Meine Mutter (69 Jahre) trinkt fast täglich Alkohol, zudem nimmt sie immer wieder Benzodiazepine ein, da sie Schlafprobleme hat. Was kann ich tun? Wo finde ich Hilfe?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Reaktionen aus dem Umfeld sind hilfreich, damit Betroffene ihren Konsum verändern können. Als nahestehende Person können Sie nützliche Impulse geben, indem Sie das Gespräch aktiv suchen, anstatt das Thema zu meiden. So fühlt sich Ihre Mutter ernst genommen und ist vielleicht bereit, sich Gedanken zum eigenen Konsum zu machen und sich Fragen zu stellen: «Da macht sich jemand Sorgen. Ist mein Alkoholkonsum vielleicht wirklich ein Problem? Konsumiere ich Medikamente zu einem anderen Zweck als sie vorgesehen sind?» Es kann sein, dass schon ein erstes Gespräch Ihre Mutter dazu motivieren kann, etwas zu verändern.

Oft aber brauchen Betroffene eine Weile, manchmal eine lange Zeit, bis sie etwas unternehmen. Als Tochter können Sie, wenn Sie hinschauen und zu guten Gelegenheiten immer mal wieder das Gespräch suchen, Wichtiges tun. Sie sollten aber auch darauf achten, sich vom Problem nicht zu sehr vereinnahmen zu lassen. Tragen Sie auch zu sich selbst Sorge. Letztlich muss Ihre Mutter selbst eine Veränderung wollen. Sie können zwar Impulse geben und motivieren, aber zu einer Veränderung zwingen können Sie niemanden.

Eine erste Anlaufstelle bei Alkohol- und Suchtproblemen sind die lokalen Suchtberatungsstellen. Die meisten Fachstellen haben Programme zum kontrollierten Trinken in ihre Angebote integriert und bieten therapeutische Unterstützung bei verschiedenen Suchtproblemen. Die Angebote stehen in der Regel auch Angehörigen von Suchtbetroffenen zur Verfügung. In unserer Datenbank «Hilfe vor Ort» unter https://www.safezone.ch/suchtindex.html finden Sie Informationen und Adressen von Suchthilfeinstitutionen in der Schweiz. Es besteht die Möglichkeit, die Angebote nach Altersgruppen und weiteren Kriterien auszufiltern. Viele Betroffene sowie auch Angehörige finden zudem die Unterstützung durch Selbsthilfegruppen sehr entlastend (Adressen siehe https://tinyurl.com/selbsthilfe-aeltere-menschen ). Eine weitere Option ist die Mailberatung von SafeZone.ch, wenn Sie lieber anonym bleiben und Suchtfachleute über das Internet kontaktieren möchten – das Angebot steht ebenfalls Angehörigen offen.

Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol und Schlaf- und Beruhigungsmitteln verstärkt bestimmte Wirkungen der Medikamente und des Alkohols und kann zu unerwünschten Wechselwirkungen führen. Unter anderem kann die Aufmerksamkeit sehr stark eingeschränkt werden, die Unfall- und Sturzgefahr nimmt deutlich zu. Hausärzte und Hausärztinnen, respektive die behandelnden Ärzte sollten insbesondere dann konsultiert werden, wenn Fragen zum Medikamentenkonsum im Vordergrund stehen, Alkohol und Medikamente gleichzeitig eingenommen werden oder falls gesundheitliche Beschwerden auftreten.

Weitere Informationen finden Sie auch unter https://www.alterundsucht.ch/


SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Reaktionen aus dem Umfeld sind hilfreich, damit Betroffene ihren Konsum verändern können. Als nahestehende Person können Sie nützliche Impulse geben, indem Sie das Gespräch aktiv suchen, anstatt das Thema zu meiden. So fühlt sich Ihre Mutter ernst genommen und ist vielleicht bereit, sich Gedanken zum eigenen Konsum zu machen und sich Fragen zu stellen: «Da macht sich jemand Sorgen. Ist mein Alkoholkonsum vielleicht wirklich ein Problem? Konsumiere ich Medikamente zu einem anderen Zweck als sie vorgesehen sind?» Es kann sein, dass schon ein erstes Gespräch Ihre Mutter dazu motivieren kann, etwas zu verändern. Oft aber brauchen Betroffene eine Weile, manchmal eine lange Zeit, bis sie etwas unternehmen. Als Tochter können Sie, wenn Sie hinschauen und zu guten Gelegenheiten immer mal wieder das Gespräch suchen, Wichtiges tun. Sie sollten aber auch darauf achten, sich vom Problem nicht zu sehr vereinnahmen zu lassen. Tragen Sie auch zu sich selbst Sorge. Letztlich muss Ihre Mutter selbst eine Veränderung wollen. Sie können zwar Impulse geben und motivieren, aber zu einer Veränderung zwingen können Sie niemanden. Eine erste Anlaufstelle bei Alkohol- und Suchtproblemen sind die lokalen Suchtberatungsstellen. Die meisten Fachstellen haben Programme zum kontrollierten Trinken in ihre Angebote integriert und bieten therapeutische Unterstützung bei verschiedenen Suchtproblemen. Die Angebote stehen in der Regel auch Angehörigen von Suchtbetroffenen zur Verfügung. In unserer Datenbank «Hilfe vor Ort» unter https://www.safezone.ch/suchtindex.html finden Sie Informationen und Adressen von Suchthilfeinstitutionen in der Schweiz. Es besteht die Möglichkeit, die Angebote nach Altersgruppen und weiteren Kriterien auszufiltern. Viele Betroffene sowie auch Angehörige finden zudem die Unterstützung durch Selbsthilfegruppen sehr entlastend (Adressen siehe https://tinyurl.com/selbsthilfe-aeltere-menschen ). Eine weitere Option ist die Mailberatung von SafeZone.ch, wenn Sie lieber anonym bleiben und Suchtfachleute über das Internet kontaktieren möchten – das Angebot steht ebenfalls Angehörigen offen. Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol und Schlaf- und Beruhigungsmitteln verstärkt bestimmte Wirkungen der Medikamente und des Alkohols und kann zu unerwünschten Wechselwirkungen führen. Unter anderem kann die Aufmerksamkeit sehr stark eingeschränkt werden, die Unfall- und Sturzgefahr nimmt deutlich zu. Hausärzte und Hausärztinnen, respektive die behandelnden Ärzte sollten insbesondere dann konsultiert werden, wenn Fragen zum Medikamentenkonsum im Vordergrund stehen, Alkohol und Medikamente gleichzeitig eingenommen werden oder falls gesundheitliche Beschwerden auftreten. Weitere Informationen finden Sie auch unter https://www.alterundsucht.ch/


SafeZone.ch-User schreibt:

Meine Mutter (53) trinkt auch (immernoch) seit ich (22) ca. 4 Jahre alt war und ich war als Kind deshalb auch in einer Pflegefamilie.

Meine Ratschläge gebe ich dir deshalb aus eigenen Erfahrungen.

Es ist äusserst schwierig einer abhängigen Person zu helfen wenn diese nicht selbst Hilfe will.

Was jedoch sehr wichtig ist, ist offen darüber zu sprechen. Es kann sein dass deine Mam dies nicht hören will und gereizt wirken kann, doch auch dann ist es immernoch wichtig ihr deine Gefühle mitzuteilen. Du solltest zudem für DICH hilfe bei einer Fachperson holen, dies kann ein Psychologe/Psychologin oder eine Person bei einer Beratungsstelle sein mit der du regelmässig über diese Probleme sprechen kannst. Ich selbst habe (zu) lange damit gewartet um für MICH selbst hilfe zu suchen und leide nun an Depressionen und Angststörungen.

Damit du, auch die Kraft besitzt um deiner Mutter die Hand zu reichen und ihr zu helfen, ist dies meiner Meinung nach eines der wichtigsten Dinge. Schau auch auf DICH selbst.

Was das Konsumverhalten deiner Mam angeht, rate ich dir aus eigener Erfahrung, dich mit ihrem behandelnden Arzt in Verbindung zu setzten. Du selbst kannst deine Mam nicht zwingen oder so eine Therapie zu beginnen, ihr Hausarzt kann aber in solchen Fällen hilfe leisten und deine Mam ins Spital einweisen und ihr eine Psychotherapie anordnen.

Andernfalls kann in schlimmen Fällen auch das Friedensgericht helfen in dem du dort eine „selbstgefährdungsanzeige“ über deine Mutter machst. Klingt schlimmer als es ist.

Das Friedensgericht wird dann ein Gespräch mit ihr führen und kann dann so entscheiden ob ein Aufenthalt in einer Klinik o.ä. nötig ist. Zudem kann das Friedensgericht deiner Mutter allenfalls auch einen Beistand verschaffen der ihr bei den Finanzen und auch im Gesundheitlichen Aspekt unter die Arme greifft.

Weil bei meiner Mutter das Problem war dass sie durch ihre Alkoholsucht die Finanzen ( vorallem Rechnungen bezahlen ) total vernachlässigt bzw. nicht mehr gemacht hat und fast in die Schuldenfalle getappt wäre kann ich dir, falls es bei euch auch solche Probleme gibt, einen Beistand wirklich nur empfehlen.

Ich möchte dir jetzt auf keinen Fall Angst machen mit meiner Geschichte, das war/ist bei mir so, muss aber bei dir natürlich nicht auch so sein.

Was ich dir auch noch sagen möchte (was mir damals niemand gesagt hat), gib NIEMALS dir selbst die SCHULD und lass dir auch von sonst niemandem die schuld für die Abhängigkeit deiner Mutter geben. DU KANNST NICHTS DAFÜR! Und DU BIST NICHT ALLEIN. Diese zwei Sätze sind sehr wichtig.


Fragen von Angehörigen

Ich konsumiere seit 10 Jahren Amphetamin und mittlerweile ca. ein halbes Gramm pro Tag. Ich habe es satt und möchte ein Hallo erstmal. Ich beziehe mich auf das im Titel angegebene Thema und möchte mich bei euch bedanken für die Ratschläge vor einigen Jahren. Gleichzeitig mein aktuellen Stand berichten und vlt kann ich einigen da draussen weiterhelfen. Nun mittlerweile bin ich seit über 3 Jahren völlig clean vom Amphetamin. Ich habe im 2018 einen kalten Entzug gemacht zu Hause (war nicht gerade die beste Zeit meines Lebens) und dadurch leider den Job verloren. Nichts desto trotz habe ich weiterhin durchgehalten. Am Anfang hat sich die Sucht verlagert auf Alkohol bis es total ausser Kontrolle geriet (bis zu 2 liter Schnaps im Tag) und ich einen Alkoholentzug in der PSA Wattwil gemacht habe. Seither habe ich das Thema Alkohol im Griff, gelegentlich ein Bier und das wars, jedoch ging ich danach in die Tagesklinik in Uznach SG, was total befremdlich war und ganz ehrlich meine Psyche total entstabilisiert hat ohne das ich es mitbekommen habe. Für mich war die ganze Welt neu und ich kam mir vor wie auf Droge nach so vielen Jahren permanentem Konsum. Daher kann ich persönlich jedem empfehlen auf gewisse Institutionen zu verzichten und andere Lösungen zu finden ausnahme ist die PSA in Wattwil, das war eine der lehrreichsten Zeit meines Lebens und das Team ist erfahren wie auch wohlwollend. Was ich von der Klinik Süd nicht behaupten kann. Naja es war eine sehr schwere Zeit. In der Zwischenzeit wurde ein sehr ausgeprägtes ADHS bei mir diagnostiziert und es wurde mir diverse Metylphendidate wie Ritalin, concerta und Focalin gegeben. Natürlich erst das eine, ohne wirkung, das nächste usw.. Ich bin mittlerweile immer noch ohne Arbeit da ich mein Leben nicht mehr so im Griff habe wie mit den Amphetaminen. Naja, ich habe das eine Übel gegen ein anderes eingetauscht. Sobald ich in leicht stressige Situationen gerate kommt auch 3 Jahre später der Suchtdruck weiss nicht ob sich das jemals ändern wird oder ob man einfach lernen muss damit zu Leben. Aber manchmal muss man halt alles verlieren bevor gewisse Änderungen möglich sind. Dafür habe ich eine liebe Partnerin gefunden welche mir trotz meiner Geschichte beisteht und mich unterstützt. Nun mein Tipp an betroffene. Mich persönlich hat mein Hund gerettet. Jeden Tag mehrfach Gassi gehen und viel in der Natur sein zum Energie tanken (und nein ich bin nicht esoterisch veranlagt) Alte Kontakte überdenken und vlt die Frage stellen wer ist wirklich Freund und wer nicht, so hat sich mein ganzes Leben schritt für schritt verändert. Es ist ein langer und anstrenger Weg und vorallem an die welche beruflich erfolgreich sind mit täglichem Drogenkonsum, man sollte sich mal alles überdenken und sich selber Fragen ob es das Wert ist. Es wird nie mehr so sein wie vorher, bedeutet aber nicht das es schlechter ist,auf jeden Fall gesünder. Liebe Grüße und bleibt gesund White010

Mein Partner ist Kokain abhängig und er möchte gerne aufhören, er möchte gerne in eine Entzugsklinik bis es aber so weit ist möchte er zu Hause schon anfangen mit dem Entzug nur wissen wir nicht wie genau vorgehen, radikal von heute auf morgen aufhören/ mir das Koks geben das ich es verwalte / oder was können wir tun?

Mein Partner kämpft gegen seine Kokainsucht. Er hat Angst, die Stelle zu verlieren wenn das bekannt wird. Ich unterstütze ihn, damit niemand etwas merkt und schaue auch, dass er vor der Arbeit nichts nimmt. Eine Freundin behauptet, das sei schon Co-Abhängigkeit. Hat sie Recht?

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Wir sind in einer anonymen Online-Beratung für Sie da.