Nach Silvester wollte ich zwei Monate lang nichts trinken. Letzte Woche habe ich dann unter Freunden doch mit einem Glas Prosecco angestossen. Es fiel mir danach sehr schwer, auf das zweite Glas zu verzichten. Wieso ist das so schwierig?
SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:
Sie können stolz auf sich sein. Sechs oder sieben Wochen lang nichts zu trinken und es dann bei einem Glas Prosecco bleiben zu lassen wenn es wieder einmal etwas zu feiern gibt, ist für manche wirklich nicht so einfach.
Alkohol in kleineren Mengen wirkt entspannend, beruhigend und lösend. Das Belohnungszentrum des Gehirns wird aktiviert und das heisst, man möchte mehr von dieser Substanz, die ja vermutlich noch greifbar vor einem steht und von der sich alle anderen im Raum weiter bedienen.
Warum möchten wir mehr von dieser Substanz? Im Grunde funktionieren die Menschen noch wie zu Zeiten der Steinzeit. Damals herrschte eher Mangel an Nahrungsmitteln. Fand man z.B. einen Bienenstock, wurde nicht gezögert und der ganze Honig auf einmal verzehrt. Es könnte ja jemand anderes daher kommen und den Honig wegnehmen. Bereits der Anblick eines Bienenstocks aktivierte das Belohnungszentrum des Gehirns so dass keine Anstrengung unterlassen wurde, den Honig zu ernten.
Heute ist es nicht mehr so mühevoll, an den Honig – sprich an den Alkohol – zu gelangen. Umso schwieriger ist es, der eigentlichen Natur etwas entgegen zu setzen und nicht weiter zu konsumieren obwohl noch etwas übrig ist von der verlockenden Substanz.
Für die einen ist es der Alkohol, andere können bei anderen Dingen nicht, oder eben nur mit grosser Anstrengung, widerstehen. Dass Sie in der oben beschriebenen Szene nach einem Glas aufhören konnten zu trinken, zeugt von guter Selbstkontrolle und Reflexionsfähigkeit.
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Fragen von Betroffenen
Mein Hintergrund / Konsumverhalten Ich bin weiblich, fast 30 Jahre alt, und arbeite nebenberuflich als DJ – dadurch bin ich regelmäßig im Nachtleben unterwegs. Mein Substanzkonsum hat sich in den letzten 9 Monaten problematisch entwickelt: Besonders zwischen September und November 2024: • Fast jedes Wochenende gefeiert, oft zwei Nächte hintereinander. • Kokain jedes Wochenende konsumiert (1–2g pro Wochenende). • Sehr wenig Schlaf (teilweise nur 3–4 Stunden pro Wochenende). • Immer häufiger Afterhours und impulsiver Konsum. • Deutliche körperliche und psychische Nebenwirkungen: Herzrasen, Schwäche, Angstzustände. Dezember 2024: • Einen Monat auf Reisen gewesen – komplett ohne Konsum. • Festgestellt, dass mein Konsum stark ans Nachtleben gekoppelt ist und nicht an meinen Alltag. Seit Januar 2025: • Regelmäßigen Kokainkonsum gestoppt. • Genieße manchmal auch nüchterne Abende zu Hause – was früher undenkbar war. • Habe beim Feiern Kokain grösstenteils durch MDMA ersetzt. • Konsumiere meistens 0,5–1,5 Pillen pro Abend (jeweils in Vierteln, alle 1–2 Stunden nachgelegt). Manchmal noch 2-3 Lines Koks zum Schluss. Und das ca. 3-4x pro Monat. • Jedes Mal nehme ich mir vor, nüchtern zu bleiben oder wenig zu konsumieren – schaffe es aber meistens nicht. • Zwischen den Events habe ich kein Konsumverlangen, aber im Clubumfeld werde ich extrem getriggert. • Gesundheitlich geht es mir aktuell okay, aber ich spüre eine deutliche Erschöpfung meines Körpers und Nervensystems. • Ich habe Angst, dass mein Körper irgendwann nicht mehr mitmacht. Kritische Ereignisse • Vor ca. 1,5 Monaten: Zwei Kreislaufkollapse nach Konsum von Kokain und MDMA. • Vor kurzem: Während des Feierns Pupillen fast komplett nach oben wegrutschend, sodass fast nur noch das Weiße sichtbar war. • Freunde hatten echte Angst um mich. • Diese Ereignisse haben mir bewusst gemacht, dass ich mein Konsumverhalten nicht mehr unter Kontrolle habe
Alkohol und Depressionen, Entzugserscheinungen: Ich bin seit einem Jahrzehnt ein Wochenendsäufer und nun abstinent. Ist es gefährlich, Speisen zu essen, die Alkohol enthalten?
Ich bin im zweiten Monat schwanger, und es fällt mir schwer, ganz auf Alkohol zu verzichten. Ich habe den Konsum aber stark reduziert. Wie viel Alkohol darf ich trinken, ohne das Kind zu schädigen?