen dem Alkohol, er ist mir mehrmals fremdgegangen, hat mich immer wieder belogen...immer unter Alkoholeinfluss. Mittlerweile hat das Ganze neue Dimensionen angenommen, er ist zum ersten Mal unentschuldigt der Arbeit ferngeblieben und war unter drogen und alkoholeinfluss mit dem Auto unterwegs. Wenn er nüchtern ist, weiss er selber, dass das was er macht ein absolutes no go ist. Jedoch ändert sich kaum etwas nach unseren Gesprächen und Vereinbarung die getroffen wurden, werden nicht eingehalten. Ich habe ihn immer wieder versucht zu verstehen und die Dinge aus seiner Perspektive zu sehen. Ich merke jedoch, dass ich einfach nicht mehr die Energie habe seine Eskapaden weiterhin zu ertragen. Wir verstehen uns wenn er nüchtern ist super, haben es lustig zusammen und alles ist harmonisch. Aber der Alkohol macht diese Harmonie immer wieder zunichte. Ich liebe ihn trotz allem noch und weiss, dass er im Grunde ein toller Mensch ist. Den Alkohol als ständigen unerwünschten Begleiter jedoch hasse ich mittlerweile wie die Pest. Er gesteht sich die Sucht auch ein und sagt selber, dass er davon loskommen möchte. Aber nichts hat bis jetzt geholfen, keine Psychotherapie, keine Suchtberatung und keine Medikamente. Einen stationären Entzug lehnt er vehement ab. Ist es also egoistisch von mir, wenn ich nun lieber auf meine Bedürfnisse achten möchte? Lasse ich ihn fallen, wenn ich mich von ihm trenne, obwohl wir ja auch schöne Momente zusammen hatten und auch immer noch haben? Die Entscheidung fällt mir extrem schwer aber so wie es jetzt ist, kann es nicht mehr weitergehen...ich weiss keinen Rat mehr.

Mein Mann nimmt heimlich Kokain. Ich weiss nicht wie ich mit ihm umgehen soll, wie soll ich ihn darauf ansprechen?

Alkohol und Depressionen vom Partner: Ich kann mit seinem Alkohol-Pensum immer weniger umgehen. Und frage mich, habe ich wirklich zu wenig Verständnis für ihn?

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