Mein Sohn ist Opiate Tilidin, oxycodon und zum Schluss kam noch Shore ( Heroin) hinzu. Er war 7 Monate in Therapie und hat sie erfolgreich abgeschlossen und geht wöchentlich zur Nachsorge. Seit einigen Wochen finde ich wieder Alufolie, auch innen drin schwarz, zerissene Zettel und einen braunen Stein von außen sehr hart aber innerlich wird er zu Pulver. Ich denke das es Heroin sein könnte. Ich sprach ihn an, aber er verleugnte Mal wieder alles, vorher habe ich Morphin Tabletten bei ihm gefunden. Ich sprach ihn an und er wurde sehr frech, aber sobald ich ihm zeige das ich die Sachen gefunden habe kommt immer: tut mir leid ich wollte das nicht, Mama. Ich weiss das er suchtkrank sein Leben lang sein wird und das es immer Rückfälle geben kann. Aber ich verstehe nicht sobald ich ihm die Tabletten gezeigt habe, gab er es zu. Aber vorher mich richtig anschreien. Warum gibt er es nicht zu daß er wahrscheinlich Heroin wieder raucht? Ist es aus Scham?
SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:
Ihr Sohn ist nach seiner stationären Behandlung wieder rückfällig geworden. Ihnen ist bewusst, dass es zu Rückfällen kommen kann und eine Sucht zu bewältigen sehr anspruchsvoll ist. Trotzdem machen die offensichtlichen Rückfälle Ihres Sohnes und sein verleugnendes Verhalten Sie ratlos. Ihr Sohn geht wöchentlich zur Nachsorge, was sicherlich als sehr positiv angesehen werden kann. Möglicherweise bespricht er seine Rückfälle dort. Die meisten Suchtmittelabhängigen sind hin- und hergerissen zwischen aufhören und weiter konsumieren. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass das Suchtmittel ihr Befinden sofort verbessert, sie besser entspannen und schlechte Gefühle beiseite schieben können. Gerade der Konsum von Heroin und Opioiden führen zu einer sehr starken Bindung an das Suchtmittel, da es schwierig ist, ähnliche Gefühle im nüchternen Zustand zu erzeugen. Die Abhängigen müssen also auf das verzichten, was sie eigentlich unbedingt wollen; nämlich die Wirkung des Suchtmittels zu spüren. Das Verzichten mag eine Zeitlang gut gehen. Wenn jedoch der Stress oder die Anforderungen des täglichen Lebens zu gross werden, bricht der Willen schnell einmal ein. Der Weg zu einer entschiedenen nachhaltigen Veränderung verläuft nicht immer gradlinig. Die meisten Süchtigen wissen jedoch, dass sie eigentlich aufhören sollten, denn eine Sucht bringt ja meistens handfeste Nachteile mit sich und sie möchten ja auch Ihre Angehörigen nicht enttäuschen. Das könnte vielleicht auch auf Ihren Sohn zutreffen. Er möchte Sie nicht enttäuschen und sich selbst eigentlich auch nicht. Er schämt sich vor Ihnen und auch vor sich selbst. Wenn er sich ertappt fühlt, kann er den Konsum auch vor sich selbst nicht mehr ausblenden. Daher fällt seine Reaktion möglicherweise so heftig aus. In der Nachbetreuung setzt man sich auch mit solchen Fragen auseinander und auch der Einbezug von Angehörigen ist sinnvoll. Vielleicht wäre es auch ein gemeinsames Gespräch mit Ihrem Sohn und dessen Betreuungsperson hilfreich.
Mehr Fragen zu Heroin
Meine schwester ist drogenabhängig, sie konsumiert gemeinsam mit ihrem Freund Heroin und Kokain. Was könnte ich machen?
Meine Zwillingschwester ist seit 6 jahren drogenabhängig. Ich kann einfach nicht weiter sehn wie sie sich zerstört. Was könnte ich machen?
Mein Freund nimmt seit fünf Jahren keine Drogen mehr, hat aber immer noch Methadon. In letzter Zeit spricht er davon, das Methadon weglassen zu wollen. Er sei sicher, nie mehr in die Drogen zu geraten. Ich habe aber Angst, dass er rückfällig werden könnte. Mache ich mir zu viele Sorgen?
Fragen von Angehörigen
Hallo, ich weiß nicht mehr weiter, zu mir ich bin __ Jahre alt und mein Partner __, wir beide haben psychische Probleme und Vorerkrankungen, haben uns vor über einem Jahr auf Therapie kennen gelernt und sind ziemlich schnell auch zusammen gezogen, seit Monaten ist er sehr aggressiv und gemein zu mir. Ich habe herausgefunden das er heimlich wieder Kokain genommen hat, er hat sich auch sehr dafür entschuldigt ( war lange kokainsüchtig) allerdings hat er das kiffen wieder angefangen und mich stört das so sehr, da ich mit diesen Thema auch schlechte Erfahrungen gemacht habe da meine Schwester dadurch auch süchtig wurde, und er weiß das. Immer dreht sich alles am nur um das kiffen wir machen gefühlt gar nichts mehr weil er nur zuhause sein will und kiffen will. Ich fühl mich so alleine und ständig will er mich überreden das ich doch einfach mit rauchen soll und das ja gut ist. Er steht es sich auch nicht ein das er wieder eigentlich abhängig ist ( da es teilweise jeden Tag passiert ) Wir wollten beide das ich schwanger werde aber ich hab große Zweifel da ich nicht will das der Vater meiner Kinder täglich kifft? Oder allgemein sich alles um das Thema dreht. Ich hätt ihm schon so oft angeboten das ich ihn helfe aber er meinte immer ich übertreibe?
Mein Freund trinkt beinahe täglich Bier, immer nach der Arbeit. Er fährt auch alkoholisiert Auto, was ich hasse. Ist er Alkoholiker?
Neulich auf einer Party habe ich mich mit jemandem über Drogenerfahrungen unterhalten. Die Person erzählte mir, dass sie seit einiger Zeit ab und an Partydrogen konsumiert (ausprobiert), jedoch allgemein eher wenig davon spürt, obwohl sie dieselbe Menge "xy" einnimmt wie andere. Sie ist durchschnittlich gross und entsprechend normalgewichtig. Ich habe mich dann gefragt, worauf es denn ankommt, ob jemand bei Menge A einer Substanz "xy" bereits high wird oder erst bei Menge B und ab wann es u. U. gefährlich werden könnte. Sollte ich die Person auf der nächsten Party wieder antreffen, was könmte ich ihr raten? Ich persönlich habe da eben an die Gefahr der Überdosierung gedacht... Es gibt wohl je nach Mensch eine unterschiedliche Sensitivität gegenüber Substanzen, aber warum ist das so? Ist das neurologisch bedingt? Oder kann es evtl. auch ein psychischer Abwehrmechanismus sein? (Angst vor Kontrollverlust...) Vielen Dank im Voraus.