Ich habe mit meinem Freud das erste mal vor 3 Jahren Koks genommen. Seitdem nehmen wir es mehr oder weniger relgelmässig jeweils am Wochenende. Ein Faktor ist sicherlich, dass der Sex dann einfach super ist und lange dauert. Nur habe ich in letzter Zeit immer öfters mal heimlich ein paar Lines mehr genommen als mein Freund, wenn er nicht zugesehen hat. Ich möchte dies auch nicht heimlich tun aber er hat schon einige Jahre vor unserer Beziehung konsumiert und ist deshalb auch erfahrener und kann auch von selbst sagen „jetzt reichts“. Nun hat er mich heute dabei erwischt, dass ich mehr genommen habe und ist mega sauer. Ich weiss nicht was ich machen soll, wir sind schon 5 Jahre zusammen und ich möchte unsere Beziehung nicht aufs Spiel setzen wegen so etwas… aber ich nehme einfach gerne ein bisschen mehr als er. Wie soll ich vorgehen?
SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:
In Ihrer Beziehung spielt Kokain eine grosse Rolle. Sie nehmen es am Wochenende gemeinsam mit Ihrem Freund und geniessen den guten Sex. Es scheint sehr wichtig zu sein, dass Sie beide gleich viel konsumieren, denn wenn Sie heimlich mehr nehmen, steht offenbar die Beziehung auf dem Spiel. Nun ist aber genau das geschehen und nachdem Ihr Freund dies entdeckt hat und wütend wurde, befürchten Sie, ihn zu verlieren.
Sie fragen nun, wie Sie vorgehen können und die Antwort darauf ist einfach: Sie müssen mit ihm reden und die Sache mit ihm ausdiskutieren.
Dies ist die eine Seite. Die andere ist die, dass Sie heute offenbar mehr Kokain brauchen um den gewünschten Effekt zu erleben als früher. In der Suchtberatung sprechen wir in diesem Fall von einer Toleranzsteigerung. Das heisst, der Körper gewöhnt sich an immer höhere Dosen einer Substanz. Dies wiederum verweist auf die Gefahr, eine Sucht zu entwickeln.
Es könnte ja auch sein, dass Ihr Freund diese Entwicklung ebenfalls beobachtet und sich deswegen Sorgen um Sie macht? So wie Sie schreiben kann er seinen Konsum seit mehreren Jahren kontrollieren und vielleicht beunruhigt es ihn, wenn er beobachtet, dass Sie das weniger gut können als er?
Aus diesem Grund empfiehlt es sich zuerst einmal, einen Selbsttest zu machen damit Sie in etwa sehen wo Sie stehen. Dieser Link führt Sie zum Selbsttest:
https://www.safezone.ch/de/suechte-und-substanzen/kokain
Vielleicht mögen Sie sich in einem weiteren Schritt mit Ihrem doch sehr persönlichen Anliegen auch an die Onlineberatung von SafeZone wenden, wo Sie professionell und anonym von erfahrenen Suchtexpert:innen beraten werden.
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Mein 22jähriges Göttikind lebt viele Kilometer entfernt im Ausland und hat mich vor einiger Zeit besucht. Wir pflegen ein herzliches und vertrauensvolles Verhältnis. Mein Göttikind habe ich wegen Corona viele Monate nicht gesehen. Beim Besuch fiel mir seine Gewichtsabnahme und sein extrem überschwängliches Auftreten auf. Ausserdem ging es mit bekannten Gleichaltrigen in den Ausgang, feierte bis zum nächsten Vormittag und kam Sturz betrunken heim und übergab sich zunächst. Mein Göttikind erzählte z.B. auch von Personen aus ihrem Bekanntenkreis daheim, die „harten“ Drogen konsumierten und verkauften. Wenige Wochen später besuchte ich mein Göttikind. Der Zustand war diesmal besorgniserregend: die Party am Vortag und die Arbeitswoche haben ihm so schwer zu schaffen gemacht, dass mein Göttikind völlig ausgelaugt, geschwächt und extrem müde war. Ich habe mein Göttikind noch nie so erlebt! Nun habe ich aber über ein Geschwisterteil meines Göttikindes erfahren, dass es wohl neben Cannabis auch Kokain konsumieren würde. Plötzlich sah ich die o.g. Zustände bei den 2 Treffen in einem anderen Licht. Das Geschwisterteil musste ich versprechen, die Eltern nicht zu kontaktieren. Denn es hat bereits Ärger von allen Seiten erhalten, als es den Verdacht gegenüber den Eltern und meinem Göttikind aussprach. Ich fragte bei den hiesigen Bekannten nach und sie bestätigten mir, dass mein Göttikind ihnen von seinem Kokainkonsum erzählte. Ich frag mich nun, was ich tun kann. Welche Möglichkeiten gibt es für nahestehende Bezugspersonen, bei Verdacht auf Drogenkonsum die Betroffenen darauf anzusprechen. Mein Göttikind hat es gegenüber ihrer Familie strikt abgestritten. Was kann ich tun? Muss ich auf dieser weiten Entfernung abwarten und aushalten, dass sich mein Verdacht erhärtet und mir die Hände gebunden sind? Normalerweise rede ich sehr offen und bin transparent mit ihm. Aber hier hab ich das Gefühl, dass ich auf Ärger und Ablehnung stosse, wenn ich meine Sorge anspreche. Um einen Tipp wäre ich sehr dankbar…
Was sind eure Erfahrungen mit Kokainabhängigen und kennt ihr jemanden der es wirklich geschafft hat davon los zu kommen?
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Hallo Ich bin Zuviel und zu lange in den Soziale dienste (Facebook/ Twitch / Instagram) unterwegs. Sobald ich am Handy bin, habe ich wie ein Tunnelblick und komme nur noch schwer wieder los. Sobald ich am Handy sitze, bekomme ich wie ein Tunnelblick und ich höre meine Umgebung auch nicht mehr. Mir fällt es auch schwer eine grenze zu setzen, wie lange ich am Handy sein soll. Bei den Reels sagt man sich immer wieder noch eins und dann ist Schluss. Da ich dies jedoch immer wieder sage und dann 1h später immer noch schaue, durch das verbringe ich immer mehr zeit in den Sozialen diensten. Nun habe ich eingesehen, dass dies ein Problem ist und das ich etwas ändern muss. Was für Möglichkeiten gibt es für dies wieder in den Griff zu bekommen? Wie kann man die Spirale des online Konsum durchbrechen und sich auf andere wichtiger Sachen Fokussieren?