Hallo! Ist es möglich, dass man durch Intimkontakt mit einer Person, die Drogen (zb Kokain) konsumiert, selbst etwas abbekommt? Angenommen dass man mit dem Mann Geschlechtsverkehr ohne Kondom hatte, inkl. oral bei ihm und natürlich auch küssen. Wenn die Person kurz vorher konsumiert hat, wäre es möglich dass man die Wirkung spürt und gegenenfslls auch negative Folgen?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Grundsätzlich ist es möglich, sich allein durch das Berühren von Oberflächen, die von Personen mit Drogen an den Fingern berührt wurden, kontaminiert zu werden. Dasselbe gilt beim Küssen, sofern eine Droge über die Nase oder den Mund eingenommen wurde.

Die Menge an Drogen, die in den Stunden nach dem Konsum noch nachweisbar und damit theoretisch noch übertragbar wären, sind jedoch sehr gering, womit es eher unwahrscheinlich ist, dass Sie die Wirkung der Droge/-n zu spüren bekommen. Eine negative Folge könnte vielleicht sein, dass ein sensibler Drogentest auch geringe Mengen nachweisen kann. Wenn Sie in eine Fahrkontrolle geraten und getestet werden würden, könnte es somit theoretisch möglich sein, dass Sie die Gerichtsmedizin darum bitten müssten, die genaue Menge an illegaler Substanz daraufhin zu überprüfen, ob diese wirklich nur über direktem Weg eingenommen werden konnte. Hier ein Link zum weiteren Einlesen in die Nachweisbarkeit von Drogen: https://www.praxis-suchtmedizin.ch/index.php/de/designerdrogen/allgemeine-infos/nachweisbarkeit

Wichtig bei der Frage, wie Drogen auf uns wirken, ist jeweils auch unsere Erwartungshaltung. Wie bei den Medikamenten und anderem, was wir zu uns nehmen, kann es sein, dass wir eine Wirkung spüren, allein weil wir diese zu spüren erwarten. Diesen Effekt nennt man Placeboeffekt. In Studien zu Mikrodosierungen von Drogen konnte nachgewiesen werden, dass sich bei Mikrodosierungen dieselben Effekte zeigten wie bei Verabreichung eines Placebos.

Aber auch wenn der Kontakt zu sehr gering dosierten Drogen Ihnen nicht schaden sollte, könnte es sein, dass Ihnen nicht wohl dabei ist, mit jemandem Sex zu haben, der zuvor konsumiert hat. Darauf zu achten, was Sie in Intimsituationen brauchen, um sich sicher und geborgen zu fühlen, kann sehr wichtig für Ihre längerfristige psychische Gesundheit sein. Sollten Sie weitere Befürchtungen in diesem Zusammenhang hegen oder mit jemandem über andere Belastungen sprechen wollen, die daraus resultieren, eine Beziehung zu einer konsumierenden Person zu führen, sind wir gerne in den persönlichen Onlineberatungen für Sie da: https://www.safezone.ch/de/beratung


Fragen von Angehörigen

Ich konsumiere seit 10 Jahren Amphetamin und mittlerweile ca. ein halbes Gramm pro Tag. Ich habe es satt und möchte ein Hallo erstmal. Ich beziehe mich auf das im Titel angegebene Thema und möchte mich bei euch bedanken für die Ratschläge vor einigen Jahren. Gleichzeitig mein aktuellen Stand berichten und vlt kann ich einigen da draussen weiterhelfen. Nun mittlerweile bin ich seit über 3 Jahren völlig clean vom Amphetamin. Ich habe im 2018 einen kalten Entzug gemacht zu Hause (war nicht gerade die beste Zeit meines Lebens) und dadurch leider den Job verloren. Nichts desto trotz habe ich weiterhin durchgehalten. Am Anfang hat sich die Sucht verlagert auf Alkohol bis es total ausser Kontrolle geriet (bis zu 2 liter Schnaps im Tag) und ich einen Alkoholentzug in der PSA Wattwil gemacht habe. Seither habe ich das Thema Alkohol im Griff, gelegentlich ein Bier und das wars, jedoch ging ich danach in die Tagesklinik in Uznach SG, was total befremdlich war und ganz ehrlich meine Psyche total entstabilisiert hat ohne das ich es mitbekommen habe. Für mich war die ganze Welt neu und ich kam mir vor wie auf Droge nach so vielen Jahren permanentem Konsum. Daher kann ich persönlich jedem empfehlen auf gewisse Institutionen zu verzichten und andere Lösungen zu finden ausnahme ist die PSA in Wattwil, das war eine der lehrreichsten Zeit meines Lebens und das Team ist erfahren wie auch wohlwollend. Was ich von der Klinik Süd nicht behaupten kann. Naja es war eine sehr schwere Zeit. In der Zwischenzeit wurde ein sehr ausgeprägtes ADHS bei mir diagnostiziert und es wurde mir diverse Metylphendidate wie Ritalin, concerta und Focalin gegeben. Natürlich erst das eine, ohne wirkung, das nächste usw.. Ich bin mittlerweile immer noch ohne Arbeit da ich mein Leben nicht mehr so im Griff habe wie mit den Amphetaminen. Naja, ich habe das eine Übel gegen ein anderes eingetauscht. Sobald ich in leicht stressige Situationen gerate kommt auch 3 Jahre später der Suchtdruck weiss nicht ob sich das jemals ändern wird oder ob man einfach lernen muss damit zu Leben. Aber manchmal muss man halt alles verlieren bevor gewisse Änderungen möglich sind. Dafür habe ich eine liebe Partnerin gefunden welche mir trotz meiner Geschichte beisteht und mich unterstützt. Nun mein Tipp an betroffene. Mich persönlich hat mein Hund gerettet. Jeden Tag mehrfach Gassi gehen und viel in der Natur sein zum Energie tanken (und nein ich bin nicht esoterisch veranlagt) Alte Kontakte überdenken und vlt die Frage stellen wer ist wirklich Freund und wer nicht, so hat sich mein ganzes Leben schritt für schritt verändert. Es ist ein langer und anstrenger Weg und vorallem an die welche beruflich erfolgreich sind mit täglichem Drogenkonsum, man sollte sich mal alles überdenken und sich selber Fragen ob es das Wert ist. Es wird nie mehr so sein wie vorher, bedeutet aber nicht das es schlechter ist,auf jeden Fall gesünder. Liebe Grüße und bleibt gesund White010

Mein Freund ist kokainabhängig, wie kommt er davon weg? Wie soll ich mich ihm gegenüber verhalten?

Hallo Mein Freund trinkt Bier 3 bis 4 mal pro Woche und er ist immer betronken wie kann ich ihm helfen. Er denkst das ist Normal aber er macht viel Problem mit mir und auf dem Strasse, wenn er betronken bist.

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