Meine Tochter mein ich trinke Zuviel! Ich habe auch das Gefühl langsam ! Es ist etwa eine Flasche Wein am Tag fast jeden Tag! Bin ich deswegen alkoholsüchtig ?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Sie trinken beinahe täglich eine Flasche Wein und machen sich Gedanken über diese Alkoholmenge. Ihre Tochter hat bereits Sorgen geäussert, weil das aus ihrer Sicht zu viel Alkohol ist. Die erwähnte Konsummenge bedeutet tatsächlich zumindest ein problematisches Trinkverhalten. Ob es sich bereits um Abhängigkeit handelt, hängt von weiteren Faktoren ab und kann aus der Distanz nicht gesagt werden.

Als Orientierungshilfe: bezüglich Alkoholkonsum wird für gesunde erwachsene Frauen im Moment die Höchstmenge von einem alkoholischen Getränk pro Tag empfohlen. Die Fachleute reden in diesem Zusammenhang von einer sogenannten Standardeinheit, welche in der Regel zwischen 10 und 12 g reinen Alkohol enthält. Das entspricht einer Stange Bier, einem Glas Wein oder einem Gläschen Schnaps.

Im allgemeinen Sprachgebrauch ist mit Sucht auch Abhängigkeit gemeint. Die Diagnose Abhängigkeit wird gestellt, wenn drei oder mehr der folgenden Kriterien im letzten Jahr gleichzeitig zutreffend waren:

- starker Wunsch zu trinken

- verminderte Kontrollfähigkeit betreffend Konsummenge

- Entzugssymptome bei Nichtkonsum (Schwitzen, Zittern, Übelkeit, allgemeines Unwohlsein etc.)

- Toleranz gegenüber der Substanz (es braucht immer mehr, um die gewünschte Wirkung zu erreichen)

- fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügungen oder Interessen

- anhaltender Konsum trotz des Nachweises schädlicher Folgen

Ich hoffe diese Angaben sind hilfreich, um sich selber einschätzen zu können. Unter https://www.safezone.ch/selbsttests.html finden Sie Selbsttests, welche eventuell ein klareres Bild vermitteln. Wenn Sie sich konkret mit dem Reduzieren der Alkoholmenge auseinandersetzen wollen, ist beispielsweise das Onlinetool https://www.drink-less-schweiz.ch/willkommen empfehlenswert. Für eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema Alkoholkonsum kann ausserdem der Austausch mit einer Fachperson unterstützend sein. Dafür können Sie sich gerne an unsere Onlineberatung https://beratung.safezone.ch/views/mailberatung/index.html wenden.

Bleiben Sie am Thema und in der Diskussion mit der Tochter, es lohnt sich!


Fragen von Betroffenen

Ich habe mit meinem Freud das erste mal vor 3 Jahren Koks genommen. Seitdem nehmen wir es mehr oder weniger relgelmässig jeweils am Wochenende. Ein Faktor ist sicherlich, dass der Sex dann einfach super ist und lange dauert. Nur habe ich in letzter Zeit immer öfters mal heimlich ein paar Lines mehr genommen als mein Freund, wenn er nicht zugesehen hat. Ich möchte dies auch nicht heimlich tun aber er hat schon einige Jahre vor unserer Beziehung konsumiert und ist deshalb auch erfahrener und kann auch von selbst sagen „jetzt reichts“. Nun hat er mich heute dabei erwischt, dass ich mehr genommen habe und ist mega sauer. Ich weiss nicht was ich machen soll, wir sind schon 5 Jahre zusammen und ich möchte unsere Beziehung nicht aufs Spiel setzen wegen so etwas… aber ich nehme einfach gerne ein bisschen mehr als er. Wie soll ich vorgehen?

Warum will meine Ärztin mich nicht vom Subutex auf dem Polasmidon umstellen lassen. Ich erhalte seit 10 oder 15 Jahren das Subotex. Sie meint das ich das ganz gut mache. Mir geht es nicht immer gut. Ich muss sonst zu einer anderen Suchthilfe. Können sie mir dabei helfen. Evtl. könnte ich sie doch umstimmen. Bitte helfen sie mir.

Hallo Ich trinke seit Jahren regelmässig, vor allem Wein.(w 60 Jahre - 60 Kg). Ich mache regelmässig den Dry-January, es fällt mir nicht allzu leicht, aber ich schaffe es. Mein Alkoholkonsum liegt bereits im problematischen Bereich (Ampel gelb). Trinke nicht täglich. Im Schnitt 3 x (manchmal 4x) pro Woche 2 - 5 Standardgetränke pro Abend. Im Moment bin ich nicht dazu bereit ganz zu verzichten. Würde aber sehr gerne reduzieren. Ich nehme es mir immer wieder vor, aber ich versage dauernd. Was kann ich machen, welche Strategien, welche Hilfsmittel? Vielen Dank. Gruss A.

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