Meine Partnerin ist ein sehr lieber Mensch. Leider trinkt sie öfters zu viel und handelt sich damit Probleme ein. Nachher hat sie ein schlechtes Gewissen und verspricht, nie mehr so viel trinken zu wollen. Der gute Vorsatz hält aber immer nur ein paar Tage. Wieso kann sie nicht einfach aufhören?
SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:
Die meisten Menschen können ihren Alkoholkonsum gut kontrollieren. Sie trinken ein bis zwei Gläser zum Genuss und hören dann auf. Manchen gelingt das aber nicht. Sie trinken weiter, obwohl sie schon mehr als genug hatten, handeln sich damit Probleme ein und richten unter Umständen Schaden an sich und ihrer Umwelt an.
Wieso ist das so? Wieso können einige stoppen und andere trotz allen negativen Folgen nicht? Die Gründe dafür sind vielschichtig und lassen sich am besten unter sozialen, psychischen und körperlichen Gesichtspunkten beschreiben.
Es kann also wichtig sein, in welcher Gesellschaft man sich beim Trinken befindet. Eine lustige Runde im Restaurant kann zu übermässigem Alkoholkonsum führen, der nicht so einfach zu unterbrechen ist, da man sich sonst aus der Gruppe rausnehmen würde.
Ein weiterer Grund wäre darin zu suchen, wofür das Trinken steht. Menschen, die gelernt haben, sich mit Hilfe von Alkohol zu entspannen, werden nicht einfach von heute auf morgen darauf verzichten wollen, denn es würde etwas Wichtiges – das Gefühl von Ruhe und Wohlbefinden – fehlen.
Schliesslich kann es auch sein, dass sich der Körper bereits an ein gewisses tägliches Quantum Alkohol gewöhnt hat. Innere Unruhe und Reizbarkeit wären dann als erste Anzeichen einer körperlichen Abhängigkeit zu interpretieren.
Das Zusammenspiel dieser drei Ebenen ist für das Trinkverhalten von Bedeutung. Ist das Gleichgewicht unausgewogen, empfiehlt es sich, Unterstützung zu holen. Es könnte sich für Ihre Partnerin als sehr hilfreich erweisen, wenn sie die Frage, weshalb sie trotz guter Vorsätze immer wieder zu viel trinkt, im Gespräch mit einer Suchtberaterin / einem Suchtberater zu beantworten versucht. Adressen von Beratungsstellen in Ihrer Nähe finden Sie unter der SafeZone-Rubrik "Hilfe vor Ort".
Selbstverständlich können Sie sich auch an die Mailberatung von SafeZone wenden.
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