mein freundin nimmt jeden tag drogen, was soll ich machen?
SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:
Es scheint, dass der tägliche Konsum Ihrer Freundin für Sie eine grosse Belastung darstellt. Da Ihre Anfrage nur wenige Informationen enthält, kann unsere Antwort nur allgemeiner Natur sein. Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen, das Gespräch mit Ihrer Freundin zu suchen. Dabei ist es wichtig, dass Sie in diesem Gespräch keine Vorwürfe machen, sondern von Ihren eigenen Gefühlen und Ihrer eigenen Betroffenheit sprechen. Auf diese Weise erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Freundin Ihnen zuhört und nicht sofort in eine Abwehrhaltung geht. Die Reaktion Ihrer Freundin könnte Ihnen Aufschluss darüber geben, ob sie selbst ihren Konsum auch als problematisch ansieht. In diesem Fall könnten Sie sie ermutigen, den Konsum zu reduzieren, und falls sie dies alleine nicht mehr schafft, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auf Wunsch könnten Sie sie auch zu einem ersten Gespräch begleiten.
Um das Gespräch mit Ihrer Freundin vorzubereiten, könnten Sie die Website https://www.nahestehende-und-sucht.ch/ besuchen. Dort finden Sie viele nützliche Gedanken, Tipps für die Gestaltung des Gesprächs, Ideen, wie Sie mit dem Konsum Ihrer Freundin umgehen können, sowie hilfreiche Adressen.
Sie haben Ihre Frage bei den öffentlichen Fragen gestellt. Hier können wir keine Rückfragen stellen und Ihre Anfrage ist mit dieser Antwort abgeschlossen. Sie können sich bei Safezone auch persönlich, anonym und bei Bedarf längerfristig beraten lassen. Falls Sie dies in Erwägung ziehen, hier der Link: https://www.safezone.ch/de/beratung.
Fragen von Angehörigen
Meine Frau ist Alkoholikerin und nicht berufstätig. Meistens geht es so einigermassen zu Hause. Nun bin ich wegen der Coronakrise im Home Office und kann nicht viel nach draussen gehen. Das Zusammenleben ist nun sehr schwierig geworden und ich befürchte jederzeit eine Eskalation. Was soll ich tun?
Mein Mann nimmt heimlich Kokain. Ich weiss nicht wie ich mit ihm umgehen soll, wie soll ich ihn darauf ansprechen?
Ich bin seit 10 Jahren mit einem Alkoholiker zusammen. Die Sucht habe ich relativ früh erkannt weil er sich sehr auffällig verhielt, wenn er zu viel getrunken hatte oder die Fahne war zu penetrant. Wir hatten unzählige Streitereien wegen dem Alkohol, er ist mir mehrmals fremdgegangen, hat mich immer wieder belogen...immer unter Alkoholeinfluss. Mittlerweile hat das Ganze neue Dimensionen angenommen, er ist zum ersten Mal unentschuldigt der Arbeit ferngeblieben und war unter drogen und alkoholeinfluss mit dem Auto unterwegs. Wenn er nüchtern ist, weiss er selber, dass das was er macht ein absolutes no go ist. Jedoch ändert sich kaum etwas nach unseren Gesprächen und Vereinbarung die getroffen wurden, werden nicht eingehalten. Ich habe ihn immer wieder versucht zu verstehen und die Dinge aus seiner Perspektive zu sehen. Ich merke jedoch, dass ich einfach nicht mehr die Energie habe seine Eskapaden weiterhin zu ertragen. Wir verstehen uns wenn er nüchtern ist super, haben es lustig zusammen und alles ist harmonisch. Aber der Alkohol macht diese Harmonie immer wieder zunichte. Ich liebe ihn trotz allem noch und weiss, dass er im Grunde ein toller Mensch ist. Den Alkohol als ständigen unerwünschten Begleiter jedoch hasse ich mittlerweile wie die Pest. Er gesteht sich die Sucht auch ein und sagt selber, dass er davon loskommen möchte. Aber nichts hat bis jetzt geholfen, keine Psychotherapie, keine Suchtberatung und keine Medikamente. Einen stationären Entzug lehnt er vehement ab. Ist es also egoistisch von mir, wenn ich nun lieber auf meine Bedürfnisse achten möchte? Lasse ich ihn fallen, wenn ich mich von ihm trenne, obwohl wir ja auch schöne Momente zusammen hatten und auch immer noch haben? Die Entscheidung fällt mir extrem schwer aber so wie es jetzt ist, kann es nicht mehr weitergehen...ich weiss keinen Rat mehr.