Alkohol

Substanz

Ethylalkohol oder Ethanol entsteht bei der Vergärung kohlenhydrathaltiger Materie wie Früchte, Getreide oder Kartoffeln. Ethanol lässt sich auch rein synthetisch herstellen und findet als Industriealkohol zur Herstellung von Farbstoffen und Arzneimitteln Verwendung. Ethanol – oder eben Alkohol – wird auch als Nahrungs-, Heil-, Genuss- und Rauschmittel gebraucht.

Die Alkoholkonzentration im Blut (gemessen in ‰) ist von der konsumierten Menge, der Alkoholart, dem Zeitraum des Konsums sowie von individuellen Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Gewicht abhängig.

Wirkung und Nebenwirkungen

Die Wirkungen des Alkoholkonsums sind zahlreich und ihre Stärke variiert je nach Höhe der Alkoholkonzentration im Blut. Die körperliche und psychische Verfassung, Müdigkeit, Krankheit, Stress oder Gefühlsregungen können die Wirkung noch verstärken. Ca. 30-60 Minuten nach der Einnahme erreicht der Alkohol die höchste Konzentration im Blut; der Organismus baut im Durchschnitt 0,1 ‰ bis 0,15 ‰ pro Stunde ab. Es gibt keine Möglichkeit, den Alkoholabbau im Blut zu beschleunigen.

Alkohol kann anregen, entspannen, enthemmen und euphorisieren. Er kann auch einen Konzentrationsverlust bewirken, eine grössere Bereitschaft, Risiken einzugehen, oder das Urteilsvermögen einschränken. Sehschwierigkeiten und eine erhöhte Gewaltbereitschaft können auftreten. Bei hoher Alkoholkonzentration kann es zu Bewusstlosigkeit, Verlust der Reflexe, Amnesie, schwacher Atmung, tiefer Körpertemperatur, Lähmungserscheinungen, Koma, unabsichtlichem Harnlassen, Atemstillstand bis zum Tod kommen. Die Unfallgefahr ist infolge Selbstüberschätzung und verminderter Reaktionsfähigkeit stark erhöht.

Beim gleichzeitigen Konsum von illegalen Substanzen kann die Wirkung der verschiedenen Substanzen verstärkt werden. Alkohol kann auch die Wirkung von zahlreichen Medikamenten verstärken, vermindern oder verändern. Die Packungsbeilagen informieren jeweils darüber.

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Langzeitfolgen des Konsums

Es wird unterschieden zwischen Konsum mit geringem Risiko, problematischem Konsum und Abhängigkeit. Der Alkoholkonsum birgt kaum Risiken, wenn jemand mässig trinkt und sein Trinkverhalten der Situation anpasst. Der tägliche Konsum von durchschnittlich zwei Standardgläsern Alkohol (entspricht etwa 2 Stangen Bier, 2dl Wein oder 8cl Schnaps) bei Frauen oder drei Standardgläsern bei Männern erhöht das Gesundheitsrisiko erheblich. Beim problematischen Alkoholkonsum wird unterschieden zwischen dem chronischen Risikokonsum (täglicher Konsum von 2 Gläsern bei den Frauen und 3 Gläsern bei den Männern), dem Rauschtrinken oder episodischen Risikokonsum (ab 5 Gläsern pro Trinkgelegenheit bei den Frauen und 6 Gläsern bei den Männern) und dem situationsunangepassten Konsum mit seinen Risiken (z. B. bei der Arbeit, auf der Strasse, während der Schwangerschaft, bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten usw.).

Der Übergang vom problematischen Konsum zur Abhängigkeit geschieht kaum wahrnehmbar. Alkoholabhängigkeit, die sowohl psychisch als auch physisch sein kann, ist eine Krankheit, die anhand international festgelegter Kriterien diagnostiziert wird.

Mögliche Folgen bei regelmässig starkem Konsum sind Schädigung sämtlicher Körperorgane (insbesondere der Leber und des Verdauungsapparats), Störungen des Nervensystems und der Gedächtnisfunktionen. Zudem können verschiedene Formen von Krebs, Bluthochdruck und Störungen der Sexualfunktion ihre Ursache im chronischen Alkoholkonsum haben. Soziale und finanzielle Probleme sind ebenfalls mögliche Folgen, und dies sowohl für die Betroffenen selbst als auch für deren Umfeld.

Geschlecht und Alter

Der Frauenkörper enthält grundsätzlich mehr Fett und weniger Flüssigkeit als der Männerkörper, d. h. bei der gleichen Menge konsumierten Alkohols ist der Blutalkoholgehalt bei einer Frau höher als bei einem Mann mit dem gleichen Körpergewicht. Zudem bauen die Frauen den Alkohol langsamer ab als die Männer.

Die Folgen des Alkoholkonsums sind für Kinder und Jugendliche schwerwiegender als für Erwachsene, insbesondere wegen ihrem geringeren Gewicht und weil die Entwicklung ihres Gehirns noch nicht abgeschlossen ist. Zudem baut ihr Organismus wegen der noch nicht voll ausgebildeten Leber den Alkohol weniger gut ab. Eine kleine Menge Alkohol kann bei kleinen Kindern eine Herabsetzung der Atmung auslösen, die zum Tod führt.

Im höheren Alter wird der Alkohol wegen der kleineren Menge Flüssigkeit im Körper ebenfalls langsamer abgebaut. Deshalb weisen ältere Menschen bei der gleichen Menge konsumierten Alkohols einen höheren Blutalkoholgehalt auf als eine jüngere Person. Die Probleme von älteren Menschen im Zusammenhang mit Alkoholkonsum bleiben oft unbemerkt. Zusätzliche Komplikationen können sich einstellen, wenn Alterskrankheiten wie Diabetes oder Demenz dazukommen.

Wirkungen auf das ungeborene Kind

Während der Schwangerschaft wird von jeglichem Alkoholkonsum abgeraten, weil Alkohol die Plazentaschranke durchdringen kann und dadurch neurologische Komplikationen und angeborene Missbildungen entstehen können. Je höher der Konsum, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit von Schädigungen am Fötus, die sich in einem geringen Geburtsgewicht, verzögertem Wachstum, Missbildungen an inneren Organen oder verspäteter geistiger Entwicklung äussern können. Die Kinder können neurologische Entwicklungsstörungen, Verhaltensstörungen, Lernschwächen oder ein verzögertes Wachstum aufweisen. Da der Alkohol sämtliche Zellen erreichen kann, können alle Organe betroffen sein.

Quellen und weiterführende Infos

Zahlen und Fakten: www.alcohol-facts.ch; www.suchtschweiz.ch; www.suchtmonitoring.ch
Safer-Use-Informationen für Konsumierende: www.know-drugs.ch; www.saferparty.ch
Medizinische Infos: www.praxis-suchtmedizin.ch  
Mehr zum Thema für Jugendliche: www.feel-ok.ch  
Informationen zum Alter: www.alterundsucht.ch