Suchtverhalten

Was ist Sucht?

Abhängigkeit oder Sucht ist das unabweisbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand, der durch den Konsum einer Substanz oder ein bestimmtes Verhalten herbeigeführt wird. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung der Persönlichkeit, das Wohlbefinden und die sozialen Bindungen und Chancen eines Individuums.

Konsumverhalten

Abhängigkeit und Sucht entstehen nicht von heute auf morgen, sondern entwickeln sich teilweise sehr langsam und für Aussenstehende, aber auch für die betroffene Person zunächst oft unerkennbar. Für eine differenzierte Sichtweise kann zwischen Probier- bzw. Experimentierkonsum, Gelegenheitskonsum, Gewohnheitskonsum und Abhängigkeitskonsum (Sucht) unterscheiden werden, wobei die Grenzen zwischen den verschiedenen Konsumformen fliessend sind.

A. Probier- bzw. Experimentierkonsum

Hier geht es in erster Linie um die Befriedigung der Neugierde auf Unbekanntes. Viele Jugendliche und junge Erwachsene probieren verschiedene Substanzen im Verlaufe ihres Erwachsenwerdens, um mitreden zu können oder um zu wissen, wie diese auf ihren Körper oder ihre Psyche wirken. So werden erste Erfahrungen mit Nikotin, Alkohol, Medikamenten, aber auch mit illegalen Substanzen gemacht.

B. Gelegenheitskonsum

Der Konsum von psychoaktiven Substanzen ist häufig an bestimmte Gelegenheiten (gemütliches Beisammensein, Partys, Musikveranstaltungen, etc.) geknüpft. Für Konsumierende stehen hierbei Genuss und Lustgewinn im Vordergrund. Gelegenheits- und auch Probierkonsumierende führen überwiegend ein selbstbestimmtes Leben und sind sozial und beruflich integriert.
Freizeitdrogenkonsum kann als eine Form des Gelegenheitskonsums gesehen werden, wobei diese Konsumform stärker in den Freizeit-Alltag integriert ist und regelmässiger stattfindet. Ein Beispiel hierfür ist der Wochenendkonsum von Alkohol und Drogen in Clubs oder an Partys.

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C. Gewohnheitskonsum

Menschen mit Gewohnheitskonsum sind wesentlich stärker auf die Verfügbarkeit der Substanz (z. B. Zigaretten) angewiesen als Gelegenheitskonsumierende, ohne dass aber bereits eine Sucht oder Abhängigkeit vorliegt. Der Konsum des Suchtmittels erfolgt regelmässig mehrmals wöchentlich oder manchmal auch täglich. Gewohnheitskonsumierende konsumieren vielfach konfliktbehaftet und funktionsorientiert, um Anspannungen abzubauen bzw. Hemmungen oder Langeweile entgegenzuwirken. Missbräuchlicher Konsum wie zu hohe Dosierungen oder Mischkonsum kommt hierbei häufiger vor. Toleranz und Gewöhnung können sich einstellen, wodurch die Dosis gesteigert werden muss, um die gewünschten Wirkungen zu erzielen.

D. Abhängiger Konsum

Bei einer Sucht oder Abhängigkeit ist das unbezwingbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand kontinuierlich vorhanden. Die betroffene Person ist körperlich oder psychisch von einer Substanz oder einem Verhalten abhängig. Ein Ausbrechen aus dieser Abhängigkeit ist dabei zumeist nicht ohne Hilfe oder grundlegende Veränderung der Lebensführung möglich.

Körperliche Abhängigkeit

Der dauerhafte Konsum bestimmter psychoaktiver Substanzen führt dazu, dass sich der Stoffwechsel des Körpers anpasst und der Organismus die Substanz schließlich für ein normales Funktionieren „braucht“. Bei Absetzen oder Reduktion der Substanz kommt es zu körperlichen Entzugssymptomen wie bspw. Zittern, Krämpfe, Schlafstörungen oder Delirien.

Psychische Abhängigkeit

Die psychische (seelische) Abhängigkeit beinhaltet ein unwiderstehliches, massloses Verlangen nach der weiteren Einnahme der Droge, um Unlustgefühle zu vermindern und Wohlgefühl herzustellen, auch Craving genannt. Bei Abstinenz können zudem psychische Entzugserscheinungen wie Unruhe, Depression und Angstzustände auftreten. Eine psychische Abhängigkeit ist meist langwieriger und schwerer zu überwinden als eine körperliche.