Vor einigien Tagen kam ich nach Hause im wissen, mein Mann wäre zu Hause und würde uns das Nachtessen machen. Er war nicht da. Ich konnre ihn auch nicht erreichen. Irgendwann bekam ich dann ein Anruf von ihm, er hat ein Problem er müsse mir was beichten, wisse jedoch nicht wie er es sagen soll. Er sagte dann, er hätte Kokain genommen und es sei nichz das erste mal, er hätte immer mal wieder genommen. Auch ab und zu Tabletten probiert. Er wollte es mir beichten da er diesmal zu viel genommen habe und darum auch nicht nach Hause kam. Hab erfahren, dass er mit 22 Jahren ungefähr schon ab und an konsumiert hat, danach nicht mehr. Jetzt seit vieleicht zwei Jahren oder so nehme er ab und zu wieder Kokain. Mal konnte er 4 Monate nichts nehmen, diesen Monat aber wieder drei mal. Ich hab ihn abgeholt und nach Hause gefahren,konnte jedoch keine Fürsorge zeigen. Ich konnte nur Wut zeigen. Ich war so entsetzt und entäuscht. Dazu kommt, dass wir an Kinderplanung dran sind mit einer Klinik. Noch ein Grund mehr, dass ich wütend war denn ich das sehr verantwortungslos finde, bei Konsum noch ein Kind erzeugen zu wollen. Ich kann ihm im Moment keine Liebe zeigen, mein Vertrauen ist so angekrazt ich bin nur noch kalt und distanziert. Ist das ganze Verhalten von mir normal oder übertreibe ich das? Auch würde mich wunder nehmen, ist sein Konsum schon unter Sucht einzustufen?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Sie sind enttäuscht, wütend und schockiert. Dies sind im Moment Ihre vorherrschenden Gefühle. Wenn Sie sich so fühlen, dann ist das so und es gibt kein Zuviel, Zuwenig, Richtig oder Falsch. Sie scheinen erschüttert zu sein, da Sie von Ihrem Mann etwas Wichtiges erfahren haben, das er Ihnen eigentlich verschweigen wollte und das sich möglicherweise auch auf Ihr Leben auswirken könnte. Insbesondere im Hinblick auf die Kinderplanung hat diese Information Sie verunsichert und vielleicht die Frage aufgeworfen: Wer ist dieser Mann eigentlich? Sie sind spontan einen Schritt auf Abstand gegangen und das braucht es sicherlich auch, um das Ganze zu verdauen, damit eine Annäherung und die Aufnahme von Gesprächen wieder möglich sind. Ihr Mann muss jetzt für sich einen Weg finden, damit umzugehen.

Ob es sich bei dem Konsum Ihres Mannes um eine Sucht handelt, lässt sich aus der Ferne schwer einschätzen. Falls er angesichts Ihrer schockierten und enttäuschten Reaktion nicht bereit ist, den Konsum zu stoppen, oder ihm dieser Stopp nicht gelingt, könnte dies zumindest ein deutliches Zeichen für eine Gefährdung sein.

Kokain ist eine Substanz, die psychisch stark abhängig machen kann. Vom Versuch des kontrollierten Kokainkonsums kann daher nur abgeraten werden, denn wenn eine bestimmte Schwelle überschritten ist, hat sich das Kokain in den Gedanken eingenistet und dem nächsten Konsumereignis wird entgegengefiebert. Es fällt dann meistens schwer, wieder Abstand vom Konsum zu gewinnen. Kokain ist zudem eine illegale Substanz, und man muss mit einem Dealer in Kontakt treten, um es zu erwerben, was ebenfalls illegal ist. Auch wenn Kokain aktuell recht günstig ist, kostet ein Gramm etwa CHF 100. Entwickelt jemand eine Sucht mit regelmässigem Konsum, kann das recht ins Geld gehen. Wer in eine Verkehrskontrolle gerät oder anderweitig mit Kokain erwischt wird, muss den Führerausweis auf unbestimmte Zeit abgeben und zudem eine Abstinenz nachweisen, um ihn wiederzuerlangen. Daher sind Sie von den möglichen Konsequenzen mitbetroffen, falls Ihr Mann sich dazu entscheidet, weiterhin zu konsumieren.


Mehr Fragen zu Kokain

Mein Freund ist kokainabhängig und hat schon vieles probiert, um davon wegzukommen, wird aber immer wieder rückfällig. Egal wie ich reagiere, verständnisvoll, wütend, ein Ultimatum stellend usw. es ändert nichts. Ich weiss nicht mehr, was ich noch für ihn tun kann.

Mein Hintergrund / Konsumverhalten Ich bin weiblich, fast 30 Jahre alt, und arbeite nebenberuflich als DJ – dadurch bin ich regelmäßig im Nachtleben unterwegs. Mein Substanzkonsum hat sich in den letzten 9 Monaten problematisch entwickelt: Besonders zwischen September und November 2024: • Fast jedes Wochenende gefeiert, oft zwei Nächte hintereinander. • Kokain jedes Wochenende konsumiert (1–2g pro Wochenende). • Sehr wenig Schlaf (teilweise nur 3–4 Stunden pro Wochenende). • Immer häufiger Afterhours und impulsiver Konsum. • Deutliche körperliche und psychische Nebenwirkungen: Herzrasen, Schwäche, Angstzustände. Dezember 2024: • Einen Monat auf Reisen gewesen – komplett ohne Konsum. • Festgestellt, dass mein Konsum stark ans Nachtleben gekoppelt ist und nicht an meinen Alltag. Seit Januar 2025: • Regelmäßigen Kokainkonsum gestoppt. • Genieße manchmal auch nüchterne Abende zu Hause – was früher undenkbar war. • Habe beim Feiern Kokain grösstenteils durch MDMA ersetzt. • Konsumiere meistens 0,5–1,5 Pillen pro Abend (jeweils in Vierteln, alle 1–2 Stunden nachgelegt). Manchmal noch 2-3 Lines Koks zum Schluss. Und das ca. 3-4x pro Monat. • Jedes Mal nehme ich mir vor, nüchtern zu bleiben oder wenig zu konsumieren – schaffe es aber meistens nicht. • Zwischen den Events habe ich kein Konsumverlangen, aber im Clubumfeld werde ich extrem getriggert. • Gesundheitlich geht es mir aktuell okay, aber ich spüre eine deutliche Erschöpfung meines Körpers und Nervensystems. • Ich habe Angst, dass mein Körper irgendwann nicht mehr mitmacht. Kritische Ereignisse • Vor ca. 1,5 Monaten: Zwei Kreislaufkollapse nach Konsum von Kokain und MDMA. • Vor kurzem: Während des Feierns Pupillen fast komplett nach oben wegrutschend, sodass fast nur noch das Weiße sichtbar war. • Freunde hatten echte Angst um mich. • Diese Ereignisse haben mir bewusst gemacht, dass ich mein Konsumverhalten nicht mehr unter Kontrolle habe

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