Ich tinke jeden Tag Alkohol, die Wochenenden sind am schlimmsten. Langsam bin ich verzweifelt und man sieht mir den Alkoholkonsum an. Was kann ich tun?

Hallo zusammen

Ich wende mich ziemlich verzweifelt an euch. Vielleicht empfindet ihr ja genauso, wenn es um die Wochenenden geht. Ich bin weiblich 38 und trinke. Mein Alkoholkonsum ist täglich. Während der Woche handelt es sich um ca. 1 Liter Prosecco auf den ganzen Tag verteilt. An den wochenenden ist es erheblich mehr. Und zwar mehr als das doppelte. Dadurch isoliere ich mich von der Aussenwelt.Ich sage alle Treffen ab, lasse meine Wohnung verkommen und kriege Panik vorcdem Montag und vor dem funktionieren an sich. Montag - Mittwoch leide ich höllisch im Geschäft, um Donnerstag dem Alkohol abzuschwören und Freitag wieder noch mehr zu trinken. Langsam ergreift die Parnoia die Überhand und man sieht es mir an.Ging es jemandem von euch ähnlich? wenn ja, was tut ihr dagegen?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Guten Tag Tiara

Herzlich willkommen!

Sie beschreiben die Krankheit einer Alkoholabhängigkeit mit einer Symptomatik auf der körperlichen, psychischen und sozialen Ebene. Es ist für mich ein starker Leidensdruck wahrnehmbar.

Auf der anderen Seite beschreiben Sie, dass sie arbeiten und dies auch unbedingt weiter machen wollen, auch wenn Sie höllisch leiden. Sie haben wirklich starke Widerstandskräfte gegenüber der Krankheit bereits mobilisiert, dazu möchte ich Ihnen meine Wertschätzung aussprechen. Auch, dass Sie so offen über die Alkoholabhängigkeit berichten und gar nichts beschönigen, ist eine persönliche Stärke.

Sie möchten diese Krankheit nun schon länger loswerden und fragen, was dagegen getan werden kann. Aus suchtberaterischer Sicht würde ich Ihnen dringend einen Suchtmediziner empfehlen. Die von Ihnen beschriebenen körperlichen Symptome (Entzugserscheinungen bei Trinkmengenreduktion) sind sehr ernst zu nehmen. Wenn Sie die Alkoholmenge reduzieren wollen oder sogar eine Abstinenz anstreben, müssen Sie diese Entgiftung vom Körper, unbedingt mit einer ärztlichen Behandlung verknüpfen.

Sie können sich auch weiterhin gerne in der Mail-Beratung begleiten lassen. Sie haben mit dem Posting hier im Forum einen ersten wichtigen Schritt nach aussen getan. Wir begleiten Sie gerne auch beim nächsten Schritt.

Bleiben Sie bitte dran!

Herzliche Grüsse

SafeZone Arno


Fragen von Betroffenen

Hallo zusammen, ich konsumiere ab und zu am Wochenende Amphetamine (Speed), es gibt viele Auswirkungen auf den Körper und vor allem auf die Psyche des Konsumenten. Angefangen habe ich damit vor ca.2,5/3 Jahren. Es ist kein regelmäßiger Konsum und vor allem nicht alleine. Ich habe festgestellt, dass ich noch nie längerfristige Nebenwirkungen gespürt habe, wie zum Beispiel Depressionen, Aggressivität, leichte Veränderung der Persönlichkeit oder wovon ich schon häufig gehört habe, das Defizit im Umgang mit Menschen, zum Beispiel beim Einkaufen, wenn es darum geht mit fremden Menschen zu sprechen. Auch von körperlichen Defiziten bin ich bisher verschont worden. Dazu muss ich noch sagen, dass es auch häufiger vorgekommen ist, dass ich mehrere Wochenenden hintereinander/mehrmals an einem Wochenende etwas konsumiert habe und die Toleranzgrenze dabei auch schon angestiegen ist, also ein Indiz für zu häufigen Konsum. Trotz dessen, habe ich noch keine Erfahrung mit solchen Auswirkungen gemacht und meine Frage ist, ob das jemandem auch so geht und ob mein Körper/meine Psyche mit chemischen Drogen besser umgehen kann (baut er die Substanz besser/schneller ab? ), als es bei anderen der Fall ist. Oft hört man davon, dass man eine gesunde Psyche haben sollte und man besser von allem Chemischen und Psychoaktivem Abstand halten sollte (klar, man sollte auch so eigentlich nicht unbedingt konsumieren!), wenn man nicht fest im Leben steht, aber ehrlich gesagt, bin ich was das angeht, keine besonders stabile Person und deshalb bin ich sehr gespannt, was eure Antworten hierzu sind. --> Ich will hiermit NICHT den Konsum von Drogen verharmlosen, ich bin mir über langfristige Folgen bewusst und was Drogen im allgemeinen mit einem verursachen können! Es kann immer vorkommen, dass etwas schief geht und man in ein tiefes Loch fällt, auch bei mir persönlich schließe ich das nicht aus, Drogen sind unberechenbar! Danke schon mal im Voraus, vielleicht kennt sich ja jemand gut mit diesem Thema aus :) Mit freundlichen Grüßen

Alles was ich mache, mache ich suchtmässig... Ich bin ein sehr introvertierter Mensch und liebe es sachen für mich allenie zu machen. ich denke angefangen hat es schon als kind ich konnte nicht eingach ein buch lesen sonder las in jeder schulpause und jeder freien minute, bis ich keine bücher mehr fand.. dann entdeckte ich computerspiele und zockte so oft ich konnte (da ich eher klug bin leidete die schule nicht wirklich, ich bemühte mich zwar kaum hausaufgaben aber schaffte sie trotzdem immer mit guter note... dann suchtete ich handyspiele und nun haufenweise animes ich wollte auch schon aufhören animes zu schauen und dchte ich könnte stttdessen eine sprache lernen... es endete jedoch damit dass ich in jeder freien minute japanisch lernte bis ich mit nähen begann und dieses sehr exzessiv machte bis ich nichts mehr zum nähen fand und mich wieder den anime zuwand da ich diese nun in originalsprache mit untertitel besser verstand... nun meine frage wie kann ich etwas weniger suchtmässig machen? ist es eine sucht wenn sich das suchtobjekt alle jahre wieder ändert und die gesundheit, schlaf und leistung nicht (oder nur kaum von sehr gut auf gut) beeinträchtigt?

Ich würde gerne wissen, welche Möglichkeiten der Selbsttherapie es bei Mediensucht oder starker Abhängigkeit gibt, wenn man keine autoritäre Person hat, die den Konsum einschränken kann. Ein "kalter Entzug" von heute auf morgen habe ich in letzter Zeit häufig probiert, allerdings hat dieser nie länger als eine Woche maximal gehalten. Oder ist die Selbsttherapie der falsche Ansatz und ich sollte zu einem Arzt/Therapeut?

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