Mein Freund trinkt tgl. und es wird immer mehr.Er war jetzt auch auf Entzug,hat dann aber nur kurz danach wieder das trinken angefangen.Er ist betrunken sehr gereizt und gibt mir für alles die Schuld,ist streitsüchtig.Ich unterstütze ihn wo es nur geht.Ich weiß nicht mehr wie ich mich verhalten soll

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Ihr Freund scheint eine körperliche Abhängigkeit entwickelt zu haben. Das bedeutet, dass er nicht mehr selbst entscheiden kann, ob er etwas trinken möchte oder nicht. Sein Körper verlangt nach Alkohol, um normal funktionieren zu können. Ihr Freund scheint sich schon überlegt zu haben, dass ein Entzug sinnvoll sein könnte. Vielleicht macht ihm jedoch die Vorstellung Angst, ohne Alkohol auskommen zu müssen und er ist noch schwankend in seiner Entscheidung. Nach einem Entzug ist das Verlangen nach Alkohol zunächst sehr stark und nimmt im Laufe der Zeit ab. Daher ist es am günstigsten, den körperlichen Entzug in einem Spital zu machen oder wenn ambulant, dann sicherheitshalber mit medizinischer Begleitung. Auch danach gäbe es für Ihren Freund eine Unterstützung beim Abstinent bleiben: https://www.safezone.ch/suchtindex.html#suchtindex

Der Alkohol bewirkt übrigens eine Enthemmung, wodurch es Ihrem Freund wohl nicht mehr gelingt, seine Wut oder seinen Ärger zu unterdrücken. Wahrscheinlicht geht es dabei gar nicht um Sie, sondern Sie sind gerade in der Nähe und bekommen daher den ganzen Ärger ab. Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich zurückzuziehen, wenn Ihr Freund getrunken hat. Sie können Ihm dann nicht helfen, sondern sollten unbedingt an sich selbst und Ihre persönliche Sicherheit denken. Falls Sie nicht zusammen wohnen, könnten Sie einfach seine Wohnung verlassen oder ihn auffordern zu gehen, wenn er streitsüchtig wird. Ansonsten können Sie sich zu einer Freundin oder Ihrer Familie zurückziehen. Das setzt ein klares Zeichen, dass Sie mit dem Trinken und seinem Verhalten nicht ein-verstanden sind.


Fragen von Angehörigen

Mein Bruder ist Alkoholiker. Er trinkt seit vielen Jahren, aber seit der Scheidung vor zwei Jahren ist es sehr schlimm geworden. Er hat auch schon Äusserungen gemacht, dass er nicht mehr leben will. Leider lehnt er jede Hilfe kategorisch ab. Gibt es eine Möglichkeit, ihn in den Entzug einzuweisen?

Unser 16-Jähriger hat kürzlich gestanden, er habe ein paar Mal mit Kollegen gekifft. Ich persönlich finde das nicht weiter tragisch, habe in jungen Jahren selber ab und zu einen Joint geraucht und keine Schäden davongetragen. Meine Frau macht sich nun aber furchtbare Sorgen. Was sagen die Fachleute?

Mein Partner leidet immer noch unter der (überwundenen) Alkoholsucht der Mutter - wie kann ich ihm helfen?

Möchten Sie jemanden, dem Sie sich anvertrauen können oder der Sie berät?

Wir sind in einer anonymen Online-Beratung für Sie da.