Meine Freundin ist schwanger. Sie stösst bei speziellen Anlässen wie Geburtstagen, Apéroeinladungen oder beim Auswärtsessen aber gerne mit einem Glas Prosecco an und trinkt es dann auch. Schadet das unserem ungeborenen Kind nicht?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Sicherlich ist es ratsam, sich während einer Schwangerschaft Gedanken über den Alkoholkonsum zu machen. Es gibt zwar bis heute tatsächlich keine Studie, die eindeutig belegt, in der Schwangerschaft gelegentlich ein Glas Alkohol zu geniessen sei schädlich. Nicht nachweisbar bedeutet aber nicht unbedingt «harmlos». Was man nämlich bereits sicher weiss ist, dass das ungeborene Kind bei jedem Glas mittrinkt. Alkohol wandert durch die Plazenta direkt in den Körper des Ungeborenen. Um jegliches Risiko auszuschliessen, gilt daher die Empfehlung von Fachleuten, während Schwangerschaft und Stillzeit selbst auf geringe Mengen an Alkohol zu verzichten.

Ihre Freundin muss selber entscheiden, ob sie weiterhin ab und zu ein Glas Prosecco trinken oder doch lieber auf der ganz sicheren Seite sein will und den Alkoholkonsum für die nächste Zeit einstellt. Als Partner können Sie sie einladen, darüber nachzudenken. Vielleicht mögen Sie ihr als zusätzliche Motivation ein paar alkoholfreie Alternativen vorschlagen oder sie zwischendurch mit einem wohlschmeckenden, gesunden Cocktail, beispielsweise aus Frucht- oder Gemüsesäften, überraschen? Anregungen und Rezepte zum Herunterladen finden Sie unter https://shop.addictionsuisse.ch/de/alkohol/225-rezepten-fur-alkoholfreie-cocktails.html. Und... falls Ihr Wunsch ist, dass Ihre Partnerin ganz auf den Konsum von Alkohol verzichtet könnten Sie sich solidarisch zeigen und ebenfalls nichts trinken!


Fragen von Angehörigen

Unser 16-Jähriger hat kürzlich gestanden, er habe ein paar Mal mit Kollegen gekifft. Ich persönlich finde das nicht weiter tragisch, habe in jungen Jahren selber ab und zu einen Joint geraucht und keine Schäden davongetragen. Meine Frau macht sich nun aber furchtbare Sorgen. Was sagen die Fachleute?

In unserem Freundeskreis haben wir einen langjährigen "Schulkumpel", bei dem wir ein Alkoholproblem festgestellt haben. Einer unserer Freunde hat dies vor einigen Monate bei einem Telefonat bemerkt. Unser Freund konnte sich kaum noch artikulieren. So haben wir im Freundeskreis begonnen, uns mit der Sache zu beschäftigen und dem nach zu gehen. In Gesprächen mit der Familie haben wir nun herausgefunden, dass das Thema schon seit 2 Jahren bekannt ist, aber total vermutlich schon > 5 Jahre ein Thema ist. Uns gegenüber hat der Freund eine Kulisse aufrechterhalten. Vor kurzem haben wir es geschafft ihn aus seiner Wohnung zu holen und in eine Therapie zu bringen. Er hat diese aber abgebrochen. Wir haben den Eindruck, dass er den Ernst der Lage immer noch nicht erkennt. Wir haben auch feststellen müssen, dass ganze viele Geschichten aus den letzten Jahren schlicht gelogen waren. Unser Freund hat versucht ein Bild abzugeben und es aufrecht zu erhalten - sei es bezüglich Beruf, Vermögen oder Frauen/Sexualleben. Die Frau an seiner Seite hat aufgegeben und sich getrennt. Die Schwester ist extra in die Nähe gezogen, kommt aber auch nicht zu Ihrem Bruder durch. Wir Freunde fragen uns nun, wie wir mit der Sache am Besten umgehen. Wir wissen nun von den Lügen und diese hören auch nicht auf. Wir fragen uns, ob wir mehr Klartext reden müssen, Grenzen ziehen müssen, klare Veränderungen einfordern müssen. Oder ob es richtig ist zu helfen, obwohl Therapien immer wieder abgebrochen werden. Wir wollen ganz klar helfen. Aber wir haben das Gefühl, dass es nichts bringt solange unser alter Freund seine Situation nicht erkennt und einsieht, dass es eine längere Therapie braucht. Wir glauben, dass nicht nur der Alkoholismus therapiert werden muss, sondern auch was dahintersteckt. Wir gehen von einer Depression aus, z.B. aufgrund unverarbeiteter Geschichten in der Familie und nicht eingetretener Karrierevorstellungen.

Mein Partner leidet immer noch unter der (überwundenen) Alkoholsucht der Mutter - wie kann ich ihm helfen?

Möchten Sie jemanden, dem Sie sich anvertrauen können oder der Sie berät?

Wir sind in einer anonymen Online-Beratung für Sie da.