Ich habe Menschen in meinem Freundeskreis die - so scheint es mir - ein Problem mit Alkohol haben. Wie spreche ich das Konsumverhalten eines anderen an?

hallo zusammen

ich habe doch ein, zwei menschen in meinem weiteren freundeskreis die - so scheint es mir - ein problem mit alkohol haben.

sie trinken öfters schon am mittag bier, am abend sowieso und essen kaum noch etwas (richtiges). es ist (noch) nicht so, dass sie lallend sprechen oder umhertorkeln. auch gehen sie einer geregelten arbeit nach oder studieren, wohnen in einer eigenen wohnung oder WG und sind "integriert".

trotzdem mache ich mir immer wieder gedanken und manchmal auch sorgen, da es doch immer seltener vorkommt, dass diese personen etwas nicht-alkoholisches konsumieren und ich das gefühl habe, ohne bier funktionieren sie nicht...

nun finde ich es nicht einfach so etwas einfach so anzusprechen. ich weiss, dass sie selbst einsehen müssen, dass sie möglicherweise ein problem haben und es vielleicht schon hilft, wenn ich sie darauf anspreche und damit signalisiere dass ich mir sorgen mache...

aber was ist, wenn sie es bagatelisieren oder ich überreagiere oder sie es partout nicht einsehen wollen?

vielen dank für eure rückmeldungen

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:

Hallo Butterfly

Herzlich willkommen im SafeZone-Forum

Deine Situation ist nicht einfach. Heikle Themen anzusprechen - wie zum Beispiel der Alkoholkonsum von Freunden - kann unter Umständen unangenehm sein.

Du machst dir Sorgen denn du denkst, diese Freunde von dir haben ein Problem, weisst aber nicht was du tun kannst oder was du ihnen sagen sollst.

Manchmal hilft es den Betroffenen bereits, wenn sie hören dass du dir Sorgen machst und damit auch ausdrückst, dass sie dir nicht egal sind.

Wenn du ein solches Gespräch führst, dann such dir einen Ort an dem ihr ungestört unter vier Augen reden könnt. Auch kannst du dir bewusst eine Tageszeit (Morgen oder Vormittag) aussuchen, an der üblicherweise nichts alkoholisches konsumiert wird. Wichtig dabei ist, dass du keine Vorwürfe machst und versuchst, deine eigene Sorge zu forumlieren. Das machst du am besten wenn du Sätze mit "ich" beginnst. "Ich mache mir Sorgen...." "Ich beobachte dass...", "mir ist aufgefallen dass..." etc.

Wahrscheinlich kennen auch andere die Situation, die du geschildert hast. Ich hoffe du findest im Forum weitere Beiträge, die dir weiterhelfen können.


Fragen von Angehörigen

Mein Partner kämpft gegen seine Kokainsucht. Er hat Angst, die Stelle zu verlieren wenn das bekannt wird. Ich unterstütze ihn, damit niemand etwas merkt und schaue auch, dass er vor der Arbeit nichts nimmt. Eine Freundin behauptet, das sei schon Co-Abhängigkeit. Hat sie Recht?

Mein Freund trinkt, nimmt drogen und spielt. Und ich steh im zur Seite, aber ich bräuchte einfach mal ein paar Ratschläge wie ich weiter fahren soll.

Meine beste Freundin konsumiert Kokain. Ich möchte wissen, wie ich mit ihrem Verhalten umgehen kann.

Möchten Sie jemanden, dem Sie sich anvertrauen können oder der Sie berät?

Wir sind in einer anonymen Online-Beratung für Sie da.