Newsletter Nr. 05 | Dezember 2016

Guten Tag!

Kaffee Lutz, Holdrio und Grinch – ausgelassenes Après-Ski ist vom festlichen Winterspass nicht wegzudenken. Auch der Konsum von Cannabis gehört in einigen Kreisen dazu. Doch selbst wenn die Risiken und Auswirkungen des Alkoholkonsums auf der Piste umstritten sind – mit einem verantwortungsbewussten Verhalten lassen sich die Festtage entspannt geniessen. SafeZone.ch bietet Rat und greift das Thema über die Winterzeit mit regelmässigen Hinweisen auf Facebook auf. Einen ersten Einblick erhalten Sie in diesem Newsletter.

Seit dem Start des Online-Beratungsportals für Suchtfragen auf Deutsch und Italienisch im Jahr 2014 wurden über 5600 Beratungsstunden geleistet, und die Nachfrage steigt stetig. Für Mitte 2017 dürfen wir uns auf eine französische Version von SafeZone.ch freuen. Gemeinsam mit interessierten Kantonen und Partnern soll das Angebot auch Personen aus der Westschweiz zugänglich gemacht werden. Im nächsten Newsletter erfahren Sie mehr dazu.

Wir wünschen Ihnen schöne Festtage und eine anregende Lektüre.

Alwin Bachmann, Lucia Galgano, Salomé Steinle
Projektleitung SafeZone.ch

winter

Zuviel riskiert?

Die Feiertage stehen vor der Tür und viele Skigebiete locken mit festlichem Spass im Schnee. Ob tagsüber neben der Piste oder abends in den Skiorten – das Wintervergnügen ist oftmals mit einem erhöhten Alkohol- oder mit Cannabiskonsum verbunden. Besonders ein junges Publikum fühlt sich von der ausschweifenden Partystimmung angezogen. Die winterliche Freiheit scheint grenzenlos, zumal es auf der Piste weder Geschwindigkeitsbeschränkungen noch Promillegrenzen gibt. Dabei lässt sich eine Abfahrt im Schnee durchaus mit einer Autofahrt vergleichen: Wer sicher ans Ziel kommen will, braucht Konzentration, Reaktionsfähigkeit und eine realistische Einschätzung des eigenen Fahrvermögens – Eigenschaften, die durch den Konsum von Alkohol und Cannabis beeinträchtigt werden.

Unfallforscher sind sich uneinig
Ob der Alkohol- oder Cannabiskonsum auf der Piste für die betroffene Person und die anderen SchneesportlerInnen ein erhöhtes Unfallrisiko darstellt, ist umstritten. 2014 hat eine Studie der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) den Hergang von rund 10’000 Unfällen untersucht. Dabei kamen die Experten zum Schluss, dass das Ausmass des Alkoholkonsums in den vorliegenden Fällen gering gewesen sei und ein direkter Einfluss nicht nachgewiesen werden könne. Amerikanische Unfallforscher wiederum stellten fest, dass auch die Folgen eines Katers Skiunfälle verursachen. Viele der untersuchten Unfallopfer hatten bis zu zwölf Stunden vor dem Unfall Alkohol konsumiert und litten an typischen Beschwerden wie Schwindelgefühlen, Lichtüberempfindlichkeit und Müdigkeit.

Eigenes Risikoverhalten beurteilen
Forschungsergebnisse hin oder her – ein verantwortungsbewusstes Verhalten trägt in jedem Fall zu einem sicheren Pistenvergnügen bei. Einen Anhaltspunkt liefern die 10 Verhaltensregeln der FIS für Skifahrer und Snowboarder, die unter anderem die Anpassung der Geschwindigkeit und der Fahrweise an das eigene Können sowie an die Pisten- und Witterungsverhältnisse beinhalten. Alkohol und Cannabis können dieses Urteilsvermögen einschränken und die Risikobereitschaft steigern. Wer sich bereits vor der ersten Abfahrt mit dem eigenen Risikoverhalten auseinandersetzen möchte, kann den neuen Schneesport-Check der Suva machen. SchneesportlerInnen erfahren anhand eines persönlichen Profils, zu welchem Schneesporttyp sie gehören und erhalten auf ihr Ergebnis abgestimmte Empfehlungen zur Senkung des Unfallrisikos.

Sicher durch den Winter
SafeZone.ch bietet einen unkomplizierten Zugang zu Information und Beratung rund um Alkohol- und Cannabiskonsum. Die Informationsseiten des Online-Beratungsportals klären detailliert über die Wirkung dieser Substanzen auf und liefern unter anderem weiterführende Informationen, wie man sicher feiert. Wer sich Gedanken macht über den Joint oder das Bier zu viel – Betroffene sowie Angehörige, Freunde und Arbeitskolleginnen können jederzeit die kostenlose anonyme Mail-Beratung von SafeZone.ch in Anspruch nehmen oder sich in den Chats und im Forum austauschen, auch während den Festtagen.

snowkidz

Im Fokus

Verein für Jugendfragen, Prävention und Suchthilfe VJPS

Der private gemeinnützige Verein für Jugendfragen, Prävention und Suchthilfe aus Schaffhausen steht im Fokus dieses Newsletters. Der VJPS ist die Trägerschaft einer Kontakt- und Anlaufstelle mit Konsumräumen, einer Gassenküche und der Fachstelle für Gesundheitsförderung, Prävention und Suchtberatung. Sie bieten Beratungen an für Erwachsene und Jugendliche, Betroffene und Angehörige bei Problemen mit legalen und illegalen Substanzen sowie bei substanzunabhängigem Risikoverhalten.

Ganz nach ihrem Motto „Fragen verpflichtet nicht – eine Antwort kann erleichtern“ ist der VJPS seit Projektbeginn Teil des SafeZone.ch-Teams. Mehr Infos über Beratungen und Angebote:

www.vjps.ch

VJPS

Agenda

Wir bieten in den nächsten Wochen folgende Chats an:

03. Jan. 19 Uhr:
Moderierter Selbsthilfechat für Angehörige, Freunde und ArbeitskollegInnen von Suchtbetroffenen

05. Jan. 19 Uhr:
Moderierter Selbsthilfechat für Betroffene mit einem Suchtthema

24. Jan. 20 Uhr:
Moderierter Selbsthilfechat für Angehörige, Freunde und ArbeitskollegInnen von Suchtbetroffenen

26. Jan. 20 Uhr:
Moderierter Selbsthilfechat für Betroffene mit einem Suchtthema

21. Feb. 19 Uhr:
Moderierter Selbsthilfechat für Angehörige, Freunde und ArbeitskollegInnen von Suchtbetroffenen

23. Feb. 19 Uhr:
Moderierter Selbsthilfechat für Betroffene mit einem Suchtthema

07. Mär. 20 Uhr:
Moderierter Selbsthilfechat für Angehörige, Freunde und ArbeitskollegInnen von Suchtbetroffenen

09. Mär. 20 Uhr:
Moderierter Selbsthilfechat für Betroffene mit einem Suchtthema

Alle Chats

Chats

Ihr SafeZone.ch-Team

Für weitere Informationen besuchen Sie
www.safezone.ch