Ich spiele seit einiger Zeit in Online-Casinos und habe schon eine Menge Geld verloren. Kann man sich bei allen Online-Casinos aufs Mal sperren lassen?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Ja, eine Sperre in einem offiziellen Casino in der Schweiz gilt für alle Casinos im Land und auch für deren Online-Angebote! Man kann sich übrigens auch im nahen Ausland in den offiziellen Casinos landesweit sperren lassen. Diese Sperrung gilt jedoch nicht für die privaten Spielhallen, von denen es z.B. in Deutschland viele gibt. Hier muss man sich jeweils an jedem Ort einzeln sperren.

Zwar kooperieren die Schweizer Casinos mit ausländischen Online-Anbietern, jedoch sind diese offiziellen Anbieter für Schweizer und Schweizerinnen trotzdem nicht zugänglich. Es gibt aber natürlich im Internet immer wieder neue Anbieter aus dem Ausland, welche die Sperre in der Schweiz zu umgehen suchen. Man versucht, diese fortlaufend zu sperren. Hier ein aktueller Link dazu: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-79674.html

Eine andere Möglichkeit, sich zu schützen, ist es, sämtliche Seiten zum Thema Glücksspiel mit einem Filterprogramm zu blockieren, so dass gar keine entsprechenden Homepages mehr aufgerufen werden können, wenn man spielen möchte. SOS Spielsucht macht hierzu Angaben: https://www.sos-spielsucht.ch/de/betroffene/bin-ich-gefaehrdet/spielsperren/. Von Vorteil ist es, wenn Sie Ihren Computer von jemand anderem sichern lassen, damit Sie das Passwort nicht kennen und das Filterprogramm somit nicht ausschalten können.

Um sich am Spielen zu hindern, können ausserdem sämtliche Bankkarten an eine Person des Vertrauen zum Aufbewahren abgegeben werden. Mit dieser Person kann man vereinbaren, sich einen bestimmten Betrag als Taschengeld auszahlen zu lassen.

Viele regelmässige Spieler möchten ihr Glücksspiel reduzieren oder sogar ganz aufgeben. Neben der Möglichkeit, sich persönlich beraten zu lassen (https://www.sos-spielsucht.ch/de/kantone/aargau/?return_url=/de/hilfe/), unterstützt das Online-Angebot Win Back Control (https://www.winbackcontrol.ch/) Betroffene dabei, ihr Ziel zu erreichen.


Mehr Fragen zur Glücksspielsucht

Wie erkenne ich, ob mein Freund geldspielsüchtig ist?

Hallo, ich bin in einem teils finanziell sehr schwachen Umfeld aufgewachsen (Miete immer mitgezahlt von meinem Azubigehalt etc.) und bin dann auf der Suche gewesen wie man schnell Geld verdienen kann. Habe Ende 2018 den Kryptomarkt entdeckt und (natürlich durch reines Glück) in kurzer Zeit für meine Verhältnisse viel Geld verdient. Hatte einen laufenden Job, Karrieremöglichkeiten, Perspektiven. Habe mich dann dazu entschieden, mich Teilzeit an der Börse als Börsenhändler selbständig zu machen, was ebenfalls 3 Jahre super funktioniert hat. (Waren 2 Wochen von zu Hause und 2 Wochen ganz normal arbeiten). Die schiere Gier nach mehr hat mich mittlerweile, 6 Jahre danach, ALLES verlieren lassen. Ich wollte Vollzeit an der Börse arbeiten - was mein größter Fehler war. Ich bin mittlerweile Vollzeit bei einem Aushilfsjob für Mindestlohn arbeiten und in der Insolvenz. Ich weiß nicht mehr weiter, ich habe keinen einzigen Freund mehr über die letzten Jahre halten können weil ich mich komplett isoliert habe es ist eine Mischung aus natürlich Scham und absoluten Selbsthass, weil ich einfach nicht aufhören kann. Ich pumpe immer wieder Geld an die Börse in der Hoffnung mich dieses Mal an mein Riksikomagement/Plan zu halten (wie die 3 Jahre in denen es lief auch) ohne jeglichen Erfolg. Da die ganze Kryptosache auch nicht sauber im EU Bereich reguliert ist, kann ich mich auch nirgendwo richtig "sperren" lassen. Ich finde immer wieder eine Möglichkeit. Je öfter ich in den Markt schaue und sehe, wie viel ich bereits "haben hätte können" wenn ich einfach nur gekauft und gewartet hätte OHNE aktiv damit zu handeln macht mich absolut depressiv. Habe permanent Geldprobleme und bin mittlerweile extrem abhängig von Essen (Übergewicht) und Kiffen was sich auch auf meine Gesundheit und wohlbefinden schlägt. Das war bis dato eigentlich nie mein Problem. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Es ist als würde ich keinen anderen Ausweg haben außer wieder zu spielen und endlich "Geld zu verdienen" - obwohl ich jetzt schon beim Tippen weiß, dass ich wieder alles verlieren werde. Das läuft jetzt seit 2-3 Jahren am Stück so => ich bekomme Geld aufs Konto => verspiele es => Warten auf das kommende Gehalt und wieder von vorne. Sobald ich aber damit an die Öffentlichkeit gehen würde, fällt meine komplette Maske, weil ich eben nicht mehr erfolgreich bin wie "damals". An meinem Lebensstil merkt man das nicht, weil ich schon immer extrem Bescheiden gelebt habe. Auch bei der Bank etwas sperren zu lassen etc ist mir ebenfalls zu riskant, weil ich mich ja in Insolvenz befinde und wenn der Verwalter merkt, dass ich mit meinem Restgeld wieder an die Börse gehe verfällt sicherlich meine Restschuldbefreiung und ich bin in noch mehr Schwierigkeiten. Ich weiß nicht mehr weiter, wo fängt man denn da an??

Wie kann ich meinem spielsüchtigen Schwager helfen? Er hat sich von seinen Eltern und gemeinsamen Freunden Geld geliehen. Meine Schwester hat mir ihr Herz ausgeschüttet. Er hat zwar einen Termin in der Suchtberatung, aber wir befürchten, dass er das wichtigste dort verschweigen wird.

Fragen von Betroffenen

Ich kiffe schon seit einigen Jahren. Nun habe ich endlich entschieden ganz damit aufzuhören, weil ich es nicht schaffe zu reduzieren. Meine Fragen sind: 1. Wie lange geht es ungefähr bis meine höllischen Kopfschmerzen und Übelkeit weggehen? 2. Wie lange geht es bis meine schlimmen Alpträume/wirren Träume weggehen? ps. diese sind besonders schwer zu ertragen ich wache mehrmals in der Nacht mit hohem Puls auf weil ich etwas geträumt habe. 3. Wie lange geht es bis ich es möglicherweise schaffen würde einen normalen Konsum zu schaffen? Oder ist ein weiterer Konsum nicht empfehlenswert, wenn schon einmal eine Sucht bestanden hat? 4. Was kann ich machen, wenn ich nicht kiffe. (ich bin hobbylos und ohne das kiffen fühlt es sich so unerfüllt an also mir fehlen Beschäftigungen oder Ideen zu Beschäftigungen)-> Beschäftigungen, welche ich vor dem kiffen hatte, kann ich mir nicht mehr vorstellen.

Kann es sein das ich auch nach 2 Jahren noch entzugserscheinungen habe?

Ich würde gerne wissen, welche Möglichkeiten der Selbsttherapie es bei Mediensucht oder starker Abhängigkeit gibt, wenn man keine autoritäre Person hat, die den Konsum einschränken kann. Ein "kalter Entzug" von heute auf morgen habe ich in letzter Zeit häufig probiert, allerdings hat dieser nie länger als eine Woche maximal gehalten. Oder ist die Selbsttherapie der falsche Ansatz und ich sollte zu einem Arzt/Therapeut?

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