Ich bin im zweiten Monat schwanger, und es fällt mir schwer, ganz auf Alkohol zu verzichten. Ich habe den Konsum aber stark reduziert. Wie viel Alkohol darf ich trinken, ohne das Kind zu schädigen?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Um jegliches Risiko auszuschliessen, wird werdenden Müttern dringend empfohlen, ganz auf Alkohol zu verzichten. Super, dass es Ihnen schon gelungen ist, viel weniger zu trinken. Trotzdem lohnt es sich, noch einen Schritt weiter zu gehen. Vielleicht helfen Ihnen die nachfolgenden Informationen dabei, den Wunsch zu stärken, Ihr Kind vor Alkohol zu schützen.

Alkohol gelangt über den Mutterkuchen direkt ins Blut des Kindes. Das Kind trinkt also mit. Alkohol kann schon in kleinen Mengen die wachsenden Organe und das Nervensystem d.h. auch das Gehirn des Ungeborenen schädigen und ist daher die häufigste nicht-genetische Ursache für frühkindliche Fehlbildungen. Es gibt also keine unbedenkliche Menge.

Wenn Frauen in der Schwangerschaft Alkohol trinken, kann es zu den unterschiedlichsten Schädigungen des Kindes kommen. Wie schwer die Schäden sind, hängt davon ab, wie viel die Frauen getrunken haben. Es kann zu Verhaltensauffälligkeiten kommen, zu verminderter Intelligenz bis zu schweren geistigen und körperlichen Behinderungen. Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität und eine verstärkte Aggressivität können weitere Folgen sein. Die Erziehung eines Kindes mit solchen Einschränkungen ist wesentlich anspruchsvoller und nervenaufreibender als die eines gesunden Kindes. Zu bedenken ist auch, dass die Schäden nicht mehr rückgängig zu machen sind und das Kind daher sein Leben lang benachteiligt sein wird.

Wie viele Kinder betroffen sind, weiss man nicht, da viele Entwicklungsschädigungen erst im Laufe der Kindesentwicklung festgestellt werden. Es gibt noch keine Statistik, da die Erkrankungen nicht meldepflichtig sind.

Eine neue amerikanische Studie (EClinicalMedicine 2020; online 20. Januar) hat untersucht, was passiert, wenn schwangere Frauen Alkohol trinken und Zigaretten rauchen. Man hat 12 000 Schwangerschaften untersucht. Bei Frauen, die länger als in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft geraucht und Alkohol getrunken haben, starben die Kinder viel häufiger am plötzlichen Kindstod als bei den abstinenten Frauen.

Als Mutter kann man das Risiko wesentlich verkleinern, indem man auf Alkohol verzichtet. Das fällt nicht allen Frauen leicht. Für Frauen, die das Alkohol trinken und allenfalls auch das Rauchen während der Schwangerschaft stoppen möchten und sich Unterstützung wünschen, gibt es ein Onlineprogramm: https://www.iris-plattform.de/

Frauen, die eine körperliche Alkoholabhängigkeit entwickelt haben, sollten sich in jedem Fall ärztlich begleiten lassen, denn es ist damit zu rechnen, dass das Kind nach der Geburt Entzugserscheinungen durchleben muss. Zudem können sie sich zur Unterstützung der Abstinenz an eine Suchtberatung in ihrer Nähe wenden: https://www.safezone.ch/suchtindex.html


Fragen von Betroffenen

Guten Tag Als 15 Jähriger habe ich angefangen täglich zu kiffen. Aus heutiger Sicht aus dem Grund, weil ich ein enorm schlechtes Selbstwertgefühl hatte/habe. Der Rausch verstärkte oft mein schlechtes Selbstwertgefühl und war oft nicht nur Genuss sondern eine Flucht vor Zerstreutheit im Alltag und ein Verstecken vor der Realität. Mit 18 wollte ich aufhören und habe es dann 2-3 Jahre lang probiert. Etliche Tagebucheinträge in denen ich beschrieb wie gerne ich aufhören würde zu Kiffen, begleiten mich im Kampf gegen den Teufelskreis der Antriebslosigkeit. Mit 21 habe ich es dann schlussendlich mehr oder weniger geschafft mich aus der Abhängigkeit zu befreien und nur noch gelegentlich gekifft, um mich jedes Mal zu vergewissern, dass es mir wirklich nicht gut tut. Die Lust bleibt..., aber mittlerweile mit 24 habe ich genug Erfahrung, um es bleiben zu lassen. Mittlerweile ist ja ziemlich bekannt, welche negativen Folgen ein exzessiver Konsum von Cannabis in Jugendjahren hat und was für bleibende Schäden dadurch für die Psychische Gesundheit und gewisse Hirnkapazitäten entstehen. Ich beobachte auch bei mir diverse negative Auswirkungen. Nun frage ich mich, ob es nicht eine Möglichkeit gibt solche "Fehlvernetzungen" und die psychische Instabilität mit Übungen oder sonst etwas zu therapieren. Ich habe dazu leider nichts Schlaues gefunden, ich könnte mir vorstellen, dass es ganz Vielen ähnlich geht. LG

Kann man nach dem Ketamin Konsum am nächsten Tag wieder normal sport treiben ohne Probleme?

Ich habe vor vier Tagen viel getrunken und MDMA konsumiert, insgesamt 300 mg. Nach 30 min wurden meine Augen gross, der Kiefer hat hin und her geschoben und ich hatte üble Halluzinationen. Seitdem bin ich deprimiert. Ich bin habe Kopfschmerzen und kann mich nicht konzentrieren. Was ist mit mir los?

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