Im Shutdown habe ich aus Langeweile angefangen, in Onlinecasinos zu spielen. Anfangs hatte ich das gut im Griff. Jetzt spiele ich immer häufiger, und ich komme davon gar nicht mehr los. Diese Sucht ist ein Problem, auch für die Familie und finanziell. Ich muss aufhören. Welche Hilfe gibt es?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Sie nehmen das Online-Glücksspiel als Problem wahr. Das ist gut, denn die Problemeinsicht ist eine unabdingbare Voraussetzung, um Veränderungen anzugehen. Offenbar haben Sie einen Punkt erreicht, an dem Sie sich nicht mehr falsche Hoffnungen auf den grossen Gewinn machen. Finanzielle Verluste und die Feststellung, dass Ihre Angehörigen unter der Situation leiden führen dazu, dass Sie mit dem Spielen aufhören wollen. Dies ist eine äusserst sinnvolle Entscheidung. Doch wahrscheinlich merken Sie, dass es nicht so einfach ist, die beabsichtigten Veränderungsschritte umzusetzen.

Zu Beginn ist es trotz aller guten Absichten manchmal ganz schwierig, Versuchungen zu widerstehen. Das nächste Onlinecasino ist nur gerade einen Klick weit entfernt. Daher ist - vor allem, wenn das Spielen bereits zu Schulden geführt hat - ratsam, sich äussere Barrieren aufzubauen, um sich und sein Geld zu schützen.

Als erster Schritt ist empfehlenswert, wenn sich Betroffene bei allen Onlinecasinos sperren lassen. Informationen, wie das abläuft, sind auf der Seite der entsprechenden Anbieter zu finden. Weitere Fragen können allenfalls durch den Sozialbeirat der Swiss Casinos (Telefon 044 279 99 11 oder Fax 044 279 95 15) beantwortet werden. Zusätzlich kann als sofortige Notmassnahme gegen Spieldrang die Sperrung von Kredit- und Bankkarten helfen. Sollte das nicht genügen, kann ratsam sein, das eigene Konto für eine gewisse Zeit von einer Vertrauensperson verwalten zu lassen.

Nach diesen Sofortmassnahmen sollten die Hintergründe der Sucht angeschaut werden. Das ist angebracht, um ein Rückfallrisiko zu vermindern. Dafür bietet sich die Begleitung durch eine Fachperson an. Geeignete Beratungsstellen in der Nähe lassen sich unter https://www.sos-spielsucht.ch/de/betroffene/was-kann-ich-tun/beratung-vor-ort/ finden. Im Forum https://www.forum-gluecksspielsucht.de/forum/index.php?topic=2780.0 haben Betroffene Gelegenheit, sich mit Menschen, die ähnliche Situationen erleben, auszutauschen. Eine andere Option wäre, sich bei SafeZone unter https://beratung.safezone.ch/views/mailberatung/index.html für eine Onlineberatung anzumelden.

Glückspielsucht kann schnell zu einer Verschuldung führen und viel Elend verursachen. Neben den Spielenden sind nahestehende Personen meist stark mitbetroffen. Es lohnt sich, möglichst rasch fachliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen und einen Ausweg aus der Sucht zu finden, bevor alles zusammenbricht.


Fragen von Betroffenen

Ich habe vor vier Tagen viel getrunken und MDMA konsumiert, insgesamt 300 mg. Nach 30 min wurden meine Augen gross, der Kiefer hat hin und her geschoben und ich hatte üble Halluzinationen. Seitdem bin ich deprimiert. Ich bin habe Kopfschmerzen und kann mich nicht konzentrieren. Was ist mit mir los?

Ich spiele seit einiger Zeit in Online-Casinos und habe schon eine Menge Geld verloren. Kann man sich bei allen Online-Casinos aufs Mal sperren lassen?

Alles was ich mache, mache ich suchtmässig... Ich bin ein sehr introvertierter Mensch und liebe es sachen für mich allenie zu machen. ich denke angefangen hat es schon als kind ich konnte nicht eingach ein buch lesen sonder las in jeder schulpause und jeder freien minute, bis ich keine bücher mehr fand.. dann entdeckte ich computerspiele und zockte so oft ich konnte (da ich eher klug bin leidete die schule nicht wirklich, ich bemühte mich zwar kaum hausaufgaben aber schaffte sie trotzdem immer mit guter note... dann suchtete ich handyspiele und nun haufenweise animes ich wollte auch schon aufhören animes zu schauen und dchte ich könnte stttdessen eine sprache lernen... es endete jedoch damit dass ich in jeder freien minute japanisch lernte bis ich mit nähen begann und dieses sehr exzessiv machte bis ich nichts mehr zum nähen fand und mich wieder den anime zuwand da ich diese nun in originalsprache mit untertitel besser verstand... nun meine frage wie kann ich etwas weniger suchtmässig machen? ist es eine sucht wenn sich das suchtobjekt alle jahre wieder ändert und die gesundheit, schlaf und leistung nicht (oder nur kaum von sehr gut auf gut) beeinträchtigt?

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