Ich habe vor zwei Wochen zu Hause einen Alkoholentzug gemacht. Ich merke, dass es mir von Tag zu Tag besser geht. Es war gar nicht so schwer, das Trinken zu stoppen und ich habe das Alkoholproblem jetzt voll im Griff. Meine Frau ist da anderer Meinung. Das ärgert mich. Was meinen Sie dazu?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Mit dem Trinken aufzuhören ist eine grosse Leistung. Dazu braucht es eine Entschlossenheit und Mut. Man kann Sie nur beglückwünschen, dass Ihnen dieser erste Schritt so gut gelungen ist. Die nächste grosse Herausforderung wird nun sein, die Abstinenz fortzusetzen. Die vielen positiven Veränderungen nach dem Trinkstopp bewirken häufig eine Art Hochstimmung. Sie schlafen vielleicht tiefer, das Essen schmeckt wieder, sie fühlen sich fitter, sehen viel besser aus, haben mehr Energie, fühlen sich so gut wie schon lange nicht mehr. In dieser Phase haben Sie möglicherweise wenig bis kein Bedürfnis zu trinken, sind von Ihrem Abstinenzziel und davon, dass Sie jetzt wirklich nie mehr trinken werden, ganz fest überzeugt. Das könnte dazu führen, dass Sie sich in diesem frühen Stadium der Abstinenz selbst überschätzen. Geniessen Sie die positive Zeit und nutzen Sie sie dazu, Ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Vielleicht indem Sie Dinge in Angriff nehmen, die liegen geblieben sind oder die Sie schon lange tun wollten, wozu die Kraft unter Alkoholeinfluss jedoch nicht ausgereicht hat. Das überzeugt sicherlich auch Ihre Frau davon, dass Sie auf einem guten Weg sind.

Bleiben Sie aufmerksam und wachsam bezüglich ihrer Gefühle. Gefühle, die durch den Alkohol unterdrückt worden sind, können sich nämlich plötzlich mit einer grossen Intensität zeigen. Versuchen Sie ehrlich zu sich selbst zu sein und sich mit dem auseinanderzusetzen, was Sie gerade erleben. Dann sind Sie gut darauf vorbereitet, wenn es einmal schwierig wird.


Mehr Fragen zu Alkohol

Seit ca. 2 Jahren beobachte ich und meine Geschwister, dass unsere Mutter 65 Jahre überdurchschnittlich gerne trinkt. Sie hat mir in einem Gespräch auch gesagt, dass es ca. 1/2 Flasche Wein pro Tag ist. Ich vermute teilweise könnte es aber auch mehr sein. Sie kauft sich ständig Wein, obwohl sie mehr als genügend Flaschen zu Hause hat! Wenn sie zu Besuch kommt, muss sie auch immer etwas zum trinken offeriert bekommen oder fragt nach kurzer Zeit, was wir anzubieten haben. Wenn einer meiner Geschwister sie über den Konsum anspricht und ihr sagt, sie solle ihren Konsum einschränken und alkoholfreie Tage einplanen, wird sie wütend oder blockt das Thema einfach ab. Es schwint so als wolle sie nichts an der Situation ändern. Was können wir tun?

Anfangs konsumierte ich 2 Gläschen Wein pro Tag. Dann wurden es 3. Jetzt bin ich pro Tag bei einer 3/4 Flasche. Aber ich schaffe es zwischendurch mal 1-2 Tage ohne Alkohol. Wie schaffe ich es, nur auf 2 Gläser Wein pro Tag zu kommen? Ich habe Depressionen, und habe eine DIS. Danke für eine Antwort.

Ein Mitte Zwanzigjähriger Neffe meines Partners hat ein Alkohol Problem und ich weiß nicht, ob ich ihn drauf ansprechen soll. In der Familie wird es eher so hingenommen, wobei sie eher zu viel trinken. Nun habe ich miterlebt, wir er an einem Tag über zehn Bier getrunken hat und noch nicht einmal einen Kater am nächsten Tag hatte. Ich habe zu ihm kein enges Verhältnis, kenne ihn nicht gut. Nun frage ich mich, ob es mich quasi nichts angeht oder ob ich es ansprechen soll ihm gegenüber. Ich selbst habe keinen Schaden davon, aber es beschäftigt mich. Und ich denke, ein Feedback von außen wäre vielleicht gut, statt so zu tun, als ob man das normal fände?

Fragen von Betroffenen

Hallo Ich bin Zuviel und zu lange in den Soziale dienste (Facebook/ Twitch / Instagram) unterwegs. Sobald ich am Handy bin, habe ich wie ein Tunnelblick und komme nur noch schwer wieder los. Sobald ich am Handy sitze, bekomme ich wie ein Tunnelblick und ich höre meine Umgebung auch nicht mehr. Mir fällt es auch schwer eine grenze zu setzen, wie lange ich am Handy sein soll. Bei den Reels sagt man sich immer wieder noch eins und dann ist Schluss. Da ich dies jedoch immer wieder sage und dann 1h später immer noch schaue, durch das verbringe ich immer mehr zeit in den Sozialen diensten. Nun habe ich eingesehen, dass dies ein Problem ist und das ich etwas ändern muss. Was für Möglichkeiten gibt es für dies wieder in den Griff zu bekommen? Wie kann man die Spirale des online Konsum durchbrechen und sich auf andere wichtiger Sachen Fokussieren?

Mein Hintergrund / Konsumverhalten Ich bin weiblich, fast 30 Jahre alt, und arbeite nebenberuflich als DJ – dadurch bin ich regelmäßig im Nachtleben unterwegs. Mein Substanzkonsum hat sich in den letzten 9 Monaten problematisch entwickelt: Besonders zwischen September und November 2024: • Fast jedes Wochenende gefeiert, oft zwei Nächte hintereinander. • Kokain jedes Wochenende konsumiert (1–2g pro Wochenende). • Sehr wenig Schlaf (teilweise nur 3–4 Stunden pro Wochenende). • Immer häufiger Afterhours und impulsiver Konsum. • Deutliche körperliche und psychische Nebenwirkungen: Herzrasen, Schwäche, Angstzustände. Dezember 2024: • Einen Monat auf Reisen gewesen – komplett ohne Konsum. • Festgestellt, dass mein Konsum stark ans Nachtleben gekoppelt ist und nicht an meinen Alltag. Seit Januar 2025: • Regelmäßigen Kokainkonsum gestoppt. • Genieße manchmal auch nüchterne Abende zu Hause – was früher undenkbar war. • Habe beim Feiern Kokain grösstenteils durch MDMA ersetzt. • Konsumiere meistens 0,5–1,5 Pillen pro Abend (jeweils in Vierteln, alle 1–2 Stunden nachgelegt). Manchmal noch 2-3 Lines Koks zum Schluss. Und das ca. 3-4x pro Monat. • Jedes Mal nehme ich mir vor, nüchtern zu bleiben oder wenig zu konsumieren – schaffe es aber meistens nicht. • Zwischen den Events habe ich kein Konsumverlangen, aber im Clubumfeld werde ich extrem getriggert. • Gesundheitlich geht es mir aktuell okay, aber ich spüre eine deutliche Erschöpfung meines Körpers und Nervensystems. • Ich habe Angst, dass mein Körper irgendwann nicht mehr mitmacht. Kritische Ereignisse • Vor ca. 1,5 Monaten: Zwei Kreislaufkollapse nach Konsum von Kokain und MDMA. • Vor kurzem: Während des Feierns Pupillen fast komplett nach oben wegrutschend, sodass fast nur noch das Weiße sichtbar war. • Freunde hatten echte Angst um mich. • Diese Ereignisse haben mir bewusst gemacht, dass ich mein Konsumverhalten nicht mehr unter Kontrolle habe

Wie kann ich mein Alkoholproblem lösen?

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