Ich bin ein Gesellschaftstrinker und trinke am Wochenende zu viel Alkohol, so dass ich am nächsten Tag das eine oder andere verpasse. Was gibt es für Möglichkeiten, das ist den Griff zu bekommen?

Hallo zusammen,

ich bin neu in diesem Forum und habe folgendes Problem:

In den Vereinen oder bei Einladungen bei bestimmten Freunden trinke ich regelmässig am Wochenende zu viel. Ich kann nach dem 3. Bier nicht mehr aufhören Bier zu trinken. Es können dabei schon einmal 10 oder mehr Bier an einem Abend werden. Ich bleibe meisst dann auch mit Kollegen lange unterwegs und komme erst zu früher Morgenstunde nachhause. Meine Freundin zeigt sich dann enttäuscht wenn ich nächsten Tag meinen Verpflichtungen z.Bsp. eine Einladung am Sonntag oder den Samstagseinkauf nicht wahrnehmen kann. Sie macht mir aber "direkt" keine Vorwürfe. Ich schreibe hier aus eigenem Antrieb weil ich mich ab mir selber nerve, dass ich soviel trinke und am nächsten Tag das eine oder andere Verpasse.

Was gibt es für Möglichkeiten? Was hat Euch geholfen?

Früher bin ich oft mit dem Auto an Anlässe gegangen weill ich dann wusste, dass ich dann nichts trinken darf. In der Zwischenzeit lass ich das Auto zuhause und besaufe mich und gehe am nächsten Morgen zu Fuss oder mit dem ÖV nachhause. Vielleicht sollte ich wieder vermehrt das Auto nutzen um einen Grund zum nicht trinken haben.

Ich brauche nicht jeden Tag ein Bier. (Ich trinke unter der Woche nichts.) Sobald ich am Wochenende einen Vereinstermin habe bleibe ich sitzen und trinke... B-)

Ich möchte grundsätzlich nicht meine Vereinstätigkeiten aufgeben, denn mein persönliches Umfeld ist stark mit diesen verwurzelt.

Ich Danke Euch für Eure Zuschriften.

MFG

Maerku

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Willkommen im Forum!

Sie schreiben, dass Sie ein Gesellschaftstrinker seien, doch dann geben Sie richtig Gas. Das enttäuscht dann offenbar ihre Freundin, aber Sie nerven sich mittlerweile auch selber darüber, dass Sie dann Unternehmungen am nächsten Tag verpassen und nicht fit sind. Sie fragen, welche Möglichkeiten Sie haben, mit dem Alkohol zu bremsen. Eine Möglichkeit haben Sie ja selber genannt und diese hat offenbar früher auch geholfen: das Auto mitnehmen. Weshalb dies nicht wieder mal ausprobieren?

Vielleicht könnten Sie auch mal mit einem guten Kollegen im Verein darüber sprechen. Damit dieser ein Auge auf Sie haben kann. Wer hat ähnliche Erfahrungen wie Maerku gemacht? Was hat geholfen?

Freundliche Grüsse

Safe-Zone Frieda


SafeZone.ch-User schreibt:

Hallo Mareku

Ich verstehe dich vollkommen. Ich bin auch neu hier im Forum und habe so ziemlich dasselbe Problem wie du. Ich kann auch nach ein paar Bier nicht mehr aufhören. Am nächsten Tag weiss ich dann auch noch nicht mehr alles und ich habe tagelang ein schlechtes Gewissen. Leider hab ich bis jetzt auch erst die Option mit dem Auto. Dies ist auch bei mor so, dass ich dann nichts trinke. Oder es funktioniert auch wenn ich gar nichts trinke, dann hane ich einfach das Gefühl ich hätte garnicht so viel Spass. Hmm.. naja so einen richtigen Tipp hab ich nicht. Aber ich suche auch noch nach der Lösung.

Alles liebe

Jamila


SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Hallo Jamila

Ein herzliches Willkommen auch Ihnen im Forum von SafeZone

Maerku und Sie haben dieselbe Frage: Wie könnt Ihr euren Alkoholkonsum besser kontrollieren und trotzdem gesellige und lustige Abende im Freundeskreis geniessen?

Es geht also um die Kontrolle. Gar nichts trinken bedeutet grösstmögliche Kontrolle. Bei Maerku hört die Kontrolle nach dem dritten Bier auf. Logischerweise müsste Maerku also nach dem zweiten Bier aufhören um noch den positiven, beschwingenden Effekt des Alkohols geniessen zu können und trotzdem die Kontrolle nicht zu verlieren. Vielleicht gibt es bei Ihnen, Jamila, auch so eine Grenze die es einzuhalten gilt?

Schöne wäre es, in diesem Thread zu lesen wie andere mit dieser Situation umgegangen sind.


SafeZone.ch-User schreibt:

hallo

mein mann ist auch ein gesellschaftstrinker. zu hause trinkt er keinen schluck und kann auch bei einladungen nein sagen. oder es bleibt bei zwei bier zum essen. wenn er aber mit dem verein, freunden unterwegs ist, kann er nicht mehr nein sagen. warum?...

das schlimmste ist, dass ich ihn dann nicht mehr ekenne. er ist absolut nicht gewalttätig, aber nicht mehr er selbst. für mich ist er nicht mehr erreichbar, auch wenn ich vor ihm stehe und ihn bitte, nach hause zu gehen. ich bin dann sooo sehr enttäuscht, fühle mich schlecht behandelt und lasse ihn stehen. ich gehe ohne ihn nach hsuse, weine und warte die ganze nacht auf ihn. er spricht dieses problem nie von sich aus an. ich versuche es und er sieht es ein. entschuldigt sich, verspricht besserung. doch der nächste anlass kommt... und das problem das gleiche! könnt ihr mir ein tipp geben, wie ich mit ihm umgehen soll? nüchtern ist er der beste mann, den man sich wünschen kann!


SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Hallo Nina94

Willkommen im Forum von SafeZone!

Sie schreiben über Ihr Problem mit Ihrem Mann, der offenbar meistens gut und risikolos mit Alkohol umgehen kann. Aber dann mit seinen Freunden trinke er zu viel und sei für Sie nicht mehr ansprechbar. Offenbar könne er nicht nein sagen, schreiben Sie. Haben Sie ihn schon mal gefragt, weshalb das für ihn dann so schwierig ist? Gibt es einen Gruppendruck unter seinen Freunden? Trinken die alle zu viel bei diesen Gelegenheiten?

Und wie häufig kommt das denn vor? Wenn das nur sehr selten wäre und er sonst der beste Mann ist, wie Sie schreiben, müssen Sie ihm vielleicht dieses Ventil lassen? Aber das würde heissen auch nicht auf ihn zu warten und zu weinen, sondern ihn wirklich zu lassen. Wichtig ist natürlich, dass er bei solchen Gelegenheiten auf keinen Fall ein Fahrzeug fahren darf, denn das wäre wirklich gefährlich!

Wenn es jedoch oft vorkommen sollte, dann braucht ihr Mann in meinen Augen Beratung. Sie können sich bei weiteren Fragen auch an die Mailberatung von SafeZone wenden. Auch Ihr Mann könnte sich dort beraten lassen.

Vielleicht haben andere User noch wertvolle Vorschläge für Nina94?

Freundliche Grüsse

SafeZone Frieda


SafeZone.ch-User schreibt:

danke für die antwort!

es gab eine zeit, in der dieses problem jede woche oder jede zweite woche vor kam. mittlerweile einmal im monat, schätzingsweise. ich habe ihn gestern wieder einmal darauf angesprochen. er meint, dass harter alkohol das problem sei. er müsse einfach nur beim bier bleiben. ich halte das für ein schwaches argument. nach ein paar bier vergisst er seinen vorsatz... ich weiss nicht, ob es gruppendruck ist. er sagt in dieser situation nie "nein danke. ich möchte nichts mehr" wenn er eingeladen wird, trinkt er das glas auch aus. ich halte das für einen teufelskreis.

seine freunde trinken auch nicht wenig, vertragen es aber scheinbar besser.

ich war schon soweit, ihn einfach zu lassen, das ging eine weile auch gut. doch dann hat er es dermassen übertrieben und abmachungen nicht mehr eingehalten. auch hatte er schon filmrisse, einmal musste ich ihn abholen, weil er gestürzt ist und nicht mehr wusste wo er war. ich komme mir immer vor wie der aufpasser und spielverderber wenn ich ihn ermahne oder bettle. darum versuche ich, nichts mehr zu sagen. gestern hat er mir gesagt, dass er das auch nicht möchte, er will auch nicht so sein. er müsse sich endlich in den griff bekommen. eine therapie hält er aber für absolut übertrieben.


SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Hallo Nina

Ich finde es schon ein Fortschritt, dass er es nun offenbar seltener tut als früher, nämlich noch einmal im Monat, früher offenbar noch öfter. Aber das finde ich auch zu viel. Vor allem wenn er schon Filmrisse hatte. Es ist wirklich wichtig, wie er selber sagt, beim Bier zu bleiben und keinen harten Alkohol mehr zu trinken. Das ist schon eine Art Kontrolle. Doch ich denke, er möchte sein Verhalten nun auch ändern und da wäre eine Beratung mal bei Fachleuten schon sehr hilfreich, es muss ja nicht gleich eine Therapie sein. Er kann sich bei der Mailberatung von SafeZone Hilfe holen oder bei einer Suchtberatungsstelle in seinem Kanton. Ich wünsche Ihnen beiden viel Kraft!

Freundliche Grüsse

SafeZone Frieda


SafeZone.ch-User schreibt:

Hallo @ All,

manchmal hilft ein forcierter Blick auf sein Selbst im Rauschzustand. Das haben wir in den wilden Studienzeiten gelegentlich getan, - mit einer Super 8 Kamera. Video gab's damals noch nicht.

Heutzutage ist das eine Kleinigkeit: Handy.

Die begeisternden "Evidenzerlebnisse" bei Cannabis oder LSD schrumpften zu einem "ist zwar alles ziemlich richtig , aber das wussten wir schon lange vorher und ohne jede Droge". Wir kamen uns sehr albern vor.

Der Kandidat könnte "Selfies" von sich in den verschiedenen Stadien der Alkoholisiertheit machen und/oder einen Anwesenden Mittrinker vorher bitten, ihn aufzunehmen , wenn er das Handy nicht mehrt halten könne.

Das festigt anderntags sehr den Entschluss, es nicht mehr so weit kommen zu lassen :-∞

LG

Victor


Mehr Fragen zu Alkohol

Hallo zusammen, ich konsumiere ab und zu am Wochenende Amphetamine (Speed), es gibt viele Auswirkungen auf den Körper und vor allem auf die Psyche des Konsumenten. Angefangen habe ich damit vor ca.2,5/3 Jahren. Es ist kein regelmäßiger Konsum und vor allem nicht alleine. Ich habe festgestellt, dass ich noch nie längerfristige Nebenwirkungen gespürt habe, wie zum Beispiel Depressionen, Aggressivität, leichte Veränderung der Persönlichkeit oder wovon ich schon häufig gehört habe, das Defizit im Umgang mit Menschen, zum Beispiel beim Einkaufen, wenn es darum geht mit fremden Menschen zu sprechen. Auch von körperlichen Defiziten bin ich bisher verschont worden. Dazu muss ich noch sagen, dass es auch häufiger vorgekommen ist, dass ich mehrere Wochenenden hintereinander/mehrmals an einem Wochenende etwas konsumiert habe und die Toleranzgrenze dabei auch schon angestiegen ist, also ein Indiz für zu häufigen Konsum. Trotz dessen, habe ich noch keine Erfahrung mit solchen Auswirkungen gemacht und meine Frage ist, ob das jemandem auch so geht und ob mein Körper/meine Psyche mit chemischen Drogen besser umgehen kann (baut er die Substanz besser/schneller ab? ), als es bei anderen der Fall ist. Oft hört man davon, dass man eine gesunde Psyche haben sollte und man besser von allem Chemischen und Psychoaktivem Abstand halten sollte (klar, man sollte auch so eigentlich nicht unbedingt konsumieren!), wenn man nicht fest im Leben steht, aber ehrlich gesagt, bin ich was das angeht, keine besonders stabile Person und deshalb bin ich sehr gespannt, was eure Antworten hierzu sind. --> Ich will hiermit NICHT den Konsum von Drogen verharmlosen, ich bin mir über langfristige Folgen bewusst und was Drogen im allgemeinen mit einem verursachen können! Es kann immer vorkommen, dass etwas schief geht und man in ein tiefes Loch fällt, auch bei mir persönlich schließe ich das nicht aus, Drogen sind unberechenbar! Danke schon mal im Voraus, vielleicht kennt sich ja jemand gut mit diesem Thema aus :) Mit freundlichen Grüßen

Mein Abstieg - wie Alkohol und Drogen mein Leben verändert haben. Ich sehne mich so sehr nach einem normalen Leben. Was kann ich tun?

Er nimmt Antidepressiva, kifft und trinkt Alkohol. Nachdem er mal wieder in der Klinik war: Muss ich wirklich zuschauen, wie er wieder abstürzt?

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Ich brauche seit Jahren am Abend Alkohol und Cannabis zum runterfahren...jeden Morgen möchte ich damit aufhören und es geht mir gut ohne Nikotin und Alkohol durch den Tag - doch am Abend wurde dies schon zur Gewohnheit. Wie komme ich davon?

Kann es sein das ich auch nach 2 Jahren noch entzugserscheinungen habe?

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