Was sind eure Erfahrungen mit Kokainabhängigen und kennt ihr jemanden der es wirklich geschafft hat davon los zu kommen?

Hallo zusammen

Mein Freund hat Jahre lang heimlich Kokain konsumiert. Anfang dieses Jahres hatte er einen Krampfanfall aufgrund des übermässigen Konsums. Er liess sich daraufhin stationär in einer Klinik behandeln. Seit Anfang April ist er nun wieder zu Hause und wurde leider schon ein paar Mal rückfällig. Natürlich geht es mir dabei extrem schlecht, da ich selber noch nie mit Drogen in Kontakt kam. Ich weiss wirklich nicht mehr, wie ich diese Beziehung noch aufrecht erhalten soll. Was sind eure Erfahrungen mit Kokainabhängigen und kennt ihr jemanden der es wirklich geschafft hat davon los zu kommen?

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Lieber Karatekid

Herzlich willkommen im Forum von SafeZone!

Eine Abhängigkeitserkrankung ist eine hartnäckige Angelegenheit. Betroffene konsumieren weiter, obwohl sich durch den Gebrauch der Substanz bereits beträchtliche Komplikationen / negative Begleiterscheinungen eingestellt haben. Nahestehende sind oft ebenfalls stark belastet. Es ist nicht einfach, zuzuschauen wie ein geliebter / geschätzter Mensch sich zu ruinieren droht.

Sie selber sehen sich nun dieser Situation ausgesetzt. Es ist Ihnen nicht egal, wie es ihrem Freund geht und Sie sind belastet, voller Sorge um ihn. Sie fragen sich wieso er weiter konsumiert obwohl er diese Krampfanfälle hatte. Wieso hört er nicht auf?

Es ist Ihnen bewusst, dass es nicht einfach ist, den Konsum definitiv zu beenden. Ist das überhaupt möglich?

Und letztlich stellen Sie sich noch eine weitere, grundlegende Frage: Können Sie die Freundschaft unter diesen Umständen auf die Dauer am Leben erhalten?

Die Lage, in der Sie sich befinden, ist gar nicht so selten. Erfahrungsberichte von SafeZone-Usern die ähnliches erlebt haben, sind an dieser Stelle sehr willkommen.


Fragen von Angehörigen

Ich fühle mich so schrecklich allein, während mein Mann seiner Sucht nach geht… wie geht es anderen Beroffenen?

Mein Bruder ist Alkoholiker. Er trinkt seit vielen Jahren, aber seit der Scheidung vor zwei Jahren ist es sehr schlimm geworden. Er hat auch schon Äusserungen gemacht, dass er nicht mehr leben will. Leider lehnt er jede Hilfe kategorisch ab. Gibt es eine Möglichkeit, ihn in den Entzug einzuweisen?

Mich stört, wie unvernünftig viel in meinem Bekanntenkreis an Festen oft getrunken wird, aber mir fehlen gute Argumente dagegen. Was sind Gefahren beim Rauschtrinken, und wieso soll es für Jugendliche besonders gefährlich sein?

Möchten Sie jemanden, dem Sie sich anvertrauen können oder der Sie berät?

Wir sind in einer anonymen Online-Beratung für Sie da.