Hallo habe jetzt am Wochenende 1 gramm Kokain gezogen und habe jetzt 40 Tage Zeit sauber zu werden wegen mpu . Muss ich mir sorgen machen weil ich trotzdem jetzt noch an den nächsten woch alkohol trinken werde?
SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:
Guten Tag
So wie ich Ihre Anfrage verstehe, stehen bei Ihnen Termine aufgrund einer Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU) an. Sie beziehen sich dabei vermutlich auf die damit einhergehenden Urin-Drogen-Screenings. In diesem Zusammenhang könnte Folgendes für Ihre Situation interessant sein:
Der Abbau von Kokain läuft wie folgt ab: Kokain wird zum grössten Teil in der Leber abgebaut. Dabei entsteht das Abbauprodukt Benzoylecgonin, das über den Urin ausgeschieden wird und daher bei einer Urinprobe als Marker dient. Je mehr Kokain konsumiert wurde, desto mehr Abbauprodukt entsteht. Dieses ist länger im Körper nachweisbar als das Kokain selbst. Die Halbwertszeit von Benzoylecgonin beträgt etwa fünf bis acht Stunden, das heisst, die Konzentration im Körper halbiert sich in diesem Zeitraum. Die Abbaugeschwindigkeit wird durch den Stoffwechsel, die körperliche Aktivität, das Alter, die Flüssigkeitszufuhr und den allgemeinen Gesundheitszustand einer Person beeinflusst. Bei intensivem Kokainkonsum kann das Abbauprodukt sogar noch nach drei Wochen im Urin vorhanden sein. In der Regel ist es aber nach zwei bis zehn Tagen ausgeschieden.
Soweit ich weiss, wird bei MPUs je nach Vergehen und den Substanzen, welche im Spiel waren, ein zeitlicher Rahmen sowie die Analyse verschiedener Substanzen über Urin- oder Haarprobe angeordnet. Deswegen kann ich Ihre Frage leider nicht abschliessend beantworten, da ich nicht weiss, inwieweit Alkohol bei Ihnen getestet wird. Wenn dies der Fall sein sollte, ist die einfachste Variante, um alle möglichen ungewollten Testergebnisse und ein Scheitern der MPU auszuschliessen, gänzlich auf Substanzkonsum zu verzichten. Es empfiehlt sich, vor der MPU eine Beratung durch einen Verkehrspsychologen oder eine Verkehrspsychologin in Anspruch zu nehmen.
Bitte beachten Sie, dass SafeZone eine Schweizer Beratungswebsite ist und Sie sich auf der Seite für öffentliche Fragen & Antworten befinden. Unser deutsches Pendant könnte eine weitere Informationsquelle für Sie darstellen:
https://www.suchtberatung.digital/
Wenn Sie Ihr Anliegen vertiefen möchten, lade ich Sie ein, sich erneut über die persönliche Online-Beratung an uns zu wenden.
https://www.safezone.ch/de/beratung
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